Neue Wege für die ländliche Entwicklung

von | 14. Mai 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Treucht­lin­gen (red). Dr. Dr. Kris­ti­na Becker, 1.Bürgermeisterin der Stadt Treucht­lin­gen ruft in ihrer Funk­ti­on als Vor­sit­zen­de der Kom­mu­na­len Arbeits­ge­mein­schaft Inte­grier­te Länd­li­che Ent­wick­lung Alt­mühl­tal alle inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Regi­on zu einer akti­ven Mit­wir­kung in dem jetzt begin­nen­den Fort­schrei­bungs­pro­zess der inter­kom­mu­na­len Ent­wick­lung auf. Die kon­kre­ten Rah­men­be­din­gun­gen und die Mög­lich­kei­ten einer per­sön­li­chen Betei­li­gung wer­den in einer Auf­takt­ver­an­stal­tung am Diens­tag 23. Mai ab 19:30 in der Stadt­hal­le Treucht­lin­gen vor­ge­stellt.

Seit 2009 besteht auf Kreis­ebe­ne eine Regio­na­les Hand­lungs­kon­zept, wel­ches spä­ter Grund­la­ge für die ab 2012 neu auf­ge­stell­ten Inte­grier­ten Länd­li­chen Ent­wick­lungs­kon­zep­te wur­de, die in drei regio­na­len Gebiets­ku­lis­sen flä­chen­de­ckend für den Land­kreis auf­ge­stellt wur­den. In der ILE-Regi­on Alt­mühl­tal sind die acht Kom­mu­nen Ale­sheim, Dit­ten­heim, Lan­gen­alt­heim, Markt Berolz­heim, Mein­heim, Pap­pen­heim, Soln­ho­fen und Treucht­lin­gen als Kom­mu­na­le Arbeits­ge­mein­schaft ILE Alt­mühl­tal mit­ein­an­der ver­netzt.

In den letz­ten Jah­ren ist über die­sen Zusam­men­schluss im Bereich der Länd­li­chen Ent­wick­lung bei der Ver­bes­se­rung der land­wirt­schaft­li­chen Infra­struk­tu­ren, der Nah­ver­sor­gung, der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung, der Ver­bes­se­rung natür­li­cher Lebens­räu­me, bei der Siche­rung der Streu­obst­viel­falt, der Opti­mie­rung von Rad­we­ge-ver­bin­dun­gen, neu­en Ange­bo­ten im Bereich des Tou­ris­mus, bei der Koope­ra­ti­on im Daten­schutz oder der bes­se­ren Ver­net­zung im Bereich der Ener­gie­ver­sor­gung viel pas­siert. Mit dem Regio­nal­bud­get konn­ten zudem über 40 Pro­jek­te klei­ne­rer Ver­ei­ne oder Initia­ti­ven, aber auch kom­mu­na­le Vor­ha­ben mit einer Gesamt­sum­me von rund € 600.000, davon rund 2/3 öffent­lich geför­dert unter­stützt wer­den, für die es sonst kaum ande­re öffent­li­che För­der­mög­lich­kei­ten gege­ben hät­te.

Nach über einem Jahr­zehnt inter­kom­mu­na­ler Zusam­men­ar­beit ist es an der Zeit den im Inte­grier­ten Länd­li­chen Ent­wick­lungs­kon­zept (ILEK) von 2013 fest­ge­leg­ten Fahr­plan zu aktua­li­sie­ren, um neue und an die Ver­än­de­run­gen der Zeit ange­pass­te Zukunfts­per­spek­ti­ven kon­struk­tiv gestal­ten zu kön­nen. Abge­lei­tet aus die­ser Fort­schrei­bung des ILEKs kön­nen dann dazu gezielt auch wie­der För­der­mit­tel ein­ge­wor­ben wer­den. Zur Unter­stüt­zung wur­de das Büro Herb und Part­ner von der ILE Alt­mühl­tal beauf­tragt, die­sen Pro­zess zu koor­di­nie­ren bzw. zu struk­tu­rie­ren.

