Mehr Lohn für Maler und Lackierer im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen gefordert

von | 19. Februar 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen: 180 Maler und Lackie­rer in 19 Betrie­ben – IG BAU kri­ti­siert:
Nur „tris­te 37 Cent“ für die bun­tes­ten Jobs im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

(red). Eigent­lich ist das Leben der Maler im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen bunt. Trotz­dem sehen sie im Moment nur noch Rot. Das sagt die IG BAU Mit­tel­fran­ken. Den Grund dafür nennt die Maler-Gewerk­schaft auch: „Die Arbeit­ge­ber wol­len den Malern und Lackie­rern im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen den Lohn zusam­men­strei­chen. Nur 2 Pro­zent sol­len sie mehr bekom­men. Das sind unterm Strich gera­de ein­mal ‚37 tris­te Cent‘ pro Stun­de. – Geld, das die Infla­ti­on sofort auf­frisst. Das ist kein Lohn-Plus. Das ist ein Lohn-Minus“, sagt Iris San­to­ro.

Die Vor­sit­zen­de der IG BAU Mit­tel­fran­ken spricht von einem „hand­fes­ten Tarif­streit“. Die Maler-Gewerk­schaft for­dert 8 Pro­zent mehr Lohn – und damit 1,50 Euro mehr pro Stun­de. Ins­ge­samt arbei­ten nach Anga­ben der IG BAU im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen rund 180 Beschäf­tig­te in 19 Maler­be­trie­ben und Lackie­re­rei­en. Die Gewerk­schaft beruft sich dabei auf Zah­len der Arbeits­agen­tur.

Nach zähem Rin­gen am Tarif­tisch habe die Gewerk­schaft die Ver­hand­lun­gen in drit­ter Run­de abge­bro­chen. Jetzt gehe es in die Schlich­tung. Die IG BAU Mit­tel­fran­ken setzt dabei auf die Arbeit­ge­ber im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen: „Es ist höchs­te Zeit, dass die Maler- und Lackie­rer­meis­ter dem eige­nen Bun­des­in­nungs­ver­band gehö­rig auf die Füße tre­ten. Der Frust bei denen, die im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mit Maler­pin­sel, Tape­zier­bürs­te und Lackier­pis­to­le arbei­ten, ist enorm. Das muss die Innung end­lich begrei­fen.“

Die IG BAU macht deut­lich, war­um sich Ärger auf­staut: „Maler­be­trie­be und Lackie­re­rei­en, die ordent­lich arbei­ten, haben gut zu tun. Und trotz­dem waren sich die Arbeit­ge­ber nicht zu scha­de, am Tarif­tisch eine düs­te­re Kon­junk­tur­war­nung mit einem wil­den Mix aus Ukrai­ne-Krieg, Nah­ost-Kon­flikt, wirt­schaft­li­chem Druck aus Chi­na und Trump-Poli­tik in den USA auf­zu­fah­ren – lau­ter skur­ri­le Grün­de also. Und das alles nur, um eine Lohn­brem­se zu recht­fer­ti­gen, unter der auch die Maler und Lackie­rer im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen lei­den müs­sen“, sagt der Ver­hand­lungs­füh­rer der Gewerk­schaft, Cars­ten Bur­ck­hardt vom IG BAU-Bun­des­vor­stand. Wer die eige­nen Beschäf­tig­ten so von der Lohn­ent­wick­lung abkop­peln wol­le, brau­che sich über Fach­kräf­te­man­gel und feh­len­den Nach­wuchs nicht zu wun­dern.

Bild­un­ter­schrift: Wenn Malern der Pin­sel aus­rutscht: Das Wut-Gesicht ist das aktu­el­le Top-Motiv von Malern und Lackie­rern im Kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen, sagt die IG BAU. Den Grund lie­fert sie gleich mit: Die Maler-Gewerk­schaft wirft den Arbeit­ge­bern einen
„enor­men Lohn-Geiz“ vor. Foto: IG BAU Flo­ri­an Göri­cke