Sommerliche Tour zur Unterstützung regionaler Verkehrsprojekte

von | 21. August 2024 | Allgemein

Ver­kehrs­pro­jek­te im Fokus: Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Jan Plob­ner besucht Gemein­den der Regi­on

(red). In der sit­zungs­frei­en Zeit des Deut­schen Bun­des­ta­ges, der soge­nann­ten par­la­men­ta­ri­schen Som­mer­pau­se, nutzt der Alt­dor­fer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Jan Plob­ner (SPD) die Gele­gen­heit, ver­schie­de­ne Gemein­den in der Regi­on zu besu­chen. Als Mit­glied im Ver­kehrs­aus­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges ist es Plob­ner ein beson­de­res Anlie­gen, regio­na­le Ver­kehrs­pro­jek­te ken­nen­zu­ler­nen und zu erfah­ren, wo die Bun­des­po­li­tik unter­stüt­zend wir­ken kann. In Gemein­den des Land­krei­ses wur­de er von ört­li­chen Funk­tio­nä­ren und Mit­glie­dern der SPD emp­fan­gen.

Bei sei­nem ers­ten Stopp in Wei­ßen­burg wur­de Plob­ner mit einer bekann­ten Her­aus­for­de­rung kon­fron­tiert: dem Bahn­hof. Die­ses „Tor zur Stadt“ zeigt ein­drucks­voll das Enga­ge­ment der Gemein­de, die den Bahn­hof erwor­ben und reno­viert hat. Den­noch besteht wei­ter­hin ein erheb­li­ches
Pro­blem: die man­geln­de Bar­rie­re­frei­heit. Feh­len­de Auf­zü­ge und bar­rie­re­freie Zugän­ge erschwe­ren Rei­sen­den, ins­be­son­de­re Per­so­nen mit Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen und Eltern mit Kin­der­wa­gen, den Zugang zu den Zügen. Die umfas­sen­de Sanie­rung des Bahn­hofs­ge­bäu­des erfor­dert wohl auch eine Anpas­sung der Bahn­steig­hö­hen und viel­leicht sogar der Ober­lei­tun­gen, was das Pro­jekt kom­pli­ziert macht. Für eine erfolg­rei­che Umset­zung braucht es daher Res­sour­cen aus Stadt, Kreis und der Deut­schen Bahn. Die Bahn­stei­ge 3 und 4 sind für bewe­gungs­ein­ge­schränk­te Per­so­nen kaum oder gar nicht erreich­bar. Ein bar­rie­re­frei­er Zugang ist für man­che nur über einen zeit­auf­wän­di­gen Umstieg in Treucht­lin­gen mög­lich, was beson­ders für Rei­sen­de aus nörd­li­cher Rich­tung pro­ble­ma­tisch ist. Ehren­amt­lich Enga­gier­te aus den Rei­hen der SPD Wei­ßen­burg , wie die stv. Vor­sit­zen­de Eva Reich­stadt und SPD-Stadt­rat Harald Dösel nutz­ten die Gele­gen­heit, um sich über die Sicht­wei­se Ber­lins auf Pro­jek­te wie die­ses zu infor­mie­ren und für ent­spre­chen­de Unter­stüt­zung zu wer­ben.

In Gun­zen­hau­sen, dem zwei­ten Stopp, wur­de Plob­ner von den Stadt­rä­ten Paul Pfei­fer und Bian­ca Bau­er sowie Anwoh­ne­rin­nen emp­fan­gen. Sie mach­ten ihn auf die stark belas­te­ten Durch­fahrts­stra­ßen der Stadt auf­merk­sam und schil­der­ten die Pro­ble­me der aktu­el­len Ver­kehrs­füh­rung. Plob­ner zeig­te gro­ßes Ver­ständ­nis für die Situa­ti­on und beton­te die Bedeu­tung gemein­sa­mer Lösun­gen.

