Instrument der unbegrenzten Möglichkeiten: Akkordeonale-Festival gastiert in der Kulturfabrik

von | 6. Mai 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Roth (red). Die Akkor­deo­na­le ist zurück: Nach drei Jah­ren Pan­de­mie-Aus fei­ert das belieb­te Fes­ti­val am Sams­tag, den 6. Mai, um 20.00 Uhr, in der Kul­tur­fa­brik sein Come­back. Mit einem Pro­gramm voll sprü­hen­dem Tem­pe­ra­ment, Esprit und Poe­sie ist es eine ein­zi­ge Lie­bes­er­klä­rung an die außer­ge­wöhn­li­che Musik-Box.

Dabei ver­zau­bert das Instru­ment kraft­voll und sub­til mit slo­we­ni­scher See­le, mit meis­ter­li­chem fran­zö­si­schem Tas­ten­zau­ber, mit afri­ka­nisch gefärb­ten Chan­sons über das Leben, mit dia­to­ni­schen Barock-Pra­li­nen mit Fuß­bass und Dudel­sack sowie nie­der­län­di­scher Klang­äs­the­tik und groo­vi­ger Per­kus­si­on. Pul­sie­ren­de Wech­sel von Soli und Ensem­ble­stü­cken und span­nen­de Inter­ak­tio­nen zwi­schen den Musiker*innen sind das Herz­stück jeder Akkor­deo­na­le. So unter­schied­lich die Per­sön­lich­kei­ten, kul­tu­rel­len Hin­ter­grün­den und Spiel­wei­sen auch sein mögen – die gemein­sa­me Spra­che Musik schafft eine leben­di­ge Ver­stän­di­gung, die sich nicht um Gren­zen und Tren­nen­des schert. Impro­vi­sa­ti­ons­ta­lent, Spon­ta­nei­tät und Spaß am gemein­sa­men Kon­zert las­sen aus dem musi­ka­li­schen Reich­tum jeder und jedes Ein­zel­nen etwas Neu­es bis jetzt noch nicht Gehör­tes ent­ste­hen. Mit dabei: Jure Tori aus Slo­we­ni­en, der den Spi­rit der pan­no­ni­schen Tief­ebe­ne, des Mit­tel­meers, der Alpen und des Bal­kans in sich trägt und mit der Inti­mi­tät sei­nes Solo-Akkor­de­ons die See­le berührt, die Fran­zö­sin Zabou Gué­rin, die bereits im Mut­ter­leib vom Klang des Akkor­de­ons mit­ge­ris­sen und sozu­sa­gen als Akkor­deo­nis­tin gebo­ren wur­de, Aïcha Tou­ré, die aus dem zen­tral­afri­ka­ni­schen Gabun stammt, in Paris lebt und mit ihrer Musik eine wun­der­ba­re Ver­bin­dung von afri­ka­ni­schen, latein­ame­ri­ka­ni­schen und fran­zö­si­schen Ein­flüs­sen erschafft, mit Ben­ja­min Macke aus Nord­frank­reich, der ein fast ver­ges­se­nes Instru­ment, den Bas­se aux Pieds (Fuß­bass) spielt und natür­lich: Drah­zie­her und Orga­ni­sa­tor der Akkor­deo­na­le Ser­vais Haa­nen aus den Nie­der­lan­den. Der Meis­ter fei­ner Klän­ge kom­po­niert und arran­giert die Ensem­ble-Stü­cke des Fes­ti­vals und führt durchs Pro­gramm. Sei­ne mit kno­chen­tro­cke­nem Humor gespick­te Mode­ra­tio­nen haben Kult­sta­tus. Mit Bir­git Born­au aus Flä­misch Bra­bant in Bel­gi­en mit ihrem Barock­du­del­sack und der mul­ti-sti­lis­ti­schen Cel­lis­tin und Sän­ge­rin Johan­na Stein aus Deutsch­land, die in Klas­sik, Jazz, Rock, Pop, Fusi­on oder Welt­mu­sik zuhau­se ist, wird das viel­sei­ti­ge und wun­der­bar unter­halt­sa­me Pro­gramm abge­run­det.

Kar­ten gibt es an den bekann­ten even­tim-Vor­ver­kaufs­stel­len, in Roth bei Bücher Gen­ni­ges und der Buch­hand­lung Feu­er­lein, online über kulturfabrik.de auf eventim.de sowie an der Abend­kas­se. Ermä­ßig­te Kar­ten gibt es aus­schließ­lich an der Abend­kas­se. Infos unter Tel. 09171 848–714.

Foto: Paul Mot­teau