Hetzner Online GmbH und EnsoXX hilft e.V. spenden Computer nach Afrika

von | 18. Mai 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen — „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Frei nach Erich Käst­ner macht Hel­fen nicht nur glück­lich, son­dern ist auch sinn­voll und macht Spaß. Vor allem, wenn es Bedürf­ti­ge trifft, also Men­schen, die es im Leben nicht leicht haben und die auf Hil­fe von außen ange­wie­sen sind.

Ange­trie­ben von die­ser soli­da­ri­schen Idee hat die Stadt Gun­zen­hau­sen 136 aus­ge­mus­ter­te Note­books an Ens­oXX hilft e.V. über­ge­ben. Die Idee: Die immer noch funk­ti­ons­tüch­ti­gen Gerä­te sol­len wei­ter­hin ihren Dienst tun, und zwar bei Men­schen, die sich ent­we­der kei­nen Com­pu­ter leis­ten kön­nen oder die sich in einer finan­zi­el­len Not­la­ge befin­den. Ein guter Gedan­ke, der bei den Ver­ant­wort­li­chen von Ens­oXX hilft e.V. für freu­di­ge Mie­nen sorg­te. Denn: Die gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on stand unab­hän­gig von der Stadt­an­fra­ge mit Libe­ra­ting Edu­ca­ti­on Orga­niza­ti­on (LEO) in Kon­takt, einer Karls­ru­her Initia­ti­ve, die in Drit­te-Welt-Län­dern uni­ver­si­tä­re Bil­dungs­zen­tren schafft. Und hier­für braucht es natür­lich die geeig­ne­te Hard­ware, die ger­ne auch ein paar Jah­re älter sein kann. Gesagt getan, die alten Lap­tops hat­ten ein neu­es Ein­satz­ziel. Her­aus­for­de­rung: Aus Daten­schutz­grün­den wer­den die Note­books ohne Fest­plat­ten gespen­det. Sie wur­den von Mit­ar­bei­tern der IuK Stadt Gun­zen­hau­sen aus­ge­baut. Und hier kom­men die IT-Spe­zia­lis­ten und Web-Lokal­ma­ta­do­ren der Hetz­ner Online GmbH ins Spiel: Das Unter­neh­men hat kur­zer­hand für alle Rech­ner gebrauch­te Fest­plat­ten aus dem Bestand gespen­det und dafür gesorgt, dass die Note­books schon bald in ihr neu­es Leben auf­bre­chen kön­nen.

„Die Lap­tops bekom­men ein drit­tes Leben geschenkt, denn wir als Stadt hat­ten die Gerä­te bereits gebraucht gekauft“, freu­te sich der dama­li­ge Ers­te Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz. „Durch unse­re EDV um IT-Lei­ter Micha­el Pent­za wur­den die Gerä­te, die u.a. als Leih­ge­rä­te in den Schu­len im Ein­satz waren, fünf Jah­re lang betreut und gewar­tet. Lei­der kön­nen die Com­pu­ter auf­grund der Hard­ware­an­for­de­run­gen nicht von Win­dows 10 auf 11 umge­stellt wer­den.“

Kon­kret wer­den die gespen­de­ten Note­books schon bald u.a. in einem Bil­dungs­zen­trum in Kibe­ra im Süd­wes­ten Nai­ro­bis ein­ge­setzt, das für die dort leben­den Men­schen aus dem Slum gedacht ist. Dort wird gera­de gebaut, ent­ste­hen soll eine hybri­de Bil­dungs­ein­rich­tung, also eine vor-Ort-Mischung aus per­sön­li­cher, päd­ago­gi­scher Betreu­ung, Online-Ler­nen und Live-Unter­richt. Der Bedarf in Kibe­ria ist rie­sig und jun­ge Men­schen sol­len lang­fris­tig die Mög­lich­keit erhal­ten hoch­wer­ti­ge Bil­dung zu genie­ßen.