Die Betei­li­gung der Bür­ger­schaft an der Erstel­lung die­ser neu­en Zukunfts­stra­te­gie stellt einen zen­tra­len Erfolgs­fak­tor dar. Denn gera­de die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner der Regi­on ken­nen die­se und deren Bedürf­nis­se am bes­ten.

Daher sind alle inter­es­sier­ten Akteu­re der acht Mit­glieds­kom­mu­nen, egal ob aus Ver­ei­nen, Initia­ti­ven, Unter­neh­men oder als ehren­amt­lich Täti­ge bzw. schlicht an der Ent­wick­lung Inter­es­sier­te, herz­lich zur Auf­takt­ver­an­stal­tung am 23 Mai ein­ge­la­den, die den Beginn des anste­hen­den Pro­zes­ses bil­det.

Im Rah­men der Ver­an­stal­tung wird das Pla­nungs­team über die Fort­schrei­bung des Ent-wick­lungs­kon­zep­tes infor­mie­ren. Zu den unter­schied­lichs­ten The­men­be­rei­chen, wel­che die inter­kom­mu­na­le Zusam­men­ar­beit erfor­der­lich machen, wer­den ers­te Pro­jekt­ideen defi­niert und gemein­sam zu Maß­nah­men erar­bei­tet. Zusätz­lich sol­len die The­men nach die­ser Auf­takt­ver­an­stal­tung in eini­gen Arbeits­krei­sen ver­tieft wer­den. Das kön­nen die Berei­che Wirt­schaft und Gewer­be, Ener­gie und Mobi­li­tät, Grund­ver­sor­gung, sozia­les und kul­tu­rel­les Leben, Orts- und Innen­ent­wick­lung, Land­wirt­schaft, Land­schaft und Bio­di­ver­si­tät, Frei­zeit und Nah­erho­lung, die Digi­ta­li­sie­rung oder auch die effi­zi­en­te­re Zusam­men­ar­beit in kom­mu­na­len Ange­le­gen­hei­ten sein.

Im Rah­men eines Work­shops haben Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus den betei­lig­ten acht Stadt- und Gemein­de­rä­ten schon ein­mal drei künf­ti­ge The­men­schwer­punk­te der inter­kom­mu­na­len Arbeit defi­niert. Dies sol­len die Erhal­tung regio­na­ler Wert­schöp­fungs-ket­ten, der Auf­bau von Bür­ger­en­er­gie­struk­tu­ren sowie die Siche­rung der Grund- und Mit­tel­schul­stand­or­te sein.

Eine Anmel­dung zur Auf­takt­ver­an­stal­tung ist nicht erfor­der­lich. Im Anschluss an die Ver­an­stal­tung kön­nen die dort auf­ge­grif­fe­nen The­men dann in eini­gen Arbeits­krei­sen wei­ter kon­kre­ti­siert wer­den, die im Rah­men die­ser Ver­an­stal­tung fest­ge­legt wer­den.

„Mit einer hof­fent­lich zahl­rei­chen Betei­li­gung an die­ser Auf­takt­ver­an­stal­tung erhal­ten die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die ein­ma­li­ge Chan­ce, aus der krea­ti­ven Viel­falt vor­han­de­ner Ideen der Regi­on gemein­sam eine zukunfts­fä­hi­ge Ent­wick­lung unse­rer Kom­mu­nen mit­zu­ge­stal­ten“, erhofft sich Dr. Dr. Kris­ti­na Becker als Vor­sit­zen­de der Kom­mu­na­len Arbeits­ge­mein­schaft Alt­mühl­tal und setzt dabei auf ein gro­ßes Inter­es­se aus allen acht Kom­mu­nen.

Foto: ILE-Umset­zungs­be­glei­tung c/o FUTOUR-Regio­nal­be­ra­tung