Pflege vor Ort stärken

von | 7. September 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Ralph Edel­h­äu­ßer und Artur Auern­ham­mer im Aus­tausch mit der AWO

Hil­polt­stein – Wie kön­nen wir die Pfle­ge zukunfts­fest auf­stel­len und gleich­zei­tig dafür sor­gen, dass gesetz­li­che Vor­ga­ben im All­tag der sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen prak­ti­ka­bel blei­ben? Genau hier­zu fand ein Aus­tausch der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ralph Edel­h­äu­ßer (Wahl­kreis Roth) und Artur Auern­ham­mer (Wahl­kreis Weißenburg/Ansbach) mit Ver­ant­wort­li­chen des AWO Sozia­len Kom­pe­tenz-Zen­trums in Hil­polt­stein statt. Beim Besuch wur­de deut­lich: Der Ent­wurf des Pfle­ge­neu­ord­nungs­ge­set­zes darf nicht bei neu­en Rege­lun­gen ste­hen blei­ben, er muss sich dar­an mes­sen las­sen, ob Pfle­ge­kräf­te, Ein­rich­tun­gen und Ange­hö­ri­ge im All­tag tat­säch­lich ent­las­tet wer­den.

Mit 107 Bet­ten ist das AWO Sozia­les Kom­pe­tenz-Zen­trum des AWO Kreis­ver­band Mit­tel­fran­ken-Süd ein wich­ti­ger Bestand­teil der pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung vor Ort. Der AWO-Kreis­ver­band beschäf­tigt rund 2.300 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter und bringt damit umfang­rei­che prak­ti­sche Erfah­run­gen aus der täg­li­chen Pfle­ge­ar­beit ein.

Im Mit­tel­punkt stan­den der Ent­wurf des Pfle­ge­neu­ord­nungs­ge­set­zes und die Fra­ge, wie Pfle­ge vor Ort pra­xis­taug­lich gestärkt wer­den kann. Neben weni­ger Büro­kra­tie wur­den rea­lis­ti­sche Per­so­nal­schlüs­sel und die ver­läss­li­che tarif­li­che Refi­nan­zie­rung the­ma­ti­siert. Gesetz­li­che Vor­ga­ben müss­ten dabei stär­ker an der Pra­xis aus­ge­rich­tet sein, etwa bei den Vor­ga­ben zu Ein­zel­zim­mern. Zugleich sol­len ambu­lan­te Ange­bo­te wie die Tages­pfle­ge gestärkt wer­den, um Ange­hö­ri­ge zu ent­las­ten und sta­tio­nä­re Pfle­ge mög­lichst hin­aus­zu­zö­gern. Auch eine fle­xi­ble­re und pra­xis­ori­en­tier­te­re Nut­zung der vor­han­de­nen Pfle­ge­struk­tu­ren und der Aus­bau der Nacht­pfle­ge wur­den als wich­ti­ge Punk­te ange­spro­chen.

„Der Besuch bei der AWO hat mir ein­drück­lich gezeigt, wie drin­gend wir die Pfle­ge vor Ort stär­ken müs­sen. Das Pfle­ge­neu­ord­nungs­ge­setz muss des­halb dafür sor­gen, dass Pfle­ge­kräf­te ent­las­tet, Ange­hö­ri­ge unter­stützt und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen lang­fris­tig ver­läss­lich finan­ziert wer­den“, erklärt Ralph Edel­h­äu­ßer.

Für Artur Auern­ham­mer steht fest: „Gute Pfle­ge braucht ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen. Ent­schei­dend ist, dass gesetz­li­che Vor­ga­ben den Pfle­ge­all­tag tat­säch­lich ver­bes­sern und nicht zusätz­li­che Belas­tun­gen für Ein­rich­tun­gen und Beschäf­tig­te schaf­fen.“
Die Hin­wei­se und kon­kre­ten Erfah­run­gen aus der Pra­xis der AWO sol­len laut Edel­h­äu­ßer und Auern­ham­mer in das wei­te­re par­la­men­ta­ri­sche Ver­fah­ren ein­flie­ßen.

Bild­un­ter­schrift: Die bei­den Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Artur Auern­ham­mer und Ralph Edel­h­äu­ßer im Aus­tausch mit der AWO. Foto: Büro Artur Auern­ham­mer