Kriminelle versenden Post im Namen des Bundeszentralamts für Steuern

von | 1. Juli 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Zur­zeit sind wie­der Kri­mi­nel­le am Werk, die ver­su­chen, die Kon­to­da­ten von Steu­er­zah­lern abzu­grei­fen. Wie die Lohn­steu­er­hil­fe Bay­ern (Lohi) mit­teilt, ver­sen­den sie Schrei­ben im Namen des Bun­des­zen­tral­amts für Steu­ern sowohl als Brief­post als auch als E‑Mail mit einem PDF-Anhang. Doch die­se Schrei­ben sind gefälscht! Das Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern kon­tak­tiert Steu­er­zah­ler nie­mals direkt und fragt kei­ne Daten über einen Link ab. Per­sön­li­che Daten oder die Bank­ver­bin­dung soll­ten unter kei­nen Umstän­den über den ange­ge­be­nen Link ein­ge­ge­ben wer­den. Andern­falls kön­nen die Iden­ti­tät und das Bank­kon­to miss­braucht wer­den und es kann zu unbe­rech­tig­ten Abbu­chun­gen kom­men.

Dar­an erken­nen Betrof­fe­ne die Fäl­schun­gen

Um den gefälsch­ten Schrei­ben einen offi­zi­el­len Cha­rak­ter zu ver­lei­hen, benut­zen die Kri­mi­nel­len das Logo und die Adres­se des Bun­des­zen­tral­amts für Steu­ern. „Steu­er­zah­ler wer­den aus­schließ­lich von ihrem ört­li­chen Finanz­amt kon­tak­tiert“, dar­auf weist die Lohi hin. Die­ser Absen­der ist das deut­lichs­te Kenn­zei­chen, dass es sich bei die­sen Brie­fen und E‑Mails um Fäl­schun­gen han­delt. In dem Schrei­ben for­dern die Betrü­ger dazu auf, die eige­ne IBAN zu veri­fi­zie­ren, um die Kor­rekt­heit der Bank­ver­bin­dung zu bestä­ti­gen und ein angeb­li­ches SEPA-Last­schrift­man­dat durch­zu­füh­ren. Jedoch muss die in der Steu­er­erklä­rung ange­ge­be­ne Kon­to­ver­bin­dung nicht veri­fi­ziert wer­den.

Wei­ter­hin bau­en die Betrü­ger Druck auf die Emp­fän­ger auf, indem sie eine Bestä­ti­gung der per­sön­li­chen Daten bin­nen fünf Tagen ver­lan­gen. Um eine Bestä­ti­gung vor­han­de­ner Daten geht es dabei aber nicht. Die Kri­mi­nel­len erfas­sen erst­ma­lig per­sön­li­che Daten, wie Geburts­da­tum, Anschrift und Kon­to­ver­bin­dung, über einen Link mit dem Namen „elster-amt.com“, der auf eine gefälsch­te Web­site führt. Dies ist ein wei­te­res deut­li­ches Merk­mal, dass es sich bei der Post um eine Fäl­schung han­delt, denn Finanz­äm­ter for­dern kei­ne Daten per Link an. Digi­ta­le Benach­rich­ti­gun­gen des Finanz­amts erschei­nen ent­we­der im Els­ter-Por­tal oder in der Els­ter-App. Eine direkt adres­sier­te E‑Mail oder ein Brief mit einem Link soll­ten grund­sätz­lich miss­trau­isch machen.

Schlüs­sel­wör­ter:  Phis­hing, Betrugs­ma­sche, fal­sche Schrei­ben, Daten­ab­griff, gefälsch­te Web­site, Online-Betrug, Ver­brau­cher­war­nung

Über die Lohi — Lohn­steu­er­hil­fe Bay­ern e. V.Die Lohi (Lohn­steu­er­hil­fe Bay­ern e. V.) mit Haupt­sitz in Mün­chen wur­de 1966 als Lohn­steu­er­hil­fe­ver­ein gegrün­det und ist mit rund 300 Bera­tungs­stel­len bun­des­weit aktiv. Mit über 700.000 Mit­glie­dern ist der Ver­ein einer der größ­ten Lohn­steu­er­hil­fe­ver­ei­ne in Deutsch­land. Die Lohi zeigt Arbeit­neh­mern, Rent­nern und Pen­sio­nä­ren – im Rah­men einer Mit­glied­schaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG – alle Mög­lich­kei­ten auf, Steu­er­vor­tei­le zu nut­zen.

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