Hetz­ner pflegt schon län­ger gute Kon­tak­te nach Kenia und unter­stützt seit vie­len Jah­ren nach­hal­tig die gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on Real Stars und finan­ziert bereits die­ses Bil­dungs­zen­trum, um dort benach­tei­lig­ten Kin­dern trotz schwie­ri­ger Lebens­um­stän­de Zugang zu hoch­wer­ti­ger Bil­dung und pro­fes­sio­nel­ler Bera­tung zu ermög­li­chen. In die­ses Enga­ge­ment fügt sich auch LEO ein, eine jun­ge Initia­ti­ve, die sich zum Ziel gesetzt hat, ein welt­wei­tes Netz­werk an kos­ten­lo­sen uni­ver­si­tä­ren Bil­dungs­zen­tren zu schaf­fen. Denn nicht über­all herr­schen glei­che Lern- und Lehr­be­din­gun­gen wie im ver­gleichs­wei­sen rei­chen Deutsch­land. Es gilt Vor­aus­set­zun­gen zu schaf­fen, um Bil­dung auch in schwä­cher ent­wi­ckel­ten Regio­nen zugäng­lich zu machen. Auch das LEO-Pro­jekt wur­de bereits in der Ver­gan­gen­heit von Hetz­ner durch Bereit­stel­lung von Cloud-Ser­vern und ande­rer IT-Infra­struk­tur unter­stützt. Im Irak, Indi­en, Burun­di und auch in Kenia gibt es bereits LEO-Bil­dungs­zen­tren. Wei­te­re sind geplant, u.a. in Gha­na und Mala­wi.

„Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Hetz­ner, Ens­oXX hilft und der Stadt Gun­zen­hau­sen zeigt ein­drucks­voll, wel­chen tol­len Pro­jek­te ent­ste­hen, wenn Enga­ge­ment und tech­ni­sches Know-how zusam­men­kom­men. Sol­che Ideen unter­stüt­zen wir sehr ger­ne, denn Tech­no­lo­gie ver­bin­det Men­schen und eröff­net neue Chan­cen”, sag­te Chris­ti­an Fitz, Pres­se­spre­cher von Hetz­ner.

Ens­oXX hilft e.V. hat die Com­pu­ter getes­tet, auf­be­rei­tet sowie mit der neu­en Soft­ware ver­se­hen. Allei­ne 70 ehren­amt­li­che Stun­den sind dazu in die Instal­la­ti­on der neu­en Linux-Betriebs­sys­te­me geflos­sen.

Das Ergeb­nis ist mehr als eine Sach­spen­de. Statt Elek­tro­schrott zu pro­du­zie­ren, wer­den die Note­books dort, wo sie drin­gend benö­tigt wer­den, noch meh­re­re Jah­re sinn­voll genutzt. Das schont Res­sour­cen und schützt die Umwelt. Die Rech­ner ermög­li­chen Teil­ha­be, eröff­nen Bil­dungs­chan­cen und stär­ken Per­spek­ti­ven für die beruf­li­che Zukunft vie­ler jun­ger Men­schen in Kenia, die bis­her kei­nen auto­ma­ti­schen Zugang zu digi­ta­ler Tech­nik hat­ten.

Die Stadt Gun­zen­hau­sen ist unter www.gunzenhausen.de im Inter­net zu fin­den. Auf die Home­page der Hetz­ner Online GmbH gelan­gen Sie, nach­dem Sie www.hetzner.com in die Navi­ga­ti­ons­leis­te Ihres Brow­sers getippt haben. Und Ens­oXX hilft e.V. hat unter www.ensoxx-hilft.de eine Inter­net­prä­senz ein­ge­rich­tet.

Bild­un­ter­schrift: Ver­tre­ter von Hetz­ner, Ens­oXX hilft e.V. und der Stadt Gun­zen­hau­sen über­ge­ben die gespen­de­ten Lap­tops an die Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on LEO. Auf dem Bild zu sehen (v. l.): Lisa Feucht­mai­er, Vla­dys­lav She­met und Aram Balasan­yan (Ens­oXX hilft e.V.), Micha­el Pent­za (Stadt Gun­zen­hau­sen), Chris­ti­an Fitz, Micha Gut­knecht und Andre­as Fischer (Hetz­ner Online GmbH), Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz, Kers­tin Klee­mann (Ens­oXX hilft e.V.). Foto: Stadt Gunzenhausen/Manuel Gros­ser