Innovativer Pflanzansatz für Wald- und Obstbäume: Gemeinde Meinheim spart Kosten und Aufwand
Wie wachsen junge Bäume ohne großen Pflegeaufwand und nachhaltig robust heran? Ein innovativer Pflanzansatz aus der Region liefert konkrete Antworten für bestimmte Standorte. Die N‑ERGIE unterstützt Kommunen bei der Umsetzung dieses Konzepts über ihr Ökostromprodukt STROM PURNATUR, darunter auch die Gemeinde Meinheim.
Der Ansatz wurde von dem Weißenburger Baumschulinhaber Gerd Meyer und dem Forstwirt Johannes Wagner entwickelt: Innerhalb eines abgegrenzten, geschützten Bereichs von 1,25 mal 1,25 Meter Fläche – einem so genannten Affolter – werden mehrere Bäume und Begleitgrün wie Sträucher gepflanzt. Ziel ist es, natürliche Wachstumsprozesse und Synergieeffekte zwischen den Setzlingen gezielt zu nutzen, um die für den jeweiligen Standort am besten passende Baumart zu ermitteln – und langfristig hohen Aufwand zu sparen.
Obstbäume oder Schattenspender: viel Grün für wenig Pflege
Kommunen können zwischen drei Varianten wählen: Obstgehölze, klimaangepasste Schattenbäume oder klassische Waldbäume. Die Gemeinde Meinheim hat sich für zwei Wald-Affolter und einen Obst-Affolter entschieden, die beim Bauhof und in der Ortsmitte sowie auf der Streuobstwiese am Sportplatz angelegt wurden. „Vielen Dank an die N‑ERGIE für die Möglichkeit, diese neue Pflanzmethode kennen zu lernen und gleich drei Mal umsetzen zu können, im Grünen und am Straßenrand. Wir sind sehr gespannt, welche Baumarten heranwachsen und in einigen Jahren auch reiche Ernte bringen werden“, so Bürgermeister Wilfried Cramer.
Annemarie Endner, Kommunalmanagerin der N‑ERGIE, bestätigt: „Auch wir werden die Entwicklung gespannt verfolgen und freuen uns über das Interesse der Gemeinde Meinheim – ein Zeichen für Umweltbewusstsein und Weitblick.“
Gemeinschaft fördert Wachstum und Widerstandsfähigkeit
„Wenn wir Setzlinge in Pflanzengemeinschaften statt isoliert ausbringen, profitieren sie voneinander, etwa bei der Versorgung mit Nährstoffen und Wasser“, erklärt Gerd Meyer. „Wir möchten vitale und widerstandsfähige Bäume entsprechend der örtlichen Bedingungen etablieren, und das möglichst ohne zusätzlichen Pflegeaufwand wie Bewässerung oder Rückschnitt. Die Pflanzfläche ist ohne Kunststoffe angelegt und nutzt natürliche Materialien wie Totholz und Laub. Das reduziert Verdunstung und schafft Lebensräume für Kleintiere.“
Der Ansatz orientiert sich an natürlichen Waldstrukturen und überträgt diese auf urbane Flächen wie Straßenränder oder Parks. Durch die dichte Bepflanzung entsteht ein Mikroökosystem, das Witterungseinflüssen besser standhalten und unterschiedliche Bodenbedingungen gut ausgleichen kann.
Erste Praxiserfahrungen bestätigen die Wirksamkeit des Konzepts: Auf einer versiegelten Parkplatzfläche in Weißenburg setzte sich unter verschiedenen Arten wie Schwarznuss, Amberbaum und Zürgelbaum bereits nach zwei Jahren der hier besonders gut passende Baum durch und entwickelte sich erfolgreich weiter.
Ökostromprodukt ermöglicht biologische Vielfalt und Artenschutz
Die N‑ERGIE unterstützt teilnehmende Kommunen finanziell über die sogenannten Fördercents aus ihrem Ökostromprodukt STROM PURNATUR. Pro verbrauchter Kilowattstunde Strom fließt ein Cent in Umweltprojekte in der Region – darunter Baumpflanzungen und weitere Maßnahmen zur Förderung von Artenschutz und Biodiversität sowie Initiativen in Schulen oder Kindertagesstätten. Weitere Infos hier unter www.n‑ergie.de/privatkunden/produkte/strom/purnatur/.
Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Forstwirt Johannes Wagner, der Erste Bürgermeister von Meinheim Wilfried Cramer, Annemarie Endner, Kommunalmanagerin bei der N‑ERGIE und Thomas Eschenbacher als Vertreter des Gartenbauvereins sind schon gespannt, welche Pflanzen sich in den Affoltern in Meinheim durchsetzen werden. N‑ERGIE, Harald Heinzelmann


