Hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr: Regierung ordnet erneut Luftbeobachtung an

von | 20. Juni 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Die Regie­rung von Mit­tel­fran­ken ord­net im Ein­ver­neh­men mit dem stell­ver­tre­ten­den, regio­na­len Ansprech­part­ner für die Wald­brand­be­kämp­fung beim Amt für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten Roth-WUG für Mon­tag, den 23. Juni 2025 erneut Luft­be­ob­ach­tung als Maß­nah­me der vor­beu­gen­den Wald­brand­be­kämp­fung für den Regie­rungs­be­zirk Mit­tel­fran­ken an.

Der Deut­sche Wet­ter­dienst erwar­tet am Mon­tag sehr hohe Tem­pe­ra­tu­ren und kei­nen nen­nens­wer­ten flä­chen­de­cken­den Regen, so dass in wei­ten Tei­len des Regie­rungs­be­zirks hohe bis sehr hohe Wald­brand­ge­fahr herrscht. Die Flü­ge fin­den in den Nach­mit­tags­stun­den statt, wenn die Wald­brand­ge­fahr durch die stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten der Bevöl­ke­rung am größ­ten ist. Wegen des schö­nen Wet­ters ist wäh­rend des Anord­nungs­zeit­raums mit einer gro­ßen Zahl von Aus­flüg­lern in Wald und Flur zu rech­nen.

Die Beflie­gung wird von ehren­amt­li­chen Pilo­ten der Luft­ret­tungs­staf­fel Mit­tel­fran­ken durch­ge­führt. An Bord des ein­ge­setz­ten Flug­zeugs befin­den sich neben dem Pilo­ten je eigens dafür aus­ge­bil­de­te Luft­be­ob­ach­ter der Feu­er­wehr und der Forst­be­hör­den, die die rele­van­ten Wald­ge­bie­te aus der Luft auf mög­li­che Brand­ge­fah­ren hin absu­chen. Wird ein Brand fest­ge­stellt, wird aus der Luft per Funk die Feu­er­wehr alar­miert und zur Brand­stel­le gelei­tet.

Den Ein­satz über­nimmt der Stütz­punkt Ans­bach-Peters­dorf der Luft­ret­tungs­staf­fel Bay­ern e.V. Beflo­gen wird dabei eine fest­ge­leg­te Rou­te, die von Erlan­gen-Dechs­endorf über Schnaitt­ach, Hers­bruck und Aller­s­berg bis nach Plein­feld führt. Von dort wird über Aben­berg, Nürn­berg-Moo­ren­brunn, Nürn­berg-Buchen­bühl und Erlan­gen-Ten­nen­lo­he, mit einer Schlei­fe über Ems­kir­chen, Wil­herms­dorf, Heils­bronn und Winds­bach wie­der zum Aus­gangs­punkt zurück­ge­flo­gen. Auf die­se Wei­se kön­nen die beson­ders gefähr­de­ten Wald­ge­bie­te, z. B. der Sebal­der und Loren­zer Reichs­wald bei Nürn­berg und auch das west­li­che Mit­tel­fran­ken aus der Luft gut ein­ge­se­hen und auf mög­li­che Rauch­ent­wick­lung kon­trol­liert wer­den. Gefähr­det sind vor allem lich­te Kie­fern­be­stän­de und von der Bevöl­ke­rung stark besuch­te Wäl­der in Bal­lungs­ge­bie­ten.

Die Regie­rung von Mit­tel­fran­ken trägt die tat­säch­li­chen Ein­satz­kos­ten für Ein­sät­ze der Luft­be­ob­ach­tung aus Mit­teln des Kata­stro­phen­schutz­fonds.

Wir appel­lie­ren an die Wald­be­su­cher, fol­gen­de Regeln ein­zu­hal­ten:

  • Wald­brän­de unver­züg­lich über die Not­ruf­num­mer 112 mel­den.
  • Rauch­ver­bot beach­ten: Das Rau­chen im Wald ist vom 1. März bis zum 31. Okto­ber ver­bo­ten.
  • Kein Feu­er (auch kein Grill­feu­er) im und am Wald ent­zün­den.
  • Kei­ne bren­nen­den Ziga­ret­ten aus dem Auto wer­fen.
  • Fahr­zeu­ge wegen der hei­ßen Fahr­zeug­ka­ta­ly­sa­to­ren kei­nes­falls auf leicht ent­zünd­ba­rem Unter­grund par­ken. Pkw, Kraft­rä­der und land­wirt­schaft­li­che Nutz­fahr­zeu­ge dür­fen des­halb nicht auf Wie­sen und Wald­we­gen abge­stellt wer­den.

Foto: Pix­a­bay