Kostenloses Mittagessen in Kitas und Schulen gefordert

von | 11. Oktober 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Gesun­de Ernäh­rung und „fai­res Essen“ für Kin­der im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen
Für 81 Kitas und 29 Schu­len im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen kos­ten­lo­ses Mit­tag­essen gefor­dert

(red). Mit­tags was Ordent­li­ches auf dem Tel­ler – zum Null­ta­rif: In den Kitas und Schu­len im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen soll es ein kos­ten­lo­ses Mit­tag­essen geben. Das for­dert die Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG). „Eine war­me Mahl­zeit, die Eltern nicht aus dem eige­nen Porte­mon­naie bezah­len müs­sen, ist der bes­te Garant für eine gesun­de Ernäh­rung für alle Kin­der und Jugend­li­chen – unab­hän­gig davon, was zuhau­se auf den Tisch kommt. Ein Umsonst-Essen in Kin­der­gär­ten und Schu­len bie­tet die Chan­ce, das Risi­ko einer Man­gel­er­näh­rung zu redu­zie­ren – und damit auch eine zu ein­sei­ti­ge Ernäh­rung aus­zu­brem­sen“, sagt Regi­na Schle­ser von der NGG Nürn­berg-Fürth. Das wäre ein „gesun­der Schritt nach vorn“ in den 81 Kin­der­gär­ten und 29 öffent­li­chen Schu­len im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen.

Die NGG Nürn­berg-Fürth appel­liert an die Lan­des­re­gie­rung Bay­ern, die Wei­chen für kos­ten­lo­se Mit­tag­essen in Kin­der­gär­ten und Schu­len zu stel­len. Auch für den Bür­ger­rat aus 160 per Los ermit­tel­ten Mit­glie­dern hat eine gesun­de Ernäh­rung für alle Schü­ler und Kin­der­gar­ten­kin­der hohe Prio­ri­tät: Er hat ein kos­ten­lo­ses Mit­tag­essen in Kitas und an Schu­len emp­foh­len.

Ent­schei­dend beim Mit­tag­essen zum Null­ta­rif ist aller­dings, so die NGG Nürn­berg-Fürth, bei der Aus­wahl der Cate­rer auf zwei wich­ti­ge Punk­te zu ach­ten: „Es geht um gesun­des Essen – also um eine gute Qua­li­tät bei den Zuta­ten und beim Zube­rei­ten. Aber auch um fai­res Essen. Also dar­um, dass die Men­schen, die in der Groß­kü­che arbei­ten, die den Trans­port machen und das Mit­tag­essen aus­ge­ben, fair bezahlt wer­den. Und fai­re Bezah­lung bedeu­tet: Tarif­lohn. Dar­auf müs­sen die Kom­mu­nen im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen auch heu­te schon unbe­dingt ach­ten“, for­dert NGG-Geschäfts­füh­re­rin Schle­ser.

Um über­all in Bay­ern bei öffent­li­chen Auf­trä­gen die Bezah­lung per Tarif­lohn zu garan­tie­ren, müs­se „Söder end­lich ein baye­ri­sches Tarif­treue­ge­setz auf den Weg brin­gen“. Regi­na Schle­ser wirft der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung vor, „ande­ren Bun­des­län­dern gewal­tig hin­ter­her­zu­hin­ken“. Die NGG-Geschäfts­füh­re­rin appel­liert dabei auch an die hei­mi­schen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten: „Es wird Zeit, Bay­ern von Ber­lin aus auf die Sprün­ge zu hel­fen. Immer­hin ist ein Bun­des­ta­rif­treue­ge­setz ein Ver­spre­chen der Ampel-Regie­rung. Wenn Bay­ern es nicht allei­ne schafft, muss der Bund eben nach­hel­fen.“

Neben dem wich­ti­gen Aspekt einer gesun­den Ernäh­rung kom­me ein wei­te­rer Punkt hin­zu: „In vie­len Fami­li­en gibt es den Druck, mit­tags zu Hau­se frisch zu kochen, um den Kin­dern ein gutes Essen zu bie­ten. Ent­we­der, weil eine Ganz­tags­be­treu­ung – und damit das Mit­tag­essen – fehlt. Oder ganz ein­fach, um Geld zu spa­ren. Wenn sich das durch ein kos­ten­lo­ses Mit­tag­essen für alle im Kin­der­gar­ten und in der Schu­le erle­digt, dann haben auch berufs­tä­ti­ge Eltern die Chan­ce, sich stär­ker im Job – ob im Betrieb oder im Home­of­fice – zu enga­gie­ren“, so Regi­na Schle­ser.

Foto: Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG) — Regi­on Nürn­berg-Fürth