Leichte Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt — Arbeitslosigkeit geringer und mehr neue Stellen als im Vormonat

von | 28. März 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). „Im März nahm die Zahl der arbeits­los­ge­mel­de­ten Men­schen im Ver­gleich zum Vor­mo­nat ab. Gleich­wohl fiel die­se sai­so­nal übli­che Ent­wick­lung heu­er schwä­cher aus als in den Vor­jah­ren. Ursa­che dafür ist die anhal­ten­de schwie­ri­ge wirt­schaft­li­che Lage“, erläu­tert Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Ans­bach-Wei­ßen­burg.

„Gleich­zei­tig mel­de­ten die Arbeitgeber*innen mehr neue Stel­len als im Vor­mo­nat. Nahe­zu drei Vier­tel der neu gemel­de­ten Stel­len erfor­dern eine Berufs­aus­bil­dung oder eine höhe­re Qua­li­fi­ka­ti­on. Die Nach­fra­ge nach Fach­kräf­ten bleibt also unge­bro­chen. Dem­entspre­chend för­dern wir die Wei­ter­bil­dung von arbeits­los gemel­de­ten Men­schen genau­so wie von Beschäf­tig­ten“, erklärt Wol­fin­ger.

Mehr neu gemel­de­te Stel­len als im Vor­mo­nat

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­centern 1.072 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Im Vor­mo­nats­ver­gleich sind das 72 (7,2 Pro­zent) mehr und im Vor­jah­res­ver­gleich 22 (2,0 Pro­zent) weni­ger.

Der größ­te Anteil an neu gemel­de­ten Stel­len kam mit 198 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 192, im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen wur­den 160 und im Groß- und Ein­zel­han­del 93 Stel­len neu gemel­det. Die öffent­li­che Ver­wal­tung mel­de­te 64, das Gast­ge­wer­be 52 und das Bau­ge­wer­be 51 neue Stel­len.

Weni­ger arbeits­los gemel­det bei Agen­tur für Arbeit als im Vor­mo­nat, nahe­zu genau­so vie­le bei Job­cen­tern

Von den ins­ge­samt 8.319 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 4.559 und damit 54,8 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, 260 weni­ger als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind um 614 bezie­hungs­wei­se 15,6 Pro­zent gestie­gen.

Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.760 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind nahe­zu genau­so vie­le wie im Vor­mo­nat. Zum Vor­jahr errech­net sich eine Zunah­me um 104 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 2,8 Pro­zent.

Aus­bil­dungs­markt: Zahl der Bewerber*innen kon­stant

Zur Mit­te des aktu­el­len Berichts­jahrs (Okto­ber 2023 bis Sep­tem­ber 2024) sind 2.408 Bewerber*innen bei der Berufs­be­ra­tung gemel­de­te. Das sind etwa genau­so vie­le wie vor einem Jahr. 1.223 Bewerber*innen und damit rund 51 Pro­zent sind noch unver­sorgt, also noch ohne Aus­bil­dungs­platz. Im Jahr zuvor waren es rund 55 Pro­zent.

Auf der ande­ren Sei­te sind im März 3.768 Aus­bil­dungs­stel­len gemel­det. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht das einer Abnah­me um 4,6 Pro­zent. Davon sind 2.526 also rund 67 Pro­zent noch unbe­setzt. Im Jahr zuvor waren es mit rund 64 Pro­zent etwas weni­ger.

Stadt und Landkreise

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,9 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,1 Pro­zent, Vor­jahr: 3,8 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 98 gesun­ken und liegt bei 2.111, was einem Plus von 69 Per­so­nen im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 172 neue Stel­len, das sind 17 mehr als vor einem Monat und 27 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.190 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +32; Vor­jahr: ‑108).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.062 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 81 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind mit 1.049 Per­so­nen 17 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 125 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 56 Per­so­nen ab.

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,1 Pro­zent (Vor­mo­nat: 5,0 Pro­zent und Vor­jahr: 4,5 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 13 gestie­gen und liegt jetzt bei 1.210 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 134 zu.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 183 neue Stel­len, das sind 17 mehr als vor einem Monat und vier weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 806 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +22; Vor­jahr: +52).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 509 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind nahe­zu genau­so vie­le wie vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind 701 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit neun mehr als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 77 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 57 Per­so­nen.

 Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,9 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,0 Pro­zent und Vor­jahr: 2,7 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 99 ab und liegt jetzt bei 3.190. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 333 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im März mit 425 neu­en Stel­len 68 mehr als vor einem Monat und neun mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 2.260 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +66; Vor­jahr: ‑82).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 1.919 Per­so­nen 117 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind mit 1.271 Men­schen 18 mehr arbeits­los gemel­det als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 279 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 54 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,5 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,6 Pro­zent, Vor­jahr: 2,2 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.808 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 72 gesun­ken. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist sie um 182 gestie­gen.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 292 neue Stel­len, das sind 30 weni­ger als vor einem Monat und genau­so vie­le wie vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.641 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +3; Vor­jahr: ‑324).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.069 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 66 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 739 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, nahe­zu genau­so vie­le wie im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 133 Per­so­nen und im Bereich des Job­cen­ters um 49 Per­so­nen zuge­nom­men.

Foto: Bri­git­te Dorr