Mittelfränkisches Jugendfilmfestival — Preisträger und mehr

von | 4. Mai 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Nürn­berg — Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de fand vom 24. bis 26. April in Nürn­berg das 38. Mit­tel­frän­ki­sche Jugend­film­fes­ti­val statt. Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne bis 26 Jah­re aus ganz Mit­tel­fran­ken prä­sen­tier­ten ihre neu­es­ten Kurz­film­pro­duk­tio­nen im Nürn­ber­ger Cine­cit­tà und zahl­rei­che Besucher*innen lie­ßen sich die Gele­gen­heit nicht ent­ge­hen, zu sehen, was die mit­tel­frän­ki­sche Nach­wuchs-Film­sze­ne zu bie­ten hat.

Die unter­schied­lichs­ten Gen­res, The­men und Län­gen (zwi­schen 1 und 30 Minu­ten) sorg­ten für Unter­hal­tung und Abwechs­lung.
Fast alle Filmemacher*innen waren per­sön­lich anwe­send, stell­ten sich den Fra­gen der Moderator*innen und des Publi­kums und nutz­ten die Chan­ce, sich zu ver­net­zen.

Die 60 gezeig­ten Bei­trä­ge, vom Erst­lings­werk bis hin zu stu­den­ti­schen Pro­duk­tio­nen, waren von zum Teil erstaun­lich pro­fes­sio­nel­ler Qua­li­tät und die Jury hat­te kei­ne leich­te Auf­ga­be.
Trotz­dem konn­ten bei der fei­er­li­chen Preis­ver­lei­hung am Sonn­tag ins­ge­samt neun Mit­tel­frän­ki­sche Jugend­film­prei­se ver­ge­ben wer­den.

Die Haupt­prei­se – je ein ers­ter und ein zwei­ter Preis — wur­den in drei Erfah­rungs­ka­te­go­rien ver­ge­ben:

  • Coming up: jün­ge­re Teilnehmer*innen bis 18 Jah­re mit wenig Vor­er­fah­rung
  • Talent: Teilnehmer*innen mit Erfah­rung bzw. über 18 Jah­re
  • Pro­fes­sio­nal: Teilnehmer*innen mit ein­schlä­gi­ger Ausbildung/ Stu­di­um im Bereich Film

Außer­dem gab es Son­der­prei­se für den bes­ten Kurz­film bis 5 Minu­ten und den bes­ten Film zum Son­der­the­ma „Gerech­tig­keit“ sowie zwei „Loben­de Erwäh­nun­gen“. Auch ein Publi­kums­preis wur­de ver­ge­ben.
Fünf der Preis­trä­ger­fil­me qua­li­fi­zie­ren sich für das Baye­ri­sche Kin­der & Jugend Film­fes­ti­val, das im Juli 2026 in Augs­burg statt­fin­det.

Bild­ma­te­ri­al und alle Preisträger*innen inkl. Jury­be­grün­dun­gen fin­den Sie im Pres­se­be­reich der Fes­ti­val-Web­site: www.bkjff.de/mittelfranken/presse

Fotos von ein­zel­nen Preisträger*innen schi­cken wir Ihnen auf Anfra­ge ger­ne zu
Außer­dem stel­len wir bei Inter­es­se ger­ne Kon­takt zu den Filmemacher*innen her.

Hier eine Über­sicht der Preisträger*innenmit geo­gra­fi­scher Zuord­nung und Kurz­be­schrei­bun­gen aus dem Pro­gramm:

