Neues Dienstfahrzeug für die Gunzenhäuser Kläranlage

von | 30. Juli 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen (red). Nicht nur über­zeug­te Heim­wer­ker wis­sen: Beim Werk­zeug kommt´s auf die Qua­li­tät an. Und was für die eige­nen vier Wän­de gilt, das gilt eben­so für tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen, bei­spiels­wei­se die Gun­zen­häu­ser Klär­an­la­ge. Die Mit­ar­bei­ter dort sind auf eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge und auf ihre Bedürf­nis­se zuge­schnit­te­ne Aus­stat­tung ange­wie­sen, ein­mal damit sie effi­zi­ent arbei­ten kön­nen und außer­dem, da die öffent­li­che Infra­struk­tur natür­lich mög­lichst lan­ge hal­ten soll. Es braucht Werk­zeug und Maschi­nen auf dem neu­es­ten Stand der Tech­nik und hier­für ist die Stadt Gun­zen­hau­sen ver­ant­wort­lich. Gesagt, getan, vor kur­zem wur­de dem Klär­an­la­gen-Team um Lei­tung Micha­el Ditz ein neu­es Mehr­zweck­fahr­zeug über­ge­ben.

Das bis­lang von den Klär­an­la­gen­mit­ar­bei­tern genutz­te Fahr­zeug mit Prit­schen­auf­bau ent­sprach längst nicht mehr den Anfor­de­run­gen. Zuletzt kam dann noch ein Kupp­lungs­scha­den dazu. Es muss­te reagiert wer­den und so ent­schied sich der Stadt­rat für ein Hoch­dach­fahr­zeug der Mar­ke Mer­ce­des-Benz, wel­ches auf­grund des bes­ten Ange­bots über das orts­an­säs­si­ge Unter­neh­men Wüst & Weig­and bezo­gen wur­de. Der Aus­rüs­ter für den Ein­bau samt Kran­an­la­ge war die Aller­s­ber­ger Fir­ma HoFa Fahr­zeug­ein­rich­tun­gen. „Für uns ist das neue Fahr­zeug ein leis­tungs­star­kes Werk­zeug“, erklärt Klär­an­la­gen­lei­tung Micha­el Ditz. „Wir ver­fü­gen nun über eine mobi­le Hebe­ein­rich­tung, die einen deut­li­chen Kom­fort- und Sicher­heits­ge­winn bedeu­tet. Den­ken Sie nur an Situa­tio­nen, an denen mei­ne Kol­le­gen für Instand­hal­tungs­ar­bei­ten an Pum­pen in einen Schacht hin­ab­ge­las­sen und anschlie­ßend wie­der nach oben gezo­gen wer­den müs­sen. Hier kann es mit­un­ter kniff­lig wer­den. Ein Höhen­si­che­rungs­ge­rät mit Ret­tungs­hub für Per­so­nen kann an dem Kran befes­tigt wer­den. Das Gerät hebt bis zu 500 Kilo, damit hilft uns die Ein­rich­tung, in schwie­ri­gen Situa­tio­nen den Über­blick zu behal­ten. Es ist ein moder­nes Arbeits­tier, was unse­ren Arbeits­all­tag deut­lich erleich­tert.“

Rund 75.000 Euro hat das neue Ein­satz­fahr­zeug gekos­tet, es ist künf­tig als eine mobi­le Arbeits­sta­ti­on gedacht. Bei den zahl­rei­chen Außen­ein­sät­zen wer­den bei­spiels­wei­se Pum­pen gewar­tet, Becken über­prüft oder Kanä­le inspi­ziert. In der kal­ten Jah­res­zeit war dies mit­un­ter kniff­lig, denn die Feuch­tig­keit kühlt Hän­de aus. Das ist nicht nur unan­ge­nehm, son­dern macht Arbei­ten im Extrem­fall unmög­lich. Der Mer­ce­des ver­fügt des­we­gen über eine Stand­hei­zung, außer­dem gibt es eine Power­sta­ti­on, die Was­ser in einem Extra-Tank auf­wärmt. Kal­te Fin­ger kön­nen so schnell wie­der ein­satz­be­reit gebracht wer­den. Außer­dem ist eine moder­ne Rück­fahr­ka­me­ra an Bord, die es ermög­lich, punkt­ge­nau über einen Kanal­de­ckel anzu­hal­ten. „Die Anfor­de­run­gen an das Klär­an­la­gen­team sind enorm, die­sen wol­len wir gerecht wer­den“, ergänzt der für die Klär­an­la­ge mit­ver­ant­wort­li­che Stadt­bau­meis­ter Max Pel­c­zer. „Zudem sind sicher­heits­re­le­van­te Aspek­te zu beach­ten, zum Bei­spiel wenn Faul­ga­se oder Über­schwem­mun­gen eine Rol­le spie­len. Ich fin­de daher gut, dass im Fahr­zeug eine moder­ne Ret­tungs­aus­rüs­tung mit Atem­mas­ke griff­be­reit zur Ver­fü­gung steht.“

Das Hoch­dach­fahr­zeug soll lan­ge hal­ten, daher wur­de bis ins Detail auf Qua­li­tät und sinn­vol­le Aus­stat­tungs­ele­men­te geach­tet. Bei­spiels­wei­se sind die Sit­ze des­in­fi­zier­bar, die Anhän­ge­last wur­de auf 3,5 Ton­nen auf­ge­las­tet und es gibt rutsch­fes­te Ein­stiegse­le­men­te. „Wir haben mul­ti­funk­tio­na­le Effi­zi­enz ein­ge­kauft, die uns hilft, Zeit und Geld zu spa­ren“, so Max Pel­c­zer.

Bild­un­ter­schrift: Tobi­as Knig­ge von Wüst & Weig­and (ganz links) über­gab das Hoch­dach­fahr­zeug an das Klär­an­la­gen­team um Lei­tung Micha­el Ditz (zwei­ter von links). Stadt­bau­meis­ter Max Pel­c­zer (ganz rechts) ließ sich vor Ort die Funk­tio­nen des neu­en Mehr­zweck­fahr­zeugs erklä­ren. Foto: Stadt Gunzenhausen/Manuel Grosser