Jahreshauptversammlung des SPD OV Weißenburg mit Neuwahlen des Vorstandes

von | 24. Mai 2024 | Altmühlfranken, Weißenburg

Wei­ßen­burg (red). Zur Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Wei­ßen­bur­ger SPD hat­te die ers­te Vor­sit­zen­de Lis­sy Peco­r­a­ro in das Gast­haus Casi­no gela­den und knapp 40 Orts­ver­eins­mit­glie­der folg­ten. Erfreu­lich war die hohe Betei­li­gung nicht nur, weil die­se das Inter­es­se an der Kom­mu­nal­po­li­tik abbil­de­te. Tur­nus­mä­ßig stan­den näm­lich auch Vor­stands­wah­len an und so war gewähr­leis­tet, dass der neu­zu­sam­men­ge­setz­te Vor­stand auf einer brei­ten Basis fuß­te.

Doch zunächst eröff­ne­te Lis­sy Peco­r­a­ro die Ver­samm­lung. Mit einem Blick auf die kürz­lich erfolg­ten Angrif­fe auf Poli­ti­ker stell­te sie die Bedeu­tung der Demo­kra­tie und des heu­er 75 Jah­re bestehen­den Grund­ge­setz­tes her­aus und gab sich kämp­fe­risch, die­se Wer­te wei­ter­hin ver­tei­di­gen zu wol­len. Erst dar­auf blick­te sie auf das ver­gan­ge­ne poli­ti­sche Jahr und auf die Aktio­nen des Orts­ver­eins zurück. Das Jubi­lä­um 150 Jah­re Wei­ßen­bur­ger SPD stand dabei natür­lich im Vor­der­grund. Damit war viel Arbeit ver­bun­den, doch die schö­nen Momen­te beim Fami­li­en­tag auf dem Markt­platz und dem fei­er­li­chen Fest­akt waren es mehr als wert. In die­sem Zusam­men­hang dank­te die Vor­sit­zen­de allen Vor­stands­kol­le­gen sowie
allen hel­fen­den Mit­glie­dern, die das Jubi­lä­um zum Erfolg mach­ten und sie bei der Her­aus­ga­be der Fest­schrift kräf­tig unter­stütz­ten. Als gelun­gen wur­de das tra­di­tio­nel­le Römer­brun­nen­fest ein­ge­stuft, bei dem eben­falls vie­le hel­fen­de Hän­de nötig waren und auch zur Ver­fü­gung stan­den. Zwei Mal aus­ver­kauft mel­de­te das Kino Wei­ßen­burg anläss­lich des Welt­frau­en­ta­ges im Febru­ar. Mit Unter­stüt­zung der Orts-SPD wur­de ein the­ma­tisch pas­sen­der Film gezeigt, der offen­sicht­lich auf gro­ßes Inter­es­se stieß. Auch die vor Kur­zem erfolg­ten Besu­che bei den Orts­teil­ver­samm­lun­gen merk­te Peco­r­a­ro posi­tiv an, hat­ten sich hier doch eini­ge jun­ge Mit­glie­der ange­schlos­sen, so dass die SPD immer zah­len­mä­ßig am stärks­ten von allen Wei­ßen­bur­ger Par­tei­en ver­tre­ten war.

Den Gruß­wor­ten des Ober­bür­ger­meis­ters der Stadt Wei­ßen­burg Jür­gen Schröp­pel, der Zah­len zum Haus­halt und zu aktu­el­len Vor­ha­ben der Stadt
berich­te­te, folg­te eine Gruß­bot­schaft des SPD-Kan­di­da­ten für das EU-Par­la­ment, Mat­thi­as Dorn­hu­ber. Die­ser konn­te aus ter­min­li­chen Grün­den nicht in Wei­ßen­burg sein, hat­te jedoch eine Video­bot­schaft auf­ge­zeich­net. In dies­er­mahn­te er an, den Rechts­ruck in Euro­pa zu ver­hin­dern und stell­te klar, dass eine Wahl von CDU/CSU eine unge­wis­se Zukunft brin­ge. Schließ­lich hat­te CDU-Poli­ti­ke­rin Ursu­la von der Ley­en eine  Zusam­men­ar­beit mit der rech­tem im EU-Par­la­ment nicht aus­ge­schlos­sen. „Wer SPD wählt, der weiß, was er bekommt. Sozia­le Poli­tik und ein gemein­schaft­li­ches Euro­pa!“, so sei­ne Aus­sa­ge. Bewe­gen­de Wor­te, die der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der Bay­ern SPD nach Wei­ßen­burg
schick­te.

