Klassik am See – Eine Jubiläumsreise rückt immer näher

von | 6. Juni 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Nürn­berg (red). Jubi­lä­ums­kon­zert mit Star­gast Albrecht May­er: Klas­sik am See – Eine Jubi­lä­ums­rei­se rückt immer näher. Am 29. Juli 2023 um 20.00 Uhr lädt der Klas­sik­kul­tur e.V. an den Dechs­endor­fer Wei­her zu einer musi­ka­li­schen Rei­se durch Barock, Klas­sik und Roman­tik ein. Ein­lass des Kon­zert­abends ist um 18.00 Uhr, das Kon­zert beginnt um 20.00 Uhr. Neben Star­gast Albrecht May­er gestal­tet eine Viel­zahl renom­mier­ter Musi­ke­rin­nen und Musi­ker die­sen Abend mit Wer­ken von Johann Sebas­ti­an Bach, Lud­wig van Beet­ho­ven und Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy.

Vor­freu­de beim Pres­se­ter­min am See
Bei einem Pres­se­ter­min zu Klas­sik am See und Jazz am See direkt am Dechs­endor­fer Wei­her tra­fen sich am 22. Mai Spon­so­ren, Schirm­her­ren, Pres­se­ver­tre­ter, Vor­stand, Pro­jekt­lei­ter und Mit­ar­bei­ter des Ver­eins sowie der Star­gast des Klas­sik-Abends, Albrecht May­er. Bei her­vor­ra­gen­dem Wet­ter gaben Ver­ein und Künst­ler einen klei­nen Rück­blick sowie einen vor­freu­di­gen Aus­blick auf die nahen­den Kon­zert­aben­de. Die Vor­stän­de Tors­ten Goods und Veit Kut­zer dank­ten ins­be­son­de­re den Spon­so­ren noch ein­mal herz­lich: Ihre lang­jäh­ri­ge ver­trau­ens­vol­le Unter­stüt­zung für die­se bei­den ein­zig­ar­ti­gen Kul­tur-Events sind maß­geb­li­che Säu­len und ermög­li­chen erst die Kon­zer­te am See. Der extra aus Ber­lin ange­reis­te Star­gast, Solo-Obo­ist und Diri­gent Albrecht May­er
berich­te­te vol­ler Vor­freu­de über das Jubi­lä­ums­pro­gramm und über sei­nen Aus­tausch mit dem Mit­grün­der und musi­ka­li­schen Lei­ter für Klas­sik, Ronald Scheu­er: über eine Werk­aus­wahl, die einen Quer­schnitt durch bekann­te und belieb­te Wer­ke der Klas­sik dar­stellt. Die wun­der­schö­ne Kulis­se des Sees spielt am Jubi­lä­ums­abend nicht nur eine opti­sche Rol­le, son­dern hat auch, wie Albrecht May­er beton­te, eine wich­ti­ge akus­ti­sche Funk­ti­on. Die See­büh­ne darf zurecht als „Kon­zert­saal im Frei­en“ bezeich­net wer­den.

Obo­ist Albrecht May­er spielt und diri­giert in sei­ner Geburts­stadt
Für das Jubi­lä­ums­kon­zert 2023 konn­te ein in Erlan­gen gebo­re­ner und inter­na­tio­nal gefei­er­ter Künst­ler gewon­nen wer­den: Der welt­be­kann­te Obo­ist und Diri­gent und mehr­fa­che Echo-Klas­sik-Preis­trä­ger Albrecht May­er kehrt für Klas­sik am See in sei­ne Geburts­stadt Erlan­gen zurück. Als Solo-Obo­ist der Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­ker sowie als Solist und Diri­gent vie­ler Orches­ter und Ensem­bles hat er zahl­rei­che CDs ver­öf­fent­licht und ist sowohl in der New Yor­ker Car­ne­gie Hall als auch in den deut­schen Klas­sik-Charts (sowie den Pop­mu­sik-Charts) zuhau­se. Für sei­ne CD-Ein­spie­lung “Mozart“ erhielt Albrecht May­er 2022 in der Kate­go­rie “Bes­te Kon­zert­ein­spie­lung“ den OPUS KLASSIK.

