Massen-Anschreiben eines Anbieters irritiert Kund*innen

von | 10. September 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Smart-Meter-Ange­bo­te wett­be­werb­li­cher Betrei­ber: Was ist zu tun

In den ver­gan­ge­nen Wochen kam es im Kun­den­ser­vice der N‑ERGIE Netz GmbH ver­mehrt zu Anfra­gen von Kund*innen zum The­ma Smart-Meter-Ein­bau. Vie­le waren durch den Brief eines wett­be­werb­li­chen Mess­stel­len­be­trei­bers ver­un­si­chert.

Im behörd­lich wir­ken­den Anschrei­ben eines Anbie­ters mit offi­zi­ell klin­gen­dem Namen wird der kos­ten­lo­se Ein­bau eines intel­li­gen­ten Strom­zäh­lers, eines soge­nann­ten Smart Meters, ver­spro­chen und Hand­lungs­druck sug­ge­riert. Wie ist damit umzu­ge­hen? Die N‑ERGIE Netz GmbH ist der grund­zu­stän­di­ge Mess­stel­len­be­trei­ber in Nürn­berg und wei­ten Tei­len Mit­tel­fran­kens und klärt auf.

Ver­brau­cher­schutz übt Kri­tik

Die Ver­brau­cher­zen­tra­le hat jüngst auf die mas­sen­haft ver­sand­ten Anschrei­ben von wett­be­werb­li­chen Mess­stel­len­be­trei­bern reagiert und weist dar­auf hin, dass Verbraucher*innen kei­ner­lei Hand­lungs­druck unter­lie­gen.

Des Wei­te­ren betont die Ver­brau­cher­zen­tra­le, dass der Betrieb von intel­li­gen­ten Strom­zäh­lern bei wett­be­werb­li­chen Mess­stel­len­be­trei­bern nicht regu­liert ist. Das Ent­gelt darf damit höher lie­gen als bei den grund­zu­stän­di­gen Mess­stel­len­be­trei­bern, die sich strikt an Preis­ober­gren­zen hal­ten müs­sen.

Nicht auto­ma­tisch güns­ti­ger

Zustän­dig für den – in der Regel kos­ten­lo­sen – Ein­bau von intel­li­gen­ten Strom­zäh­lern sind die regio­na­len Stadt- und Gemein­de­wer­ke, bezie­hungs­wei­se die Netz­be­trei­ber vor Ort. Verbraucher*innen, die nicht auf den mög­lichst schnel­len Ein­bau eines Smart Meters bestehen, kön­nen in aller Ruhe abwar­ten. Eine gene­rel­le Ein­bau­pflicht über bestimm­te Fäl­le hin­aus besteht nicht.

Die N‑ERGIE Netz GmbH rät des­halb, sich nicht unter Druck set­zen zu las­sen und beim Absen­der des Schrei­bens genau hin­zu­se­hen. Das­sel­be gilt für die Kon­di­tio­nen: Hier soll­te der indi­vi­du­el­le Fall genau geprüft wer­den. Die Ange­bo­te von wett­be­werb­li­chen Mess­stel­len­be­trei­bern sind nicht auto­ma­tisch güns­ti­ger.