Es folg­ten die Berich­te des Kas­sen­prü­fers Rai­ner Schröp­pel sowie der Kas­sen­prü­fer. Da eine ord­nungs­ge­mä­ße Kas­sen­füh­rung attes­tiert wer­den konn­te, wur­de dar­auf­hin der Vor­stand ent­las­tet. Die Neu­wah­len des Vor­stan­des lei­te­te Uwe Döb­ler, der die ver­schie­de­nen Vor­stands­pos­ten ein­zeln mit Wahl­zet­teln ermit­teln ließ. Lis­sy Peco­r­a­ro hat­te sich im Vor­feld der Ver­samm­lung bereits erklärt, noch­mals für zwei Jah­re dem Orts­ver­ein vor­zu­ste­hen, so dass sie ein­stim­mig wie­der­ge­wählt wur­de. Als ihre Stell­ver­tre­ter wur­de Rüdi­ger Schmidt im Amt bestä­tigt, neu dabei
ist Eva Reich­stadt als sei­ne Amts­kol­le­gin. Rai­ner Schröp­pel wird in bewähr­ter Wei­se auch in Zukunft die Kas­se füh­ren. Aus dem Vor­stand schie­den Mar­tin Britz und Chris­ti­an Kazor auf eige­nen Wunsch. Ihre Nach­fol­ger im Amt sind künf­tig Mar­tin Wag­ner als Schrift­füh­rer und Simon Sulk mit dem Zustän­dig­keits­be­reich der Öffent­lich­keits­ar­beit. Zudem wur­den noch 15 Bei­sit­ze­rin­nen und Bei­sit­zer gewählt. Eine beein­dru­cken­de Zahl, die zeigt, wie enga­giert die SPD in Wei­ßen­burg bei der Sache ist. Die neue und alte Vor­sit­zen­de bedank­te sich bei den schei­den­den Vor­stands­kol­le­gen und wünsch­te dem neu gebil­de­ten Vor­stand­ei­ne erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit. Dank der gro­ßen Unter­stüt­zung ist es
mög­lich, Ver­ant­wor­tung auf vie­le Schul­tern zu ver­tei­len und für die poli­ti­sche Arbeit in den nächs­ten Jah­ren, die auch die Kom­mu­nal­wahl beinhal­ten wer­den, gut gerüs­tet zu sein.

Frak­ti­ons­chef André Ben­gel gab im Anschluss einen Ein­blick in die Arbeit der Stadt­rä­tin­nen und Stadt­rä­te. Gro­ße Auf­ga­ben stan­den und ste­hen wei­ter­hin an. Über Hal­len­ba­dent­schei­dung bis zu Sig­wart­are­al, von Schu­len und Kin­der­gär­ten zum Bau­hof und zur Kar­me­li­ter­kir­che sind wich­ti­ge Wei­chen zu stel­len. Bei­al­le­dem sei nicht nur der Haus­halt der Stadt, son­dern auch der Kli­ma­schutz zu beden­ken. Eine Ver­kehrs­be­ru­hi­gung müs­se her, Flä­chen ent­sie­gelt und Auf­ent­halts­qua­li­tät gene­riert wer­den. Wie man Ben­gel kennt, kamen die­se The­men nicht ohne Sei­ten­hieb auf CSU und Freie Wäh­ler von sei­nen Lip­pen, denen die Auto­fah­rer und deren Bequem­lich­keit oft­mals ein höhe­res Gut dar­stel­le, als das Wohl­erge­hen von Mensch und Natur, was sich ja auch bei der ver­ge­be­nen Chance.Natur offen­bar­te. Gra­de das Tref­fen mit dem Jugend­par­la­ment Anfang der Woche habe gezeigt, wo die nächs­te Gene­ra­ti­on ihre Schwer­punk­te set­ze – eben bei lebens­wer­ten Innen­städ­ten, Natur- und Kli­ma­schutz. Mit einem Appell an alle, die Kli­ma­zie­le nicht außer Acht zu las­sen und sich selbst in die Pflicht zu neh­men ende­te er sei­ne gewohnt mit­rei­ßen­de
und humor­voll-mah­nen­de Anspra­che. Nach zwei Stun­den ende­te die Ver­samm­lung und die SPD Wei­ßen­burg kann mit einem neu­en Vor­stand,
moti­vier­ten Mit­glie­dern und ganz viel Taten­drang opti­mis­tisch in die Zukunft schau­en.

Bild­un­ter­schrift: Der neue Vor­stand: (v. l.) Rüdi­ger Schmidt, Mar­tin Wag­ner, Lis­sy Peco­r­a­ro, Rai­ner Schröp­pel, Simon Sulk, Eva Reich­stadt), des erwei­ter­ten Vor­stan­des mit den Bei­sit­zern sowie der Vor­sit­zen­den Lis­sy Peco­r­a­ro. Foto: SPD-WUG