Spargelsaison in Bayern

von | 15. April 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Regio­na­ler und sai­so­na­ler geht’s nicht

2025 lag laut Bun­des­an­stalt für Land­wirt­schaft und Ernäh­rung (BLE) der Pro-Kopf-Ver­brauch von fri­schem Spar­gel bei 1,2 Kilo­gramm. Rund 82 Pro­zent stamm­ten dabei aus deut­scher Ern­te. „Spar­gel steht wie kaum ein ande­res Gemü­se für regio­na­le und sai­so­na­le Küche“, sagt Anne­gret Win­ter, Ernäh­rungs­exper­tin bei der AOK in Mit­tel­fran­ken. Baye­ri­schen Spar­gel gibt es ab April bis 24. Juni. Die­ses Datum ist gesetzt, damit sich die Spar­gel­pflan­ze aus­rei­chend lan­ge bis zur nächs­ten Ern­te erho­len kann. Spar­gel ist zart im Geschmack, kuli­na­risch aus­ge­spro­chen viel­sei­tig und dabei kalo­rien­arm: Ein gan­zes Pfund Spar­gel bringt gera­de mal 90 Kalo­rien mit. Trotz­dem ste­cken in ihm vie­le gesun­de Inhalts­stof­fe. Er ver­sorgt den Kör­per mit­reich­lich Kali­um, dem wert­vol­len Mine­ral­stoff, der ent­wäs­sernd wirkt. Außer­dem ent­hält Spar­gel viel an Vit­amin C und B‑Vitaminen wie Fol­säu­re. „Die­se Wirk­stof­fe unter­stüt­zen die Funk­ti­on des Ner­ven- und des Immun­sys­tems und hal­ten uns rund­um fit“, so Anne­gret Win­ter. Ob jemand grü­ne oder wei­ße Stan­gen bevor­zugt, ist vor allem Geschmacks­sa­che. Die grü­nen Vari­an­ten gel­ten als etwas aro­ma­ti­scher und besit­zen – genau­so wie die Stan­gen mit vio­let­ten Köp­fen – mehr gesund­heits­för­dern­de sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe als die wei­ßen.

Viel­sei­tig für leich­te Gerich­te ver­wend­bar

Spar­gel ist in der Küche viel­fäl­tig ein­setz­bar. Man kann ihn kochen, düns­ten, dämp­fen, bra­ten, im Ofen backen oder sogar gril­len. Für klas­si­schen, gekoch­ten Spar­gel die Stan­gen zehn bis 15 Minu­ten lang in Salz­was­ser kochen. Um Bit­ter­stof­fe im Spar­gel zu redu­zie­ren, hilft eine Pri­se Zucker im Koch­was­ser. Anstatt Gerich­ten mit reich­lich But­ter- oder Hol­lan­dai­se-Sau­ce emp­fiehlt Anne­gret Win­ter, Spar­gel ganz klas­sisch mit mage­rem Schin­ken, Pell­kar­tof­feln und wenig zer­las­se­ner But­ter zu kom­bi­nie­ren.

Spar­gel klas­sisch

Pro Per­son brau­chen Sie:

200 — 250 g fest­ko­chen­de Kar­tof­feln

500 g wei­ßen Spar­gel

Salz, eine Pri­se Zucker, etwas But­ter

100 g Joghurt mit 1 TL gehack­ten fri­schen Kräu­tern (z.B. Kres­se, Schnitt­lauch, Ker­bel)
– oder –

1 EL But­ter (15 – 20 g)

Zube­rei­tung: fest­ko­chen­de Kar­tof­feln waschen und in der Scha­le gar­ko­chen. Spar­gel waschen, put­zen, schä­len. Was­ser mit Salz, etwas Zucker und etwas But­ter zum Kochen brin­gen, Spar­gel dar­in 10 – 15 Minu­ten biss­fest kochen. Die Kar­tof­feln schä­len, zusam­men mit dem Spar­gel und Joghurt oder But­ter anrich­ten.  

Tipp:

  • Wer es ganz klas­sisch mag, kann das Gericht um eine Schei­be gekoch­ten Schin­ken ergän­zen
  • Ansons­ten passt dazu eine klei­ne Por­ti­on gedüns­te­ter Fisch (Lachs, Kabel­jau oder Heil­butt), geschmor­te Cham­pi­gnons oder geba­cke­ner Tofu

Im Inter­net: Gesun­de Spar­gel­re­zep­te und Tipps für den Spar­gel­kauf (www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/gesunde-spargelrezepte-und-tipps-fuer-den-spargelkauf/)

Bild­un­ter­schrift: Jetzt ist Spar­gel­sai­son – vie­le mögen ihn am liebs­ten „klas­sisch“. Foto: Pan­ther­Me­dia / fred­green­hat