Hohe Waldbrandgefahr: Regierung von Mittelfranken ordnet Luftbeobachtung an

von | 28. Mai 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Die Regie­rung von Mit­tel­fran­ken hat in Abstim­mung mit dem regio­na­len Wald­brand­be­auf­trag­ten der Baye­ri­schen Forst­ver­wal­tung für Sams­tag, 30. Mai 2026 und Sonn­tag, den 31. Mai 2026 Luft­be­ob­ach­tung als Maß­nah­me der vor­beu­gen­den Wald­brand­be­kämp­fung für den Regie­rungs­be­zirk Mit­tel­fran­ken ange­ord­net.

Die Wald­brand­ge­fahr in Mit­tel­fran­ken hat in den ver­gan­ge­nen Tagen deut­lich zuge­nom­men. Haupt­ur­sa­che ist die fort­schrei­ten­de Abtrock­nung der obers­ten Boden­schich­ten in den Wäl­dern. Feh­len­de Nie­der­schlä­ge, anhal­tend hohe Tem­pe­ra­tu­ren und auf­fri­schen­der Wind ent­zie­hen dem Boden der­zeit schnell Feuch­tig­keit. In der Gesamt­schau ergibt sich dar­aus aktu­ell eine hohe Wald­brand­ge­fahr in der Regi­on. Bereits kleins­te Zünd­quel­len kön­nen aus­rei­chen, um Brän­de zu ver­ur­sa­chen. Ent­spre­chend ist beson­de­re Vor­sicht gebo­ten – sowohl im Wald selbst als auch in des­sen unmit­tel­ba­rer Umge­bung.

Nach Pro­gno­sen des Deut­schen Wet­ter­diens­tes (DWD) ist im Zeit­raum der Beflie­gung kei­ne grund­le­gen­de Ent­span­nung der Lage zu erwar­ten. Ohne ergie­bi­ge Nie­der­schlä­ge bleibt die Wald­brand­ge­fahr auf erhöh­tem Niveau.

Die Flü­ge fin­den in den Nach­mit­tags­stun­den statt, wenn die Wald­brand­ge­fahr durch die stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten der Bevöl­ke­rung am größ­ten ist. Wegen des schö­nen Wet­ters ist mit einer erhöh­ten Zahl von Aus­flüg­lern in Wald und Flur zu rech­nen.

Die Beflie­gung wird von ehren­amt­li­chen Pilo­ten der Luft­ret­tungs­staf­fel Mit­tel­fran­ken durch­ge­führt. Neben dem Pilo­ten befin­den sich spe­zi­ell aus­ge­bil­de­te Luft­be­ob­ach­ter der Feu­er­wehr und der Forst­be­hör­den an Bord. Sie über­wa­chen aus der Luft die rele­van­ten Wald­ge­bie­te und suchen gezielt nach mög­li­chen Brand­ge­fah­ren. Soll­te ein Brand ent­deckt wer­den, wird die Feu­er­wehr direkt aus der Luft per Funk alar­miert und zur Brand­stel­le gelei­tet.

Fol­gen­de Stütz­punk­te der Luft­ret­tungs­staf­fel über­neh­men die Ein­sät­ze: Ans­bach-Peters­dorf (Sams­tag), und Schwa­bach-Büchen­bach (Sonn­tag). Beflo­gen wird dabei eine fest­ge­leg­te Rou­te, die von Erlan­gen-Dechs­endorf über Schnaitt­ach, Hers­bruck und Aller­s­berg bis nach Plein­feld führt. Von dort wird über Aben­berg, Nürn­berg-Moo­ren­brunn, Nürn­berg-Buchen­bühl und Erlan­gen-Ten­nen­lo­he, mit einer Schlei­fe über Ems­kir­chen, Wil­herms­dorf, Heils­bronn und Winds­bach wie­der zum Aus­gangs­punkt zurück­ge­flo­gen. Auf die­se Wei­se kön­nen die beson­ders gefähr­de­ten Wald­ge­bie­te, z.B. der Sebal­der und Loren­zer Reichs­wald bei Nürn­berg und auch das west­li­che Mit­tel­fran­ken aus der Luft gut ein­ge­se­hen und auf mög­li­che Rauch­ent­wick­lung kon­trol­liert wer­den. Gefähr­det sind vor allem lich­te Kie­fern­be­stän­de und von der Bevöl­ke­rung stark besuch­te Wäl­der in Bal­lungs­ge­bie­ten.

Die Regie­rung von Mit­tel­fran­ken trägt die Ein­satz­kos­ten für Ein­sät­ze der Luft­be­ob­ach­tung aus Mit­teln des Kata­stro­phen­schutz­fonds.

Die Regie­rung appel­liert an die Wald­be­su­cher, fol­gen­de Regeln ein­zu­hal­ten:

Par­ken Sie Fahr­zeu­ge nicht auf leicht ent­zünd­ba­rem Unter­grund wie Wie­sen oder Wald­we­gen, da hei­ße Fahr­zeug­ka­ta­ly­sa­to­ren Brän­de aus­lö­sen kön­nen.

Mel­den Sie Wald­brän­de unver­züg­lich über die Not­ruf­num­mer 112.

Beach­ten Sie das Rauch­ver­bot im Wald: Vom 1. März bis zum 31. Okto­ber ist das Rau­chen im Wald unter­sagt.

Ent­zün­den Sie kein Feu­er (auch kein Grill­feu­er) im oder am Wald.

Wer­fen Sie kei­ne bren­nen­den Ziga­ret­ten aus dem Auto.

Foto: Pix­a­bay