Das Orches­ter
Als Fes­ti­val­or­ches­ter konn­te der Klas­sik­kul­tur“ in die­sem Jahr die Böh­mi­sche Kam­mer­phil­har­mo­nie Par­du­bice, eines der füh­ren­den Orches­ter Tsche­chi­ens, gewin­nen. In den letz­ten Jahr­zehn­ten hat das Orches­ter mit ver­schie­dens­ten, welt­be­kann­ten Diri­gen­ten gear­bei­tet und ist in gro­ßen euro­päi­schen Kon­zert­sä­len wie dem Wie­ner Musik­ver­ein, dem Fest­spiel­haus Salz­burg, der Phil­har­mo­nie am Gas­teig, aber auch in Japan und den USA auf­ge­tre­ten. Der slo­wa­ki­sche, inter­na­tio­nal bekann­te Diri­gent Peter Feran­ec ist seit 2014 Künst­le­ri­scher Lei­ter der Kam­mer­phil­har­mo­nie.

Diri­gent und Chor
Der Diri­gent des Jubi­lä­ums­abends und Chor­lei­ter Ronald Scheu­er ist (gemein­sam mit Jan Din­ger) Grün­der von Klas­sik am See sowie mehr­ma­li­ger Diri­gent der See­kon­zer­te. Zuvor lang­jäh­rig künst­le­ri­scher Vor­stand des Klas­sik­kul­tur e.V., ist er der­zeit künst­le­ri­scher Lei­ter von Klas­sik am See und Prä­si­dent des För­der­ver­eins „Freun­de der Erlan­ger See­kon­zer­te“.

Zwei Chö­re ver­ei­nen ihre Stim­men zu einem über hun­dert­köp­fi­gen Fes­ti­val­chor: der Phil­har­mo­ni­sche Chor Her­zo­gen­au­rach und der Phil­har­mo­ni­sche Chor Nürn­berg. Der Phil­har­mo­ni­sche Chor Her­zo­gen­au­rach wur­de 1994 von Ronald Scheu­er als „pro­jekt­chor her­zo­gen­au­rach“ gegrün­det. Als rei­ner Kon­zert­chor hat er sich zum Ziel gesetzt, Chor­li­te­ra­tur vom Barock bis zur Moder­ne zur Auf­füh­rung zu brin­gen. Seit 20 Jah­ren singt der Chor bei allen „Klas­sik am See“-Konzerten mit Chor­be­tei­li­gung.

Der Phil­har­mo­ni­sche Chor Nürn­berg ist einer der füh­ren­den Kon­zert­chö­re der Regi­on und wur­de 1966 vom frü­he­ren Musik­di­rek­tor am Opern­haus Dr. Max Loy gegrün­det. Der Chor bringt gro­ße Chor­li­te­ra­tur bis zur Roman­tik eben­so wie zeit­ge­nös­si­sche Wer­ke und Chor­par­tien aus Oper und Ope­ret­te zu Gehör. Der leis­tungs­star­ke Chor tourt inner- und außer­eu­ro­pä­isch und kon­zer­tier­te mit renom­mier­ten Orches­tern.

