IG BAU Mittelfranken: Junge Menschen sollen Mut zum „Ausbildungs-Kick“ haben

von | 17. August 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

55 Pro­zent der Arbeits­lo­sen unter 25 Jah­ren im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen ohne Berufs­ab­schluss

Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen — Es ist nie zu spät: Wer jetzt noch eine Berufs­aus­bil­dung sucht, hat gute Chan­cen. Ins­ge­samt bie­ten die Betrie­be im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen noch 385 Aus­bil­dungs­plät­ze. Dar­un­ter allein 29 im Bau­ge­wer­be. Außer­dem haben 4 Jugend­li­che noch die Chan­ce, eine Aus­bil­dung als Maler oder Lackie­rer anzu­fan­gen. Dar­auf hat die IG Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin­ge­wie­sen. Die IG BAU Mit­tel­fran­ken beruft sich dabei auf aktu­el­le Zah­len der Arbeits­agen­tur.

Das Spek­trum der frei­en Aus­bil­dungs­plät­ze sei breit. „Wich­tig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Aus­bil­dungs­be­trieb zu suchen. Denn mit einer Aus­bil­dung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufs­le­ben lang macht, in der Regel siche­rer und vor allem auch deut­lich bes­ser bezahlt“, sagt Bern­hard Heiz­mann. Der Vor­sit­zen­de der IG BAU Mit­tel­fran­ken rät allen ohne Berufs­aus­bil­dung, sich „doch noch den ‚Aus­bil­dungs-Kick‘ zu geben“.

Immer­hin haben nach Anga­ben des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes in Bay­ern rund 297.000 jun­ge Erwach­se­ne im Alter von 20 bis 34 Jah­ren kei­ne abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung und kei­nen Aus­bil­dungs­platz. Und 55 Pro­zent der Arbeits­lo­sen unter 25 Jah­ren im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen haben nach Anga­ben der Arbeits­agen­tur kei­nen Berufs­ab­schluss. Gera­de ihnen rät die IG BAU Mit­tel­fran­ken, sich noch ein­mal auf dem Aus­bil­dungs­markt umzu­se­hen. „Jetzt im August und Sep­tem­ber star­ten die Aus­bil­dun­gen. Aber selbst im Okto­ber stel­len Aus­bil­dungs­be­trie­be noch ein“, so Bern­hard Heiz­mann.

Die IG BAU Mit­tel­fran­ken rät Inter­es­sier­ten, eine Berufs­be­ra­tung zu nut­zen. Eine gute Adres­se, um sich zu ori­en­tie­ren, sei dabei die Jugend­be­rufs­agen­tur (JBA): www.servicestelle-jba.de. Außer­dem sei­en auch bei der Arbeits­agen­tur gute Tipps zu bekom­men – vor Ort oder digi­tal: www.arbeitsagentur.de/bildung. Das direk­te Bera­tungs­ge­spräch loh­ne sich immer, so die Gewerk­schaft.

„Außer­dem gilt: Mutig auf die Betrie­be zuge­hen. Wer direkt nach­fragt, holt oft auch etwas für sich her­aus – ein Prak­ti­kum, viel­leicht aber auch einen Aus­bil­dungs­platz. Wich­tig ist, dabei Fir­men aus­zu­su­chen, die fair aus­bil­den und bezah­len. Unter­neh­men also, bei denen es auch einen Tarif­ver­trag gibt“, rät Heiz­mann. Wer einen Aus­bil­dungs­platz suche, für den zäh­le vor allem der Beruf. Aber auch die Aus­bil­dungs­qua­li­tät und die Per­spek­ti­ven, die der Betrieb nach der Aus­bil­dung bie­te, sei­en wich­tig.

Bild­un­ter­schrift: IG BAU Mit­tel­fran­ken: Jun­ge Men­schen sol­len Mut zum „Aus­bil­dungs-Kick“ haben . Foto: IG Bau/ Flo­ri­an Göri­cke