So bleiben Medikamente sicher und wirksam

von | 11. Februar 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Apo­the­ken im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen infor­mie­ren zu Halt­bar­keit von Arz­nei­mit­teln

Wei­ßen­burg (red). In der Erkäl­tungs­zeit ist eine aus­rei­chend bestück­te Haus­apo­the­ke, die im Bedarfs­fall sofort ein­satz­be­reit ist, unver­zicht­bar. Wich­tig dabei ist, die Halt­bar­keit der vor­han­de­nen Medi­ka­men­te zu kon­trol­lie­ren. „Medi­ka­men­te haben kein Min­dest­halt­bar­keits­da­tum wie Lebens­mit­tel, son­dern ein Ver­falls­da­tum“, erklärt Apo­the­ke­rin Kat­rin Bin­kert, Pres­se­spre­che­rin der Apo­the­ker im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen und ergänzt: „Medi­ka­men­te, deren Ver­fall­da­tum abge­lau­fen ist, soll­ten nicht mehr ange­wen­det wer­den – auch, wenn sie äußer­lich ein­wand­frei wir­ken.“

Außer­dem ist zu beach­ten, dass vor allem flüs­si­ge Prä­pa­ra­te und Sal­ben nach Anbruch eine kür­ze­re Halt­bar­keit haben. Nur Inner­halb die­ser so genann­ten Auf­brauch­frist ist die Qua­li­tät des Medi­ka­ments garan­tiert. Zur rich­ti­gen Auf­be­wah­rung und Ent­sor­gung von Arz­nei­mit­teln, gibt Apo­the­ke­rin Bin­kert zusätz­lich Tipps und Hin­wei­se.

Rich­ti­ge Lage­rung ist ent­schei­dend

Medi­ka­men­te soll­ten immer gemäß den Emp­feh­lun­gen des Her­stel­lers gela­gert wer­den. Die häu­figs­ten Lage­rungs­hin­wei­se umfas­sen:

  1. Kühl lagern: Eini­ge Medi­ka­men­te, wie Insu­lin oder bestimm­te Anti­bio­ti­ka, benö­ti­gen eine küh­le Auf­be­wah­rung und sol­len des­halb im Kühl­schrank gela­gert wer­den.
  2. Tro­cken und vor Licht geschützt: Vie­le Arz­nei­mit­tel ver­lie­ren ihre Wir­kung, wenn sie Feuch­tig­keit oder direk­ter Son­nen­ein­strah­lung aus­ge­setzt sind. Bewah­ren Sie Medi­ka­men­te daher in tro­cke­nen, dunk­len Orten wie Schrän­ken oder Schub­la­den auf. Medi­ka­men­te soll­ten nicht in der Nähe von Heiz­kör­pern, Back­öfen oder ande­ren Wär­me­quel­len auf­be­wahrt wer­den.
  3. Außer­dem ist es wich­tig, Medi­ka­men­te in der Ori­gi­nal­ver­pa­ckung auf­zu­be­wah­ren, denn sie schützt vor Feuch­tig­keit und Licht und ent­hält oft einen Bei­pack­zet­tel mit wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen.

Medi­ka­men­ten­res­te rich­tig ent­sor­gen

Alt-Arz­nei­mit­tel sind aus recht­li­cher Sicht Haus­müll. Nicht mehr benö­tig­te oder ver­fal­le­ne Medi­ka­men­te kön­nen daher über die Rest­müll­ton­ne oder bei grö­ße­ren Men­gen über die Schad­stoff­sam­mel­stel­len ent­sorgt wer­den. Apo­the­ke­rin Bin­kert: „Wich­tig ist, dass Sie Ihre Medi­ka­men­te gut ver­pa­cken, bevor Sie sie in die Ton­ne wer­fen und sie – wenn mög­lich – erst am Lee­rungs­tag unter den Haus­müll mischen. So ver­mei­den Sie, dass Unbe­fug­te oder Kin­der an die Medi­ka­men­te gelan­gen.“ Auf kei­nen Fall soll­ten Medi­ka­men­ten­res­te in das Wasch­be­cken oder die Toi­let­te geleert wer­den, weil das auf Dau­er die Was­ser­qua­li­tät beein­träch­ti­gen kann. Das gilt auch für flüs­si­ge Arz­nei­mit­tel, wie z.B. Hus­ten­säf­te. „Wer sich nicht sicher ist, wie er sei­ne Alt-Medi­ka­men­te rich­tig ent­sorgt, kann in jeder Apo­the­ke im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen nach­fra­gen“, so Apo­the­ke­rin Bin­kert. Obwohl Apo­the­ker nicht ver­pflich­tet sind, Alt-Medi­ka­men­te zurück­zu­neh­men, wird die­ser Ser­vice noch in eini­gen Apo­the­ken ange­bo­ten. Auch hier lohnt sich die Nach­fra­ge.

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