IG BAU: „WSS – auf Wasser, Sonnencreme und Schatten kommt es an“

von | 17. Juli 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Für alle im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen, die unter pral­ler Son­ne arbei­ten: WSS-Regel

Wenn der Arbeits­schutz aus der Tube kommt: „Son­nen­creme satt“ – das ist für alle, die im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen unter frei­em Him­mel arbei­ten, extrem wich­tig. Dar­auf hat die IG BAU Mit­tel­fran­ken jetzt hin­ge­wie­sen. Die wich­tigs­te Som­mer-Regel dabei: „Ein­cre­men, ein­cre­men, ein­cre­men. Wenn die Son­ne kräf­tig scheint, heißt das: Licht­schutz­fak­tor 50. Und alle zwei Stun­den nach­cre­men. Denn inten­si­ver UV-Schutz ist das A und O gegen Haut­krebs“, rät Bern­hard Heiz­mann.

Der Vor­sit­zen­de der IG BAU Mit­tel­fran­ken warnt: „Es ist wich­tig, sich im Job nicht ver­bren­nen zu las­sen.“ Dar­auf soll­ten Mau­rer, Stra­ßen­bau­er und Dach­de­cker im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen genau­so ach­ten wie die Land­schafts­gärt­ne­rin oder der Ern­te­hel­fer. Übri­gens: „Oben ohne ist bei der Arbeit unter pral­ler Son­ne alles ande­re als sexy. Im Gegen­teil: Mög­lichst viel vom Kör­per soll­te mit Stoff bedeckt sein. Auch ein luft­durch­läs­si­ger Bau­ar­bei­ter­helm mit Nacken­schutz gehört zum Som­mer-Out­fit auf dem Bau“, macht Bern­hard Heiz­mann klar. Dafür habe der Arbeit­ge­ber zu sor­gen.

Genau­so wie für reich­lich Geträn­ke: „Auch das Durst­lö­schen bei Som­mer­hit­ze ist Sache des Chefs“, sagt Bern­hard Heiz­mann. Der Bezirks­chef der IG BAU Mit­tel­fran­ken for­dert alle Arbeit­ge­ber im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen auf, für eine „Geträn­ke-Flat­rate“ zu sor­gen, wenn deren Beschäf­tig­te tags­über drau­ßen sind. Bei schwe­rer Arbeit in gro­ßer Hit­ze rät die Gewerk­schaft, drei bis fünf Liter pro Tag zu trin­ken. „Es gilt die Faust­re­gel: alle 15 bis 20 Minu­ten ein vol­les Was­ser­glas. Ide­al sind Was­ser und kal­te Tees“, sagt Bern­hard Heiz­mann.

Auch regel­mä­ßi­ge Pau­sen im Schat­ten – zum Bei­spiel unter einem Son­nen­se­gel – sei­en wich­tig. „Außer­dem soll­ten Arbeits­zei­ten stär­ker in die frü­hen Mor­gen- oder Abend­stun­den gelegt wer­den“, rät Heiz­mann. Es gel­te die „WSS-Regel“: Was­ser, Son­nen­creme und Schat­ten – dar­auf kom­me es an. Außer­dem emp­fiehlt die IG BAU einen regel­mä­ßi­gen „Haut­krebs-Check“: Ein­mal pro Jahr soll­ten Men­schen, die regel­mä­ßig drau­ßen arbei­ten, zum Haut­arzt gehen, so die Gewerk­schaft.

Für alle, die unter frei­em Him­mel arbei­ten, hat die Berufs­ge­nos­sen­schaft der Bau­wirt­schaft (BG BAU) prak­ti­sche Tipps zum effek­ti­ven Son­nen- und Hit­ze­schutz: www.bgbau.de/service/angebote/arbeitsschutzpraemien/praemie/individueller-sonnen-und-hitzeschutz.

Bild­un­ter­schrift: Bloß reich­lich Was­ser trin­ken: Wer drau­ßen in der Som­mer­hit­ze arbei­tet, braucht jede Vier­tel­stun­de einen kräf­ti­gen Schluck Was­ser. „Dabei ist das Durst­lö­schen Sache des Chefs: Er muss näm­lich für eine ‚Geträn­ke-Flat­rate‘ sor­gen“, sagt Bern­hard Heiz­mann von der IG BAU Mit­tel­fran­ken. Foto: IG BAU/ Flo­ri­an Göri­cke