Patrick Wirbeleit hat jetzt viele neue Fans in Gunzenhausen

von | 21. Mai 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­haussen (red). Auf dem Buch­markt wach­sen Ange­bot und Nach­fra­ge nach Kin­der­co­mics rasant. Das hat auch das Team der Stadt- und Schul­bü­che­rei Gun­zen­hau­sen im Auge und so war es schon seit län­ge­rem ein Wunsch, den erfolg­rei­chen Autor und Illus­tra­tor Patrick Wir­be­leit zu einer Lese­rei­se ein­zu­la­den. Jetzt hat es geklappt und bei elf Ver­an­stal­tun­gen kamen 617 Kin­der in den Genuss einer sehr unter­halt­sa­men Lesung und konn­ten dem Autor ihre Fra­gen stel­len.

Frü­her hat Patrick Wir­be­leit vor­ran­gig als Illus­tra­tor gear­bei­tet und die Zeich­nun­gen für vie­le Pixi-Bücher stam­men von ihm. Vor rund elf Jah­ren hat­te er die Idee zu dem Kin­der­co­mic „Kis­te“. Mit einem spre­chen­den Papp­kar­ton, der zwar ein guter Freund sein kann, aber auch aller­hand schrä­ge Ideen in die Welt setzt, hat­te er die Haupt­fi­gur für den ers­ten deut­schen Kin­der­co­mic erfun­den. Mitt­ler­wei­le hat er zusam­men mit dem Illus­tra­tor Uwe Heid­schöt­ter fünf Comic­bän­de mit „Kis­te“ ver­öf­fent­licht und die tur­bu­len­te Freund­schafts­ge­schich­te mit einer klei­nen Pri­se Magie gilt als der größ­te Kin­der­co­mic-Erfolg der ver­gan­ge­nen Jah­re.

Die älte­ren Kin­der mach­te Patrick Wir­be­leit auch mit „Gorm Grim“ bekannt. Ein wasch­ech­ter Wikin­ger, nicht beson­ders schlau und immer gut für ein biss­chen Cha­os im Leben sei­nes Freun­des Juli­us! Illus­triert wird die­se Rei­he von Kim Schmidt, der auch die Comics zu „???-Kids“ zeich­net.

Eine Autoren­le­sung ist immer eine beson­de­re Begeg­nung. Wer ist die Per­son, die sich die­se Geschich­te aus­ge­dacht oder die Bil­der gemalt hat? Büche­rei­lei­te­rin Caro­lin Föt­tin­ger ermun­ter­te das jun­ge Publi­kum bei den Lesun­gen zum Nach­fra­gen. Eine oft gestell­te Fra­ge war: „Woher hat man die Ideen für eine Geschich­te?“ Patrick Wir­be­leit erzähl­te, für ihn sei es nicht schwie­rig, sich etwas aus­zu­den­ken. Im Gegen­teil: Er habe immer­zu neue Ideen und sein Pro­blem sei eher, eine Idee aus­zu­wäh­len, die er dann auch umset­zen kann.

„Ist es eigent­lich anstren­gend, sol­che Bücher zu schrei­ben?“, frag­te eine Schü­le­rin. Als Ant­wort kam ein kla­res „Nein“ das Autors: Er sei ja sel­ber Zeich­ner und des­halb sehe er bei einer Geschich­te schon immer die Bil­der vor sich, die es zum Erzäh­len braucht. Damit ist auch Wir­be­leits Mar­ken­zei­chen gut beschrie­ben: Die Bil­der in sei­nen Comics erzäh­len die Geschich­te wei­ter und dazu braucht es auch nicht bei jedem Bild­ele­ment eine Sprech­bla­se.

Wenn bei­spiels­wei­se der Zau­be­rer Bartel­strunk sich als Schlan­ge ver­zau­bert und dann mühe­voll den Rück­wärts­zau­ber ver­sucht, sind die ein­zel­nen Pha­sen des Gestalt­wan­dels bebil­dert – und dies mit Lach­ef­fekt! „Aus Sicht der Lese­för­de­rung ist die Kom­bi­na­ti­on aus kur­zen Tex­ten und Bil­dern eine beson­de­re Lese­er­fah­rung, die vie­le Kin­der anspricht und die Lese­freu­de stei­gert.“, erläu­tert Büche­rei­lei­te­rin Caro­lin Föt­tin­ger. Von ihr gab es gro­ßes Lob für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler: „Ihr habt viel aus den Bil­dern her­aus­ge­le­sen!“

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zur Stadt- und Schul­bü­che­rei erhal­ten Sie unter buecherei.gunzenhausen.de, per Tele­fon unter 09831/508 320 oder per E‑Mail an buecherei@gunzenhausen.de.

Bild­un­ter­schrift: Der Erfin­der der erfolg­rei­chen Kis­te-Kin­der­co­mics Patrick Wir­be­leit war mit sei­nem beson­de­ren Lese-Pro­gramm an sie­ben Schu­len in und um Gun­zen­hau­sen zu Gast. Foto: Babett Gut­h­mann