Herbstzeit ist Pflanzzeit: Mit diesen Sträuchern helfen sie den Vögeln im Winter

von | 15. November 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Der Herbst ist die rich­ti­ge Zeit, um Gehöl­ze und Sträu­cher für Vögel zu pflan­zen. In vie­len Gär­ten wach­sen zwar üppi­ge Sträu­cher, doch nur weni­ge davon sind für die hei­mi­schen Vögel als Nah­rungs­quel­le für den Win­ter geeig­net.

Der BUND Natur­schutz in Bay­ern weist auf die rich­ti­gen Gehöl­ze für Vögel im Win­ter hin. „Exo­ti­sche Thu­ja-Hecken oder Kirsch­lor­beer sind pro­ble­ma­tisch, sie bie­ten der hei­mi­schen Vogel­welt näm­lich kei­ne Nah­rung“, erklärt Bri­git­te Löff­ler„ Vor­sit­zen­de der BN-Kreis­grup­pe Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen. Jetzt ist die rich­ti­ge Zeit, um Abhil­fe zu schaf­fen und Sträu­cher spe­zi­ell für Vögel zu pflan­zen.

Im Herbst und Win­ter sind beson­ders sol­che Gehöl­ze für die gefie­der­ten Gäs­te wich­tig, die vie­le Früch­te tra­gen. Die Vogel­bee­re zum Bei­spiel ernährt rund 60 Vogel­ar­ten, der Weiß­dorn etwa 30. Zu den für Vögel wich­ti­gen Gehöl­zen zäh­len wei­ter­hin Kor­nel­kir­sche, Schnee­ball, Schle­he, Schwar­zer Holun­der, Spei­er­ling, Vogel­kir­sche, Ber­be­rit­ze, Hecken­kir­sche und Sand­dorn. Wer es etwas wil­der liebt, kann auch eine Hecke aus Brom­bee­ren pflan­zen. Sie sind ide­al für vie­le Vögel. Eine ande­re Vari­an­te sind Him­bee­ren, deren Blü­ten auch für vie­le Wild­bie­nen gera­de im Hoch­som­mer von gro­ßer Bedeu­tung sind. Über­haupt leben an all die­sen hei­mi­schen Gehöl­zen vie­le Insek­ten, die wie­der­um im Som­mer­halb­jahr die Haupt­nah­rung der meis­ten Gar­ten­vö­gel bil­den.

Arten mit Dor­nen wie Schle­he und Weiß­dorn sind beson­ders gut für die Vogel­welt, denn im dich­ten, sta­che­li­gen Geäst kann man­cher Vogel sei­ne Brut gut geschützt vor Nach­bars Mie­ze und ande­ren tie­ri­schen „Vogel­lieb­ha­bern“ auf­zie­hen.

Beim Kauf von Gehöl­zen soll­te man sorg­sam aus­wäh­len. Der Bund Natur­schutz rät, Sträu­cher zu ver­wen­den, die aus der Regi­on stam­men, also auto­chthon sind. Dadurch bewahrt man die regio­na­le gene­ti­sche Viel­falt und loka­le Anpas­sun­gen der Gehöl­ze. Vie­le Baum­schu­len bie­ten inzwi­schen ent­spre­chen­de Pflan­zen an.

Foto: Pix­a­bay