  • 1. Preis Coming up
    Noah, Gre­gor, Arlo, Max, Mil­ki­as, Ced­ric, Matil­da, Eli­sa: „detached“
    // Nürn­berg 2025 // 5 Min.
    NICK: „Meinst du die Ivy League wär‘ pas­send? … Ist das AI?“
    BEN: „Nein.“ – NICK: „Wie­so nicht?“ – BEN: „Hä, doch ist es.“ – NICK: „Aber …“
    https://youtu.be/flw991Ai7Kw
  • 2. Preis Coming up
    Die Her­mis: „Ein­ge­sperrt“ // Erlan­gen 2026 // 17 Min.
    Sasha und Elfrie­de, die sich auf den Tod nicht aus­ste­hen kön­nen, wer­den aus Ver­se­hen im Klas­sen­zim­mer ein­ge­sperrt. Nach und nach ler­nen sich die bei­den Mäd­chen bes­ser ken­nen und so ent­steht, ganz lei­se, eine Freund­schaft.
  • 1. Preis Talent
    Eli­ot Stan­ton-Lech­ner, Emil Rüger, Jan Vie­w­egh, Tim Maron­na: „Rück­spie­gel“ // Lauf an der Peg­nitz 2025 // 15 Min.Ein Jun­ge ver­sucht, sei­ne Ver­gan­gen­heit hin­ter sich zu las­sen und ver­drängt alles um sich her­um, als ein alter Freund auf­taucht und mit ihm eine Rei­he schlim­mer Erin­ne­run­gen…
    https://youtu.be/G0CNS-bUkjE
  • 2. Preis Talent
    Marie Bin­zen­hö­fer & Wahl­kurs Film­pro­duk­ti­on DBG Ober­as­bach: „Platz­angst“ // Ober­as­bach 2026 // 24 Min.
    Eine jun­ge Leh­re­rin ver­sucht die Unru­he in ihrer Klas­se mit­hil­fe eines neu­en Sitz­plans auf­zu­lö­sen. Dadurch wird eini­ges durch­ein­an­der gebracht und sie muss ihre Ent­schei­dung noch­mal über­den­ken.
  • 1. Preis Pro­fes­sio­nal
    meteo­ron: „Work-Life-Balan­ce“ // Nürn­berg 2025 // 13 Min.
    Der Ver­si­che­rungs­an­ge­stell­te Schul­ze wird bei der Umstruk­tu­rie­rung sei­ner Fir­ma über­se­hen. Die freie Zeit im Büro nutzt er, um die Bucket-List sei­ner Jugend aus leb­haf­ten Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten umzu­set­zen.
  • 2. Preis Pro­fes­sio­nal
    Niko­la­os Bakou­sis: „Malá­ka“ // Ans­bach 2025 // 23 Min.
    Die unglei­chen, halb-grie­chi­schen Brü­der Gior­gos und Alex bege­ben sich gemein­sam auf die Suche nach dem ver­steck­ten Gold ihres ent­frem­de­ten Vaters. Ob es das Gold wirk­lich gibt? Ob die Brü­der wirk­lich Grie­chen sind? Dar­über lässt sich strei­ten.
  • Fran­ken Fern­ses­hen Kurz­film­preis
    Hol­ly­wuerd: „Best Befo­re“ // Lauf an der Peg­nitz 2026 // 3 Min.
    Ein Mäd­chen ver­speist einen abge­lau­fe­nen Joghurt und begeg­net dem Tod.
    https://youtu.be/j3N8sBfbKnU
  • Son­der­the­ma ‚Gerech­tig­keit‘
    Lara Dau­ber­mann: „Leben in der Stil­le“ // Ans­bach 2025 // 14 Min.
    1942: Eine jun­ge jüdi­sche Frau flüch­tet auf einen abge­le­ge­nen Bau­ern­hof, um sich dort von einer Bäue­rin und deren Freun­din eine neue Iden­ti­tät geben zu las­sen. Doch als der von den Nazis indok­tri­nier­te Sohn der Bäue­rin uner­war­tet in der Stu­be auf­taucht, müs­sen die Frau­en her­aus­fin­den, wie weit sie ihrem Plan, ihren Fami­li­en und vor allem sich selbst ver­trau­en kön­nen.
  • Loben­de Erwäh­nung in der Kate­go­rie Coming up
    DDD Pro­duc­tions: „Die Albert-Ver­schwö­rung“ // Erlan­gen 2025 // 30 Min.
    Drei Freun­de wer­den durch Zufall auf die gehei­men Machen­schaf­ten eini­ger Leh­rer an ihrer Schu­le auf­merk­sam und ent­wi­ckeln sich dar­auf­hin zu einem ein­ge­spiel­ten Detek­tiv-Team.
  • Loben­de Erwäh­nung in der Kate­go­rie Talent
    Meg­ha Uch­il: „Why is a Sari a poli­ti­cal state­ment?“ // Nürn­berg 2025 // 6 Min.
    Die­se Video­ar­beit erzählt vom Anders­sein, von Sicht­bar­keit und Zuge­hö­rig­keit. Der Sari wird zum Zei­chen von Erin­ne­rung, Wider­stand und dem Mut, sich in einer nor­mie­ren­den Gesell­schaft zu zei­gen.
    https://youtu.be/geC9fJwZynI
  • Publi­kums­preis
    Marie Bin­zen­hö­fer & Wahl­kurs Film­pro­duk­ti­on DBG Ober­as­bach: „Platz­angst“ // Ober­as­bach 2026 // 24 Min.
    Eine jun­ge Leh­re­rin ver­sucht die Unru­he in ihrer Klas­se mit­hil­fe eines neu­en Sitz­plans auf­zu­lö­sen. Dadurch wird eini­ges durch­ein­an­der gebracht und sie muss ihre Ent­schei­dung noch­mal über­den­ken.

    Pla­kat: Para­bol e. V.