Neuwahlen beim Weißenburger Bund Naturschutz

von | 25. März 2023 | Altmühlfranken, Weißenburg

Wei­ßen­burg (red).  In der ers­ten Jah­res­haupt­ver­samm­lung nach einer Coro­na-beding­ten Pau­se stell­te sich die Orts­grup­pe des Wei­ßen­bur­ger Bund Natur­schutz mit einer Dop­pel­spit­ze aus Petra Stein­hö­fer und Vic­tor Rother neu auf und infor­mier­te sei­ne Mit­glie­der über aktu­el­le Akti­vi­tä­ten.

Mit ein­fachs­ten Mit­teln began­nen in den 70er-Jah­ren Wei­ßen­bur­ger BN-Mit­glie­der damit, Amphi­bi­en vor dem Ver­kehrs­tot zu bewah­ren, erläu­ter­te Karl Schmidt zu Beginn der Ver­samm­lung. Er war einer der Ers­ten, die mit Warn­wes­te und Eimer auch nachts an den Stra­ßen unter­wegs waren, und seit 1986 für die Orga­ni­sa­ti­on der Amphi­bi­en­ret­tung an der
Eich­stät­ter Land­stra­ße und im Scham­bach­tal zwi­schen Flem­müh­le und Ham­mer­müh­le ver­ant­wort­lich. Nun zog er sich aus gesund­heit­li­chen Grün­den zurück und über­gab die Orga­ni­sa­ti­on wie­der an Wolf­gang Feder­schmidt, der Karl Schmidt für sein jahr­zehn­te­lan­ges Enga­ge­ment dank­te. Feder­schmidt hat­te 1977 den ers­ten Krö­ten­zau im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen ent­lang der Bun­des­stra­ße 13 orga­ni­siert. Seit weni­gen Tagen sind die Amphiebenschützer:innen wie­der unter­wegs, um Krö­ten und Co. eine siche­re Über­que­rung der Stra­ße zu ermög­li­chen und die Anzahl an geret­te­ten Tie­ren zu erfas­sen.

Wäh­rend es bis­lang recht sta­bi­le Bestän­de von Erd­krö­ten an den bei­den Stand­or­ten gibt, fin­den sich Mol­che und Frö­sche kaum noch. Der Ver­lust an Lebens­räu­men durch den fort­schrei­ten­den Flä­chen­ver­brauch, Kli­ma­wan­del und die inten­si­ve Land­wirt­schaft macht auch die­sen Arten das Über­le­ben schwer. Der BN bit­tet Auto­fah­re­rin­nen und Auto­fah­rer an
den Schutz­zäu­nen um erhöh­te Vor­sicht und Rück­sicht­nah­me. Ins­be­son­de­re in den Mor­gen- und Abend­stun­den, wenn Frei­wil­li­ge dort unter­wegs sind. Wer ger­ne selbst bei der jähr­li­chen Amphi­bi­en­ret­tung hel­fen möch­te, ist herz­lich will­kom­men und kann sich laut BN unter der eMail bnkgwug@t‑online.de mel­den.

Auf der Ver­samm­lung berich­te­te Wer­ner Kojan von dem erst kürz­lich statt­ge­fun­den Baum­schnitt­kurs an der BN-Streu­obst­wie­se in Wei­mers­heim, wel­cher erneut gemein­sam mit dem Obst- und Gar­ten­bau­ver­ein orga­ni­siert wor­den war und auf gute Reso­nanz stieß. Auf der Streu­obst­wie­se ste­hen über 120 alte Birn- und Apfel­bäu­me, wel­che vom Bund Natur­schutz erhal­ten und gepflegt wer­den.

Bei den anste­hen­den Wah­len wur­den jeweils mit gro­ßer Mehr­heit Petra Stein­hö­fer und Vic­tor Rother als gleich­be­rech­tig­te Vor­sit­zen­de der Orts­grup­pe gewählt. Wie­der­ge­wählt im Amt der Kas­sie­re­rin wur­de Rena­te Hüb­ner. Als Bei­sit­zer des Vor­stan­des wur­den Felix Gold­horn und Gün­ther Lei­kamm gewählt. Gün­ther Lei­kamm, der nicht erneut für den Vor­sitz kan­di­dier­te, führ­te die Orts­grup­pe seit drei Jah­ren und soll nun die neu gewähl­ten mit sei­ner Erfah­rung unter­stüt­zen. Sein Stell­ver­tre­ter Ger­not Röm­hild, der seit mehr als 10 Jah­ren die­ses Amt beglei­te­te, zog sich eben­falls aus dem Vor­stand zurück. Für deren gro­ßen Ein­satz im Ver­band erfuh­ren die bei­den BN-ler viel Dank von­sei­ten der anwe­sen­den Mit­glie­der.

Der neue Vor­stand will sich um eine stär­ke­re Ein­bin­dung sei­ner Mit­glie­der bemü­hen und sieht sich in Zei­ten von Kli­ma­kri­se und Arten­ster­ben mehr denn je gebraucht, als eine star­ke und kon­se­quen­te Stim­me für den Natur- und Umwelt­schutz. Die Wei­ßen­bur­ger Orts­grup­pe trifft sich das nächs­te Mal am Mon­tag, 17. April 2023, um 19.00 Uhr im Bran­den­bur­ger Hof, Nie­der­ho­fe­ner Stra­ße 18

Bild­un­ter­schrift: (v.l.) Gün­ther Lei­kamm, Felix Gold­horn, Rena­te Hüb­ner, Petra Stein­hö­fer, Vic­tor Rother. Bund Natur­schutz Wei­ßen­burg