Politiker informierten sich über Stallneubau am Müßighof

von | 5. Juni 2024 | Altmühlfranken

Abs­berg (RED). In der ver­gan­ge­nen Woche besuch­ten Bezirks­tags­prä­si­dent Peter Dani­el Fors­ter, Land­rat Manu­el West­phal und der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Hel­mut Schnotz den Müßig­hof. Beglei­tet wur­den sie von Mar­kus Heinz (Direk­tor Land­wirt­schaft­li­che Lehr­an­stal­ten Tri­es­dorf), und Bezirks­rat Hans Popp (Beauf­trag­ter für die Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten in Tri­es­dorf). Haupt­an­lass für den Besuch war der geplan­te Stall­neu­bau mit Wei­de­hal­tung für 75 Mut­ter­kü­he mit über­wie­gen­dem Anteil von Frän­ki­schem Gelb­vieh. Die mitt­ler­wei­le sel­te­ne Ras­se wird, so der Tenor in den Bezirks­gre­mi­en, als beson­ders schüt­zens­wert ange­se­hen. Neben Infor­ma­tio­nen hier­zu ging es gene­rell auch um ein bes­se­res Ver­ständ­nis des Müßig­hofs und des­sen sozi­al-öko­lo­gi­sches Kon­zept. Aus die­sem Grun­de war auch Doris Frohn­hö­fer, Gesamt­lei­te­rin von Regens Wag­ner Abs­berg, vor Ort, aber auch, um den Bezirks­tags­prä­si­den­ten ken­nen­zu­ler­nen, der den von Regens Wag­ner Abs­berg geführ­ten Hof zum ers­ten Mal besuch­te.

Mar­kus Heinz und Johan­nes Wag­ner (Bereichs­lei­tung Land­wirt­schaft) berich­te­ten über die lang­jäh­ri­ge Koope­ra­ti­on der Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten Tri­es­dorf mit dem Müßig­hof. Seit über 20 Jah­ren haben dort zahl­rei­che Schü­le­rin­nen und Schü­ler bezie­hungs­wei­se Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten ihr Pflicht-Prak­ti­kum auf dem Hof absol­viert, oft in Ver­bin­dung mit der Anfer­ti­gung einer wis­sen­schaft­li­chen Fach­ar­beit. Auch land­wirt­schaft­li­che Fach­grup­pen aus dem Aus­land kom­men immer wie­der auf den rund 143 Hekt­ar gro­ßen Model­be­trieb. Neben dem Anbau von Getrei­de, Feld­fut­ter, Obst, Gemü­se und Hack­früch­ten ist der Hof für sei­ne Mut­ter­kuh­hal­tung von Frän­ki­schem Gelb­vieh mit Och­sen­mast bekannt. Ver­mark­tet wer­den die Pro­duk­te direkt über den Hof­la­den.

Vor die­sem Hin­ter­grund, so Heinz, sei der Ent­schluss gereift, mit Regens Wag­ner „einen Neu­bau zu wagen, der bei uns in den Aus­bil­dungs­be­trieb zum The­ma öko­lo­gi­sche bzw. kon­ven­tio­nel­le Vieh­hal­tung mit ein­flie­ßen und auch die Ras­se erhal­ten kann“.

Beson­ders inter­es­sant und wich­tig an die­sem Pro­jekt ist auch die Mit­ein­be­zie­hung von Men­schen mit Behin­de­rung. Aktu­ell arbei­ten sie­ben Men­schen mit Behin­de­rung unter fach­lich päd­ago­gi­scher Lei­tung in der Land­wirt­schaft auf dem Müßig­hof mit. Die Auf­ga­ben­ver­tei­lung wird dabei auf das Leis­tungs­ver­mö­gen jedes ein­zel­nen abge­stimmt.

Der Bau des Stalls soll vor­aus­sicht­lich noch in die­sem Jahr begon­nen wer­den. Die Poli­ti­ker zeig­ten sich begeis­tert von die­sem zukunfts­wei­sen­den Kon­zept. Hel­mut Schnotz wört­lich: „ein tol­les Bei­spiel für geleb­te Inklu­si­on und nach­hal­ti­ge Land­wirt­schaft in unse­rer Regi­on!“

Foto: Vor dem alten Kuh­stall, der noch die­ses Jahr einem moder­nen Stall wei­chen soll: Johan­nes Wag­ner, Hans Popp, Mar­kus Heinz, Peter Dani­el Fors­ter, Doris Frohn­hö­fer, Hel­mut Schnotz, Manu­el West­phal (v.l.n.r)