Polizeibericht PI Gunzenhausen

von | 17. August 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Polizeibericht

Über den Markt­platz gerast

Gun­zen­hau­sen - In der Nacht vom 14. auf den 15.08.2026 kam auf dem Markt­platz in Gun­zen­hau­sen, vor der Spar­kas­se, zu einer laut­star­ken Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen einer Groß­zahl an Fami­li­en­mit­glie­dern. Als die Situa­ti­on gera­de das ers­te Mal beru­higt wur­de, schoss ein wei­ßer BMW aus Rich­tung Oet­tin­ger Stra­ße her­an und hielt vor dem Eis­ca­fé “La Piazz”. Fah­rer und Bei­fah­rer stie­gen aus und die Situa­ti­on heiz­te sich erneut enorm auf, konn­te jedoch von den ein­ge­setz­ten Poli­zei­kräf­ten soweit beru­higt wer­den, dass es zu kei­ner­lei kör­per­li­chen Zwi­schen­fäl­len kam. Letzt­lich wur­de allen Anwe­sen­den ein Platz­ver­weis erteilt.

Bei sei­ner Anfahrt an das Eis­ca­fe soll der BMW mit deut­lich erhöh­ter Geschwin­dig­keit im ver­kehrs­be­ru­hig­ten Bereich gefah­ren sein. Ins­be­son­de­re soll der BMW-Fah­rer sehr dicht an min­des­tens einem Fahr­rad­fah­rer vor­bei gefah­ren sein.

Zeu­gen des Fahr­ver­hal­tens und der oder die Fahrradfahrer/in wer­den gebe­ten, sich unter der Tele­fon­num­mer 09831 6788–0 mit der PI Gun­zen­hau­sen in Ver­bin­dung zu set­zen.

Fahr­rad­tu­ning durch Jugend­li­chen

Ditten­heim — Sams­tag­nacht gegen 00.15 Uhr hat sich eine Strei­fen­be­sat­zung der PI Gun­zen­hau­sen auf der Kreis­stra­ße WUG 27 zwi­schen Aha und Dit­ten­heim auf­ge­hal­ten, da dort im Vor­feld, durch unbe­kann­te Per­so­nen, Leit­pfos­ten auf der Fahr­bahn ver­teilt wor­den sind. Als sie gera­de den letz­ten Leit­pfos­ten zurück in sei­ne Hül­se steck­ten, nah­men sie ein Fahr­rad wahr, wel­ches ohne jeg­li­che Beleuch­tung und mit sehr hoher Geschwin­dig­keit auf der Stra­ße an den Beam­ten vor­bei­fuhr. Des­halb hat­ten sie sich dazu ent­schlos­sen das Fahr­rad einer Ver­kehrs­kon­trol­le zu unter­zie­hen und wegen des Fah­rens ohne Licht zu ver­war­nen. Bei der fol­gen­den Ver­kehrs­kon­trol­le des Jugend­li­chen aus einem Nach­bar­dorf konn­ten anschlie­ßend zahl­rei­che Ver­stö­ße auf­ge­deckt wer­den. Zunächst wur­de bei die­sem Alko­hol­ge­ruch fest­ge­stellt. Ein Atem­al­ko­hol­test zeig­te, dass die­ser zwar noch Fahr­rä­der hät­te
füh­ren dür­fen, jedoch kei­ne Kraft­fahr­zeu­ge. Bei einer genau­en Inau­gen­schein­nah­me des Fahr­ra­des konn­te fest­ge­stellt wer­den, dass die­ses offen­sicht­lich selbst getunt wur­de. Zum einen wur­de nach­träg­lich ein Elek­tro­mo­tor mit Akku ange­baut, als auch ein Gas­griff wodurch das Fahr­zeug ohne jeg­li­che Mus­kel­kraft bewegt wer­den kann. Zum ande­ren konn­ten die Beam­ten im Vor­feld bereits wahr­neh­men, dass das Fahr­zeug deut­lich schnel­ler als die erlaub­ten 25 km/h gefah­ren war. Wegen die­sen bei­den Umbau­ten wird aus dem Fahr­rad ein Kraft­rad, für wel­ches ande­re Vor­schrif­ten gel­ten. Der Jugend­li­che hät­te für die Benut­zung die­ses Zwei­ra­des eine Fahr­erlaub­nis benö­tigt, hät­te es ver­si­chern und ordent­lich zum Ver­kehr zulas­sen müs­sen. Des Wei­te­ren hät­te er bei der Benut­zung einen Helm tra­gen müs­sen. Durch die Qua­li­fi­zie­rung zum Kraft­rad war auch der Atem­al­ko­hol­wert des Jugend­li­chen deut­lich zu hoch, wes­halb spä­ter noch eine Blut­ent­nah­me bei die­sem durch­ge­führt wur­de. Mit die­sen Kon­se­quen­zen kon­fron­tiert, hat der Jugend­li­che dann auch noch fal­sche Per­so­na­li­en ange­ge­ben, um über sei­ne Iden­ti­tät hin­weg­zu­täu­schen.
Das getun­te Zwei­rad wur­de sicher­ge­stellt und wird durch einen Sach­ver­stän­di­gen begut­ach­tet. Der Jugend­li­che wur­de nach Abschluss der Maß­nah­men an sei­nen Vater über­ge­ben.