Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht

von | 20. November 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Recht­zei­tig infor­mie­ren und regeln

Alt­mühl­fran­ken — Mit einer schrift­li­chen Pati­en­ten­ver­fü­gung kön­nen Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten für den Fall ihrer Ein­wil­li­gungs­un­fä­hig­keit in medi­zi­ni­schen Ange­le­gen­hei­ten vor­sorg­lich fest­le­gen, ob bestimm­te medi­zi­ni­sche Maß­nah­men durch­ge­führt oder unter­las­sen wer­den sol­len. Der­zeit kön­nen sich Inter­es­sier­te über eine Wan­der­aus­stel­lung, die ver­schie­de­ne Sta­tio­nen im Land­kreis hat, über das The­ma infor­mie­ren. Außer­dem fin­det am 11. Novem­ber eine Vor­tags­ver­an­stal­tung im Land­rats­amt zum The­ma Pati­en­ten­ver­fü­gung und Vor­sor­ge­voll­macht statt.

Eine Vor­sor­ge­voll­macht kann im Ernst­fall viel regeln und ent­las­ten – für Jung und Alt. Sie ist ein wich­ti­ges Instru­ment, um die eige­ne Hand­lungs­fä­hig­keit für den Fall vor­zu­be­rei­ten, wenn man selbst nicht mehr in der Lage ist, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen oder sei­nen Wil­len zu äußern. So kön­nen etwa Wün­sche zu noch nicht unmit­tel­bar bevor­ste­hen­den Unter­su­chun­gen des Gesund­heits­zu­stands, Heil­be­hand­lun­gen oder ärzt­li­chen Ein­grif­fen fest­ge­legt wer­den. Damit wird sicher­ge­stellt, dass der Pati­en­ten­wil­le umge­setzt wird, auch wenn er in der aktu­el­len Situa­ti­on nicht mehr geäu­ßert wer­den kann.

Zu die­sem The­ma hat die Betreu­ungs­stel­le gemein­sam mit den Betreu­ungs­ver­ei­nen eine Wan­der­aus­stel­lung kon­zi­piert. Die­se kann noch bis zum 23. Novem­ber im Foy­er des Land­rats­am­tes wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten besich­tigt wer­den. Anschlie­ßend wird sie bis zum 11. Janu­ar 2026 im Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken am Stand­ort Gun­zen­hau­sen vor­zu­fin­den sein.

Zusätz­lich fin­det am 11. Novem­ber um 18.00 Uhr im Sit­zungs­saal des Land­rats­am­tes (Bahn­hof­stra­ße 2, 91781 Wei­ßen­burg i. Bay.) ein Vor­trag zum The­ma Pati­en­ten­ver­fü­gung und Vor­sor­ge­voll­macht gemein­sam mit den Betreu­ungs­ver­ei­nen der AWO und der Cari­tas statt. Als Refe­ren­ten für das The­ma Pati­en­ten­ver­fü­gung konn­te Dr. Chris­ti­an Mau­ne, Lei­ter der SAPV Süd­fran­ken, gewon­nen wer­den. Er wird auch über das The­ma Spe­zia­li­sier­te Pati­en­ten­ver­sor­gung (SAPV) im Land­kreis infor­mie­ren. Die Betreu­ungs­ver­ei­ne wer­den das The­ma Vor­sor­ge­voll­macht über­neh­men.

„Es ist uns ein Anlie­gen, die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger über die Wich­tig­keit einer Pati­en­ten­ver­fü­gung und einer Vor­sor­ge­voll­macht zu infor­mie­ren und ihnen prak­ti­sche Unter­stüt­zung bei der Erstel­lung an die Hand zu geben. Der Vor­trag und die Aus­stel­lung bie­ten hier­für her­vor­ra­gen­de Mög­lich­kei­ten“, sagt Susan­ne Mar­thol von der Betreu­ungs­stel­le des Land­krei­ses.

Jede ein­wil­li­gungs­fä­hi­ge voll­jäh­ri­ge Per­son kann eine Pati­en­ten­ver­fü­gung ver­fas­sen, die sie jeder­zeit form­los wider­ru­fen kann. Es ist sinn­voll, sich von einer Ärz­tin, einem Arzt oder einer ande­ren fach­kun­di­gen Per­son bera­ten zu las­sen. Tref­fen die kon­kre­ten Fest­le­gun­gen in einer Pati­en­ten­ver­fü­gung auf die aktu­el­le Lebens- und Behand­lungs­si­tua­ti­on der Pati­en­tin oder des Pati­en­ten zu, sind die behan­deln­de Ärz­tin oder der behan­deln­de Arzt wie auch die Pfle­ge­fach­per­so­nen dar­an gebun­den. Ist eine recht­li­che Betreue­rin bzw. eine Bevoll­mäch­tig­te als Ver­tre­te­rin oder ein recht­li­cher Betreu­er bzw. ein Bevoll­mäch­tig­ter als Ver­tre­ter vor­han­den, hat sie oder er dem Wil­len der Pati­en­tin oder des Pati­en­ten Aus­druck und Gel­tung zu ver­schaf­fen.

Das Not­fall­heft des Land­rats­am­tes, in dem sich alle Vor­sor­ge­un­ter­la­gen befin­den, liegt zum Mit­neh­men in der Aus­stel­lung oder auch beim Vor­trag bereit. Zudem infor­mie­ren Fly­er über die Arbeit der Betreu­ungs­ver­ei­ne. Wer Inter­es­se an einer Bera­tung zu den bei­den The­men hat, kann sich an die bei­den Betreu­ungs­ver­ei­ne der AWO und der Cari­tas wen­den. Wer die Aus­stel­lung ger­ne anbie­ten möch­te, kann sich bei den Mit­ar­bei­te­rin­nen der Betreu­ungs­stel­le mel­den unter Tel. 09141 902–462.

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