Eben­falls auf der Lis­te der besuch­ten Orte stand Markt Berolz­heim, wo Plob­ner sich im ört­li­chen Cafe mit Ver­tre­tern der SPD-Kreis­tags­frak­ti­on traf, um sich über die Situa­ti­on des öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs im Land­kreis zu infor­mie­ren. Man war sich dar­über einig, dass es zwin­gend
not­wen­dig ist die Ver­kehrs­wen­de zu schaf­fen, wenn man eine Chan­ce haben will, den men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del zu stop­pen und den zukünf­ti­gen Gene­ra­tio­nen eine lebens­wer­te Erde zu hin­ter­las­sen. Es sei daher wich­tig, die Att­ratki­vi­tät des ÖPNV auch auf dem Land zu stei­gern. Für ein attrak­ti­ves Ange­bot ist eine höhe­re Tak­tung, eine grö­ße­re Abde­ckung und eine Aus­wei­tung des Ruf­bus­net­zes not­wen­dig. Das größ­te Hin­der­nis für eine flä­chen­de­cken­de Ver­sor­gung sei­en aber die Per­so­nal­kos­ten. „Der tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt im Bereich des auto­no­men Fah­rens kann daher ein Bau­stein für eine höhe­re Ver­sor­gung des öffent­li­chen Raums mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln sein“, so Mathi­as
Hertlein, Vor­sit­zen­der der SPD-Kreis­tags­frak­ti­on.

Eben­so einig war man sich dar­über, dass es ein gro­ßer Feh­ler war, klei­ne­re Bahn­hö­fe wie den Bahn­hof Markt Berolz­heim zu schlie­ßen. Die­se Bahn­hö­fe wären jetzt enorm hilf­reich und wür­den den Aus­bau des ÖPNV auf der Stra­ße flan­kie­ren. Hertlein stell­te abschlie­ßend fest: „Es geht nicht dar­um den Men­schen das Auto zu ver­bie­ten, das wäre Blöd­sinn und auf dem Land auch gar nicht mach­bar. Der ÖPNV muss statt­des­sen so attrak­tiv wer­den, dass er eine ech­te Alter­na­ti­ve zum Auto ist. Nur wenn Bus­se und Bah­nen pün­kltich und regel­mä­ßig fah­ren, wer­den die Men­schen auch umstei­gen“.

Der vier­te und letz­te Stopp führ­te Plob­ner nach Treucht­lin­gen. Hier begrüß­ten ihn unter ande­rem die Stadt­rä­te Sebas­ti­an Hartl und Ste­fan Fischer sowie der stell­ver­tre­ten­de Land­rat und Bür­ger­meis­ter a.D. Wer­ner Baum. Der Fokus lag hier auf der Bahn­in­fra­struk­tur, die die Kom­mu­ne finan­zi­ell stark belas­tet. Zudem wur­den die Her­aus­for­de­run­gen der Ver­kehrs­füh­rung für Schwer­last­ver­kehr sowie die Suche nach alter­na­ti­ven Stre­cken dis­ku­tiert. Ein zen­tra­les Anlie­gen ist die schlep­pen­de Pla­nung der
Orts­um­fah­rung Diet­furt, die seit Jah­ren von den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern gefor­dert wird. Trotz
mona­te­lan­ger War­te­zeit auf wich­ti­ge Gut­ach­ten für die Vor­pla­nung des Pro­jekts, fehlt es wei­ter­hin an
ver­bind­li­chen Finan­zie­rungs­zu­sa­gen des Bun­des. Die SPD-Mit­glie­der beton­ten nach­drück­lich ihre
For­de­rung nach einer schnel­len und ver­läss­li­chen finan­zi­el­len Unter­stüt­zung.
Jan Plob­ner zeig­te sich beein­druckt von dem Enga­ge­ment und der Ent­schlos­sen­heit der Gemein­den
und ver­sprach, die gewon­ne­nen Ein­drü­cke und Anre­gun­gen in sei­ne Arbeit im Ver­kehrs­aus­schuss des
Deut­schen Bun­des­ta­ges ein­flie­ßen zu las­sen. Die Besu­che in Wei­ßen­burg, Gun­zen­hau­sen und
Treucht­lin­gen haben deut­lich gemacht, wie wich­tig eine enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen
Bun­des­po­li­tik und kom­mu­na­len Akteu­ren ist, um die regio­na­len Ver­kehrs­pro­jek­te erfolg­reich
vor­an­zu­trei­ben.

Bild­un­ter­schrift: Bespre­chung der Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten am Wei­ßen­bur­ger Bahn­hof mit Mit­glie­dern des SPD-Orts­ver­eins Wei­ßen­burg, Kreis­vor­sit­zen­dem Harald Dösel (4.v.l.) und MdB Jan Plob­ner (3.v.r.). Foto: Pres­se­bü­ro MdB Jan Plob­ner