Sicher von A nach B kommen

von | 3. November 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Neue Rol­la­tor­spur im Gun­zen­häu­ser Orts­teil Wald

Gun­zen­hau­sen — Wo frü­her his­to­ri­sches Kopf­stein­pflas­ter zwar für male­ri­sche Optik sorg­te, aber für Senio­rin­nen und Senio­ren, Men­schen mit Han­di­cap oder Eltern mit Kin­der­wa­gen eine ech­te Hür­de dar­stell­te, herrscht im Gun­zen­häu­ser Orts­teil Wald nun neue Leich­tig­keit. Vor der Kir­che ersetzt eine frisch ange­leg­te Rol­la­tor­spur den müh­sa­men Weg über die unebe­nen Stei­ne. Das alte Pflas­ter, das durch Wit­te­rung und jahr­zehn­te­lan­ge Ero­si­on zusätz­lich an Sta­bi­li­tät ver­lo­ren hat­te, ver­hin­der­te einen siche­ren Stand. „Gera­de im öffent­li­chen Raum muss Bewe­gung ohne Ein­schrän­kung mög­lich sein“, beton­te Ers­ter Bür­ger­meis­ter Mat­thi­as Hörr. „Dazu gehö­ren ein siche­rer Stand und Wege ohne Hin­der­nis­se. Eine Rol­la­tor­spur erschien uns eine prak­ti­ka­ble und stol­per­freie Lösung, die sich zudem optisch gut ins Orts­bild inte­griert.“

Im fach­li­chen Aus­tausch mit Julia Braun, ehren­amt­li­che Beauf­trag­te für Men­schen mit Behin­de­rung in der Stadt Gun­zen­hau­sen, wur­de die Rol­la­tor­spur durch das Gun­zen­häu­ser Stadt­bau­amt geplant und umge­setzt. Die Gesamt­kos­ten belie­fen sich auf rund 55.000 Euro. „Bar­rie­re­frei­heit ist für uns kein Schlag­wort, son­dern Ver­pflich­tung“, ergänzt Jan Kret­zer aus dem städ­ti­schen Bau­amt. „Um die Teil­ha­be aller Men­schen am Ver­kehrs­ge­sche­hen zu ermög­li­chen, suchen wir immer nach Ver­bes­se­rungs­po­ten­ti­al, auch bei bestehen­der Infra­struk­tur. Rol­la­tor­spu­ren erleich­tern den Gang und, was oft ver­ges­sen wird, hel­fen Seh­be­hin­der­ten bei der Ori­en­tie­rung.“

Die prak­ti­sche Umset­zung erfolg­te durch die Exper­ten der Fir­ma Wag­ner aus Unter­wurm­bach, die die Maß­nah­me in nur einer Woche hoch­wer­tig und unkom­pli­ziert abschlos­sen. Die Gesamt­kos­ten belau­fen sich auf rund 55.000 Euro. Ein beson­de­rer Dank gilt dem ehe­ma­li­gen Wal­der Orts­spre­cher Gerald Bren­ner, des­sen lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment für eine Auf­wer­tung des Geh­wegs maß­geb­lich zu die­sem Erfolg bei­getra­gen hat. Und die gute Nach­richt für die Wal­der Bewoh­ner endet hier nicht, denn die Stadt Gun­zen­hau­sen plant bereits die nächs­te Etap­pe und möch­te die Rol­la­tor­spur im kom­men­den Jahr in Rich­tung Kin­der­gar­ten erwei­tern.

Foto: Stadt Gunzenhausen/Jan Kret­zer