Solist*innen Gesang
In Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dys 2. Sin­fo­nie „Lob­ge­sang“ sind die drei Solist*innen Karo­la Sophia Schmid (Sopran 1), Gene­viè­ve Tschu­mi (Sopran 2) und Andre­as Wel­ler (Tenor) zu hören.
Karo­la Sophia Schmid ist im Kon­zert- und Lied­fach sowie in Barock­opern mit einem brei­ten Reper­toire zuhau­se. Sie singt regel­mä­ßig Sopran­par­tien gro­ßer Stan­dard­wer­ke. Gene­viè­ve Tschu­mi ist mehr­fach aus­ge­zeich­ne­te Mez­zo­so­pra­nis­tin. Neben gro­ßen Wer­ken von Mozart, Bach, Men­dels­sohn Bar­thol­dy oder Brahms steht sie regel­mä­ßig in Opern­rol­len auf der Büh­ne und geht
sowohl in Deutsch­land als auch inter­na­tio­nal auf Kon­zert­rei­sen. Andre­as Wel­ler bril­liert inter­na­tio­nal in Ora­to­ri­en und arbei­tet mit renom­mier­ten Chö­ren, Ensem­bles und Orches­tern zusam­men – in Deutsch­land und welt­weit. Auch auf Fes­ti­vals von Paris über Bres­lau bis Toron­to und Lau­sanne hört man den Preis­trä­ger meh­re­rer Gesangs­wett­be­wer­be.

Das Pro­gramm: Bach, Beet­ho­ven und Men­dels­sohn Bar­thol­dy
Anspruch und Wunsch der Grün­der 2003 ist es, hoch­ka­rä­ti­ge Musik in der ein­zig­ar­ti­gen, stim­mungs­vol­len Natur­ku­lis­se am Dechs­endor­fer Wei­her zu prä­sen­tie­ren und dank einer geschick­ten Werk­aus­wahl regio­na­le und inter­na­tio­na­le Künst­ler zusam­men zu füh­ren, die sich gegen­sei­tig inspi­rie­ren – so auch 2023. Sorg­sam kom­po­niert die musi­ka­li­sche Lei­tung von Klas­sik am See stets ein Pro­gramm, das durch einen musi­ka­li­schen roten Faden einen ganz beson­de­ren Cha­rak­ter erhält. Gemein­sam mit dem dies­jäh­ri­gen Fes­ti­val­or­ches­ter, der Böh­mi­schen Kam­mer­phil­har­mo­nie Par­du­bice, eröff­net Albrecht May­er den Abend mit dem „Kon­zert für Oboe d‘amore und Orches­ter“ von Johann Sebas­ti­an Bach (BWV 1055) als Solist und Lei­ter. Das Werk bringt bereits zu Beginn den tona­len Umfang der Oboe d‘amore in die Tie­fe in einem mar­kan­ten Solo­the­ma zur Gel­tung.

Anschlie­ßend diri­giert Albrecht May­er eine der belieb­tes­ten klas­si­schen Sin­fo­nien: Lud­wig van Beet­ho­vens revo­lu­tio­nä­re 3. Sin­fo­nie „Eroi­ca“. Die Eroi­ca, Lud­wig van Beet­ho­vens musi­ka­li­sches Hel­den­epos, ist nicht nur eines der belieb­tes­ten und meist­ge­spiel­ten Wer­ke des Kom­po­nis­ten – es gilt auch als Zei­ten­wen­de in Beet­ho­vens Kom­po­si­ti­ons­stil. Im zwei­ten Teil nach der Pau­se erklingt unter der Lei­tung von Ronald Scheu­er, Mit­grün­der und künst­le­ri­scher Lei­ter von Klas­sik am See, die 2. Sin­fo­nie (Lob­ge­sang) von Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy für Soli, Chor und
Orches­ter. Bei die­sem Werk fusio­nie­ren der Phil­har­mo­ni­sche Chor Her­zo­gen­au­rach und der Phil­har­mo­ni­sche Chor Nürn­berg zu einem über hun­dert­köp­fi­gen Fes­ti­val­chor. Die Sin­fo­nie­kan­ta­te aus der Feder einer der prä­gends­ten Kom­po­nis­ten der Roman­tik beschließt den Abend und macht den Weg von der Dun­kel­heit zum Licht ein­dring­lich erleb­bar, wenn der Chor zu einem ergrei­fend-strah­len­den „Die Nacht ist ver­gan­gen!“ anhebt.

