Ökotipp: Im Mai den Rasenmäher stehen lassen

von | 12. Mai 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

  • Ein blü­hen­der Mai-Rasen ist ein Para­dies für Insek­ten
  • Sel­te­ner Mähen för­dert Arten­viel­falt und spart Res­sour­cen
  • Kräu­ter­ra­sen statt Ein­heits­grün: So wird der Gar­ten leben­dig

(red). Im Mai blüht es in vie­len Gär­ten – vor­aus­ge­setzt, der Rasen­mä­her bleibt ste­hen. Wer jetzt auf das Mähen ver­zich­tet, schützt Insek­ten und Natur. „Wer dem Rasen Zeit zum Wach­sen gibt, der för­dert Lebens­raum für Bie­nen, Wild­bie­nen und Schmet­ter­lin­ge“, erklärt Corin­na Höl­zel, Gar­ten­ex­per­tin beim Bund für Umwelt und Natur­schutz Deutsch­land (BUND). Auch für Gartenbesitzer*innen lohnt sich das War­ten: Weni­ger Mähen spart Zeit und Ener­gie – eine bun­te, leben­di­ge Wie­se kann wach­sen. Für mehr Arten­viel­falt ruft der BUND alle Gar­ten­lieb­ha­ber auf: Wer­den Sie Arten­schüt­zer, machen Sie beim mäh­frei­en Mai mit.

Blü­hen­de Viel­falt statt Ein­heits­ra­sen

Vie­le Gartenbesitzer*innen wün­schen sich einen satt­grü­nen, kurz­ge­scho­re­nen Rasen. Doch gera­de im Mai lohnt es sich, die Natur machen zu las­sen: Gän­se­blüm­chen, Gun­der­mann, Ver­giss­mein­nicht, Thy­mi­an, Schaf­gar­be, Löwen­zahn und ande­re Wild­kräu­ter blü­hen jetzt beson­ders üppig und locken zahl­rei­che Insek­ten an. Wer sel­te­ner mäht, sorgt für mehr Arten­viel­falt im eige­nen Gar­ten und unter­stützt bedroh­te Bestäu­ber­ar­ten.

Fünf gute Grün­de für weni­ger Mähen:

  • Blü­hen­de Kräu­ter bie­ten Nah­rung für Bie­nen und Schmet­ter­lin­ge.
  • Der Boden bleibt feuch­ter und wider­stands­fä­hi­ger gegen Tro­cken­heit.
  • Sel­te­ner Mähen spart Zeit und Ener­gie.
  • Wild­kräu­ter för­dern die Boden­qua­li­tät und locken Vögel an.
  • Ein Kräu­ter­ra­sen ist pfle­ge­leicht und öko­lo­gisch wert­voll.

„Oft wach­sen nek­tar- und pol­len­hal­ti­ge Wild­kräu­ter wie Klee, Gän­se­blüm­chen, wil­de Stief­müt­ter­chen, Ehren­preis, Mar­ge­ri­ten oder Licht­nel­ken in der Wie­se lang­sa­mer als Gras. Wer häu­fig mäht, ver­hin­dert eine Blü­te die­ser für Insek­ten wert­vol­len Pflan­zen. Pro­bie­ren Sie es doch ein­mal aus: Eine bewusst wil­de Ecke im Gar­ten oder ein paar unge­mäh­te Kan­ten und Inseln ste­hen las­sen. Die Insek­ten wer­den es Ihnen dan­ken“, emp­fiehlt Corin­na Höl­zel.

Wich­tig ist auch, mit Dün­gen und Gie­ßen im Gar­ten auf­zu­hö­ren. Höl­zel: „Im Gegen­satz zu gezüch­te­ten Pflan­zen aus dem Gar­ten­cen­ter sind Wild­kräu­ter bes­tens ange­passt an nähr­stoff­ar­me und tro­cke­ne Böden. Wer gießt und düngt, för­dert das schnel­le Wachs­tum von Grä­sern. Und Pes­ti­zi­de sind im insek­ten­freund­li­chen Gar­ten sowie­so tabu.“

Wer dau­er­haft mehr Viel­falt möch­te, kann gezielt einen Kräu­ter­ra­sen anle­gen – mit hei­mi­schen Wild­blu­men und ‑kräu­tern, die wenig Pfle­ge brau­chen und das gan­ze Jahr über für Farb­tup­fer sor­gen.

Mehr Infor­ma­tio­nen:

Der Bund für Umwelt und Natur­schutz Deutsch­land (BUND) ist mit ins­ge­samt über 674.000 Mit­glie­dern und Unterstützer*innen einer der größ­ten Umwelt­ver­bän­de Deutsch­lands. Seit 50 Jah­ren enga­giert er sich unter ande­rem für eine öko­lo­gi­sche Land­wirt­schaft, den Kli­ma­schutz, den Schutz bedroh­ter Arten, des Wal­des und des Was­sers. Finan­ziert durch Spen­den und Mit­glieds­bei­trä­ge ist der BUND unab­hän­gig von Poli­tik und Wirt­schaft.

Foto: Pix­a­bay