MdB-Kandidaten sollen sich für Gratis-Essen stark machen – in Kitas und Schulen

von | 11. Februar 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Von 1 bis 18: Chan­ce auf war­mes Essen zum Null-Tarif für alle 17.160 Kin­der und Jugend­li­chen im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen (red). Von 1 bis 18 – ordent­lich essen: Alle rund 17.160 Kin­der und Jugend­li­chen im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen sol­len mit­tags die Chan­ce auf ein war­mes Essen haben – zum Null-Tarif. Die­sen „Mahl­zeit-Appell“ rich­tet die Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG) an die Par­tei­en zur Bun­des­tags­wahl. Die NGG Nürn­berg-Fürth macht sich damit für ein kos­ten­lo­ses Essen in den Kitas und Schu­len im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen stark. „Und das vom ers­ten bis zum 18. Lebens­jahr:
Alle Kin­der und Jugend­li­chen soll­ten ein­mal am Tag die Chan­ce auf ein war­mes Essen haben, wenn sie betreut oder unter­rich­tet wer­den. Das ist heu­te aber lei­der immer noch nicht selbst­ver­ständ­lich“, sagt Regi­na Schle­ser von der NGG Nürn­berg-Fürth.

Es gehe dar­um, jun­gen Men­schen in Kitas und Schu­len im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen von mon­tags bis frei­tags ein Ange­bot zu machen, gesund zu essen. „Dass sie dafür nichts bezah­len müs­sen, ist wich­tig. Denn sonst ent­schei­det wie­der das Porte­mon­naie der Eltern dar­über, ob es mit­tags eine frisch zube­rei­te­te Mahl­zeit mit Salat oder doch die bil­li­ge Tüte Chips gibt“, so NGG-Geschäfts­füh­re­rin Regi­na Schle­ser. Dabei gehe es auch um Chan­cen­gleich­heit. „Eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung von Kin­dern und Jugend­li­chen soll­te dem Staat etwas wert sein“, sagt Regi­na Schle­ser. Immer­hin ent­las­te eine gesun­de Ernäh­rung lang­fris­tig sogar das Gesund­heits­sys­tem. Es sei daher Sache des Bun­des, die finan­zi­el­len Wei­chen für ein „Bis-18-Gra­tis­es­sen“ zu stel­len.

Noch feh­le es aller­dings am nöti­gen poli­ti­schen Rücken­wind. Es sei daher wich­tig, bis zur Bun­des­tags­wahl dran­zu­blei­ben: „Wer im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen für den Bun­des­tag kan­di­diert, muss Far­be beken­nen: Kos­ten­lo­ses Essen für Kin­der und Jugend­li­che – ja oder nein? Gera­de Eltern soll­ten dazu bei den Par­tei­en nach­fra­gen – und ihnen auch grund­sätz­lich bei dem, was sie in Sachen Bil­dung vor­ha­ben, auf den Zahn füh­len“, for­dert Regi­na Schle­ser.

Ent­schei­dend beim Gra­tis­es­sen für Kin­der und Jugend­li­che sei­en gute Zuta­ten. Außer­dem soll­te das Tier­wohl eine Rol­le spie­len. „Vor allem geht es aber auch um fai­re Arbeits­be­din­gun­gen in den Kan­ti­nen“, sagt Regi­na Schle­ser. Wich­tig sei dabei, was in der Küche und bei der Essens­aus­ga­be ver­dient wer­de: „Wirk­lich fair ist nur der Tarif­lohn“, for­dert die Geschäfts­füh­re­rin der NGG Nürn­berg-Fürth.

Bild­un­ter­schrift: Etwas Ordent­li­ches auf dem Tel­ler – für alle von 1 bis 18: Kin­der und Jugend­li­che im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen sol­len mit­tags in Kitas und Schu­len ein kos­ten­lo­ses Essen bekom­men. Die Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten
(NGG) macht das Gra­tis­es­sen zum The­ma im Bun­des­tags­wahl­kampf. „Egal, wie viel die Eltern ver­die­nen: Chan­cen­gleich­heit fängt schon beim war­men Essen an. Es ver­hin­dert Man­gel­er­näh­rung und för­dert die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit“, so die NGG Nürn­berg-Fürth. Foto: NGG | Tobi­as Sei­fert