„Mikrozensus 2024“ startet in Bayern – 60 000 Haushalte werden befragt

von | 14. Februar 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Fürth (red).  Auch im Jahr 2024 fin­det der Mikro­zen­sus statt. Der Begriff Mikro­zen­sus bedeu­tet „Klei­ne Volks­zäh­lung“ und benennt eine gesetz­lich ver­bind­li­che, reprä­sen­ta­ti­ve Befra­gung von Haus­hal­ten in Deutsch­land. Die Erhe­bung wird seit 1957 von den Sta­tis­ti­schen Ämtern des Bun­des und der Län­der gemein­schaft­lich durch­ge­führt. Es wird ein Pro­zent der Bevöl­ke­rung stell­ver­tre­tend für alle Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner des Lan­des zur wirt­schaft­li­chen und sozia­len Lage befragt. Neben dem Grund­pro­gramm ent­hält das Fra­ge­pro­gramm des Mikro­zen­sus auch Fra­gen der EU-weit durch­ge­führ­ten Befra­gun­gen zur Arbeits­markt­be­tei­li­gung (LFS), zu Ein­kom­men und Lebens­be­din­gun­gen (SILC) sowie zur Inter­net­nut­zung (IKT). Die Ergeb­nis­se des Mikro­zen­sus haben sich zu einer wich­ti­gen Daten­quel­le ent­wi­ckelt. Sie bil­den die Grund­la­ge für poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen in Deutsch­land, aber auch auf euro­päi­scher Ebe­ne. Neben der Poli­tik nut­zen außer­dem Wirt­schaft, Wis­sen­schaft, Medi­en und die inter­es­sier­te Öffent­lich­keit die Daten des Mikro­zen­sus.

In Bay­ern wer­den 60 000 zufäl­lig aus­ge­wähl­te Haus­hal­te befragt

Die Befra­gun­gen zum Mikro­zen­sus 2024 fin­den ganz­jäh­rig von Janu­ar bis Dezem­ber statt. In Bay­ern wer­den etwa 120 000 Per­so­nen in rund 60 000 Haus­hal­ten befragt. Dabei bestimmt ein mathe­ma­ti­sches Zufalls­ver­fah­ren zunächst, wel­che Gebäu­de- bzw. Gebäu­de­tei­le für die Teil­nah­me am Mikro­zen­sus aus­ge­wählt wer­den. In einem wei­te­ren Schritt über­neh­men ehren­amt­lich täti­ge und geschul­te Erhe­bungs­be­auf­trag­te die Auf­ga­be, die zu befra­gen­den Haus­hal­te über die Klin­gel­schil­der nament­lich zu erfas­sen. Dabei kön­nen sie sich mit­tels eines Aus­wei­ses als Beauf­trag­te des Baye­ri­schen Lan­des­amts für Sta­tis­tik iden­ti­fi­zie­ren.

Um ver­läss­li­che und reprä­sen­ta­ti­ve Ergeb­nis­se gewähr­leis­ten zu kön­nen, besteht für den über­wie­gen­den Teil der Fra­gen nach dem Mikro­zen­sus­ge­setz Aus­kunfts­pflicht. Zudem wer­den die Haus­hal­te inner­halb von maxi­mal fünf auf­ein­an­der fol­gen­den Jah­ren bis zu vier­mal befragt. So kön­nen Ver­än­de­run­gen im Zeit­ver­lauf nach­voll­zo­gen und eine hohe Ergeb­nis­qua­li­tät erreicht wer­den.

Die aus­ge­wähl­ten Haus­hal­te wer­den schrift­lich infor­miert

Die zufäl­lig aus­ge­wähl­ten Haus­hal­te wer­den vom Baye­ri­schen Lan­des­amt für Sta­tis­tik schrift­lich zur Teil­nah­me am Mikro­zen­sus auf­ge­for­dert. Mit dem Schrei­ben wer­den sie über den Mikro­zen­sus infor­miert und gebe­ten, die Fra­gen des Mikro­zen­sus im Rah­men eines Tele­fon­in­ter­views oder einer Online-Befra­gung zu beant­wor­ten.

Alle erho­be­nen Ein­zel­an­ga­ben unter­lie­gen der Geheim­hal­tung und dem Daten­schutz und wer­den weder an Drit­te wei­ter­ge­ge­ben noch ver­öf­fent­licht. In der amt­li­chen Sta­tis­tik wer­den die Ein­zel­er­geb­nis­se zu agg­re­gier­ten Lan­des- und Regio­nal­ergeb­nis­sen zusam­men­ge­fasst.

Foto: Pix­a­bay