N‑ERGIE Netz GmbH baut neues Umspannwerk in Mischelbach

von | 11. Juli 2023 | Altmühlfranken, Weißenburg

Mischel­bach (red). Die N‑ERGIE Netz GmbH ver­stärkt ihr Strom­netz: Im Plein­fel­der Orts­teil Mischel­bach (Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen) baut sie ein neu­es Umspann­werk, das die Mög­lich­kei­ten für die Ein­spei­sung von erneu­er­ba­ren Ener­gien in der Regi­on stei­gert.

Aktu­ell berei­ten Bag­ger bereits das Bau­feld vor, das direkt öst­lich neben der Bun­des­stra­ße 2 liegt. In eini­gen Wochen star­tet die N‑ERGIE Netz GmbH mit dem Auf­bau des Betriebs­ge­bäu­des, ehe 2024 die Ein­rich­tung der elek­tri­schen Anla­ge beginnt. Der Abschluss der Arbei­ten und die Inbe­trieb­nah­me des Umspann­werks sind für Ende 2024 geplant.

Spä­te­re Erwei­te­rung des Umspann­werks mög­lich

An die bestehen­de, in unmit­tel­ba­rer Nähe ver­lau­fen­de 110-Kilovolt(kV)-Hochspannungsleitung wird die neue Anla­ge über eine Frei­lei­tung ange­bun­den. Der Anschluss an das 20-kV-Mit­tel­span­nungs­netz erfolgt über Erd­ka­bel.

Das neue Umspann­werk wird zunächst über einen Groß­trans­for­ma­tor mit einer Leis­tung von 40 Mega­volt­am­pere (MVA) ver­fü­gen. Eine spä­te­re Erwei­te­rung der Anla­ge auf eine Leis­tung von ins­ge­samt 126 MVA ist mög­lich.

Ener­gie­wen­de als Her­aus­for­de­rung für das Strom­ver­teil­netz

Die N‑ERGIE Netz GmbH inves­tiert rund 13 Mil­lio­nen Euro in das neue Umspann­werk, das eine neue, zuneh­mend wich­ti­ge Ver­bin­dung zwi­schen der Mit­tel- und der Hoch­span­nungs­ebe­ne schafft.

Mit Neu­bau­ten wie die­sen ver­stärkt die N‑ERGIE Netz GmbH ihr Strom­netz. Sie reagiert damit auf den dyna­misch fort­schrei­ten­den Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien in der Regi­on. In die­sem kon­kre­ten Fall erhöht das neue Umspann­werk maß­geb­lich die Auf­nah­me­ka­pa­zi­tät für Solar­kraft­wer­ke.

Eine Mil­li­ar­de Euro für das Strom­netz bis 2030

Ein leis­tungs­fä­hi­ges Strom­netz ist die Vor­aus­set­zung für das Gelin­gen der Ener­gie­wen­de. Ganz beson­ders kommt es auf das regio­na­le Ver­teil­netz an, das alle Lei­tun­gen bis zu einer Span­nung von 110 kV umfasst. So gut wie alle Erneu­er­ba­ren spei­sen hier ein. Im Netz­ge­biet des Ver­teil­netz­be­trei­bers N‑ERGIE Netz GmbH sind das aktu­ell bereits rund 70.000 Anla­gen.

Der dyna­mi­sche Zubau von wei­te­ren Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen, ins­be­son­de­re gro­ßer und leis­tungs­star­ker Solar­kraft­wer­ke, stellt die N‑ERGIE Netz GmbH in den kom­men­den Jah­ren vor eine sehr gro­ße Her­aus­for­de­rung. Da zeit­wei­se – gera­de in den Mit­tags­stun­den – ein Mehr­fa­ches des in der Regi­on benö­tig­ten Stroms erzeugt wird, müs­sen die Kapa­zi­tä­ten im Netz für den Abtrans­port stark erhöht wer­den. Eben­so wird der Umstieg auf Wär­me­pum­pen und Elek­tro­au­tos die Anfor­de­run­gen an das Strom­netz deut­lich erhö­hen. Allein bis 2030 wird die N‑ERGIE Netz GmbH des­halb rund eine Mil­li­ar­de Euro in ihr Strom­netz inves­tie­ren.

Strom­netz umfasst 28.000 Kilo­me­ter

Das Strom­netz der N‑ERGIE Netz GmbH deckt wei­te Tei­le Mit­tel­fran­kens ab und geht in die angren­zen­den Regie­rungs­be­zir­ke über. Die Hoch‑, Mit­tel- und Nie­der­span­nungs­lei­tun­gen sind ins­ge­samt rund 28.000 Kilo­me­ter lang. Es erstreckt sich vom Würz­bur­ger Umland im Nor­den bis Eich­stätt im Süden, sowie von Wei­kers­heim im Wes­ten bis nach Sulz­bach-Rosen­berg im Osten.

Bild­un­ter­schrift: Umspann­werk Mischel­bach. Foto: Anne­ma­rie End­ner