Jubi­lä­um
2023 ist für den Ver­ein Klas­sik­kul­tur e.V. in vie­ler­lei Hin­sicht ein beson­de­res Jahr: Der Ver­ein fei­ert am Sams­tag, den 29. Juli 2023 das zwan­zig­jäh­ri­ge Bestehen von Klas­sik am See und kehrt zudem nach dem durch die Coro­na-Pan­de­mie beding­ten Aus­weich-Kon­zert­ort an den Dechs­endor­fer Wei­her zurück. 2003 ver­an­stal­te­te der Ver­ein zum ers­ten Mal Klas­sik am See am Dechs­endor­fer Wei­her in Erlan­gen – das Event hat sich seit­dem zu einer der bekann­tes­ten und größ­ten Ver­an­stal­tun­gen sei­ner Art in der Regi­on ent­wi­ckelt. Gera­de durch die star­ke regio­na­le
Ver­or­tung konn­te der Ver­ein in den letz­ten 20 Jah­ren eine gro­ße Fan­ge­mein­de in der Metro­pol­re­gi­on und dar­über hin­aus eta­blie­ren. Dank der Stadt Erlan­gen sowie wei­te­rer pri­va­ter Kul­tur­för­de­rer sieht der Ver­ein sei­ner Zukunft als kul­tu­rel­ler Mit­ge­stal­ter der Regi­on posi­tiv ent­ge­gen.

Klas­sik am See: Kul­tur­ge­nuss in pracht­vol­ler Natur
„Klas­sik am See“ hat mit dem Erlan­ger Dechs­endor­fer Wei­her einen unver­gleich­li­chen Kon­zert­ort zu bie­ten. Her­aus­ra­gen­de Ton- und Licht­tech­nik, Video­lein­wän­de für ein per­fek­tes Klas­sik-Erleb­nis bis in die letz­te Rei­he, ein fes­ter Boden, eine Tri­bü­ne mit genü­gend Plät­zen für alle Klas­sik­fans und ein exqui­si­tes kuli­na­ri­sches Ange­bot machen das bekann­te Klas­sik-Open Air zu einem Abend der Extra­klas­se. Aus­nah­me­künst­ler, ein Ort mit Atmo­sphä­re und per­fek­te Infra­struk­tur: Klas­sik am See zieht seit 20 Jah­ren kul­tur­be­geis­ter­te Men­schen aus der gan­zen Regi­on an.

Über Klas­sik am See
„Klas­sik am See“ ist ein klas­si­sches Kon­zert für Orches­ter, Chor und Solist*innen unter frei­em Him­mel. 2023 fin­det das Open-Air-Kon­zert wie­der am Dechs­endor­fer Wei­her statt. Seit der Pre­mie­re im Juli 2003 erfreut sich die Ver­an­stal­tung größ­ter Beliebt­heit. Die bis­her in der Regel aus­ver­kauf­ten Ver­an­stal­tun­gen besuch­ten über 45.000 Gäs­te. „Klas­sik am See“ zählt damit zu den größ­ten bestuhl­ten Klas­sik­ver­an­stal­tun­gen in Bay­ern. Die Visi­on des Ver­an­stal­ters war es von Anfang an, den Besu­chern ein außer­ge­wöhn­li­ches Kon­zert­er­eig­nis zu bie­ten. Statt Pick­nick­korb und
Lie­ge­de­cke soll­te „Klas­sik am See“ für ein exklu­si­ves Kon­zert­er­leb­nis in frei­er Natur ste­hen, das sei­nen Gäs­ten auch jene Vor­zü­ge bie­tet, die sie bei­spiels­wei­se bei einem Kon­zert­be­such im Opern­haus vor­fin­den wür­den. Vor­aus­set­zung hier­für ist ein zukunfts­ori­en­tier­tes Kon­zept, wel­ches in hohem Maße von Spon­so­ren und För­de­rern getra­gen wird, ohne die die Pro­jek­te am See nicht mög­lich wären. Dem Klas­sik­kul­tur e.V. ist ein För­der­ver­ein ange­glie­dert. Hier kön­nen sich Per­so­nen und Unter­neh­men lang­fris­tig enga­gie­ren

Foto: Kili­an Reil