Stadt Gunzenhausen — Fair-Trade-Rosen für starke Frauen

von | 21. März 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Gun­zen­hau­sen (red). Im Auf­trag der Nächs­ten­lie­be – mit einem brei­ten Ange­bot an gebrauch­ten Waren ist das Gun­zen­häu­ser Dia­ko­nie­kauf­haus in der Leon­hards­ruh­stra­ße ein Mek­ka für Spar­füch­se und für Men­schen, die ger­ne bewusst und nach­hal­tig ein­kau­fen. Dane­ben ist das Pro­jekt des Dia­ko­ni­schen Werks Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen e.V. eine Stüt­ze von in Not gera­te­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Ein Team aus rund 40 haupt- und ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern küm­mert sich fünf Tage die Woche um die Wün­sche der zahl­rei­chen Kun­den. Dabei geht es nicht immer um den Ver­kauf, auch als gesell­schaft­li­cher Treff ist das Sozi­al­kauf­haus eine belieb­te Adres­se. Hier fin­det Mann oder Frau nicht nur das ein oder ande­re Schnäpp­chen, son­dern immer auch ein offe­nes Ohr. Am 8. März, pünkt­lich zum Welt­frau­en­tag, wur­den den enga­gier­ten Frau­en des Dia­ko­nie­kauf­hau­ses auf Initia­ti­ve der Fair-Trade-Steue­rungs­grup­pe der Stadt Gun­zen­hau­sen als klei­ne Aner­ken­nung für ihr gro­ßes Enga­ge­ment fai­re Rosen über­reicht. Die Fair-Trade-Bot­schaf­ter­kin­der der Grund­schu­le Süd über­ga­ben die vom Stadt­mar­ke­ting Gun­zen­hau­sen e.V. gespon­ser­ten Rosen an die Mit­ar­bei­te­rin­nen.

„Mit die­ser klei­nen Ges­te wol­len wir den star­ken Frau­en im Dia­ko­nie­kauf­haus unse­re Wert­schät­zung aus­drü­cken“, betont Ingrid Sca­la, Stadt­rä­tin der Grü­nen und Spre­che­rin der Fair-Trade-Steue­rungs­grup­pe. „Die Frau­en küm­mern sich mit viel Herz­blut und Nächs­ten­lie­be um sozi­al Schwä­che­re. Ohne die­se Men­schen wäre unser Leben ärmer und es gilt auch mal Dan­ke zu sagen.“

Die gebrauch­ten Ver­kaufs­ge­gen­stän­de stam­men meist aus Sach­spen­den, die­se kön­nen wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten in der Leon­hardstruh­stra­ße abge­ge­ben wer­den. Hand aufs Herz, die meis­ten von uns ken­nen das: Noch gute Kla­mot­ten wer­den aus­sor­tiert oder in die Jah­re gekom­me­ne Elek­tro­ge­rä­te müs­sen einer Neu­an­schaf­fung wei­chen – dabei sind die alten Sachen noch gut und müs­sen nicht gleich weg­ge­wor­fen wer­den. „Über das Dia­ko­nie­kauf­haus bekom­men die Waren andern­orts ein zwei­tes Leben geschenkt, außer­dem wer­den der Geld­beu­tel und die Umwelt geschont“, betont Jea­nette Holz­schuh vom Stadt­mar­ke­ting Gun­zen­hau­sen e.V. „Fair-Trade ist für uns nur ein Über­be­griff, denn zum fair sein gehört auch der bewuss­te Umgang mit Res­sour­cen. Als Fair-Trade-Stadt posi­tio­nie­ren wir uns klar gegen die Weg­werf­ge­sell­schaft und unter­stütz­ten Pro­jek­te wie das Dia­ko­nie­kauf­haus.“

40 Haupt- und Ehren­amt­li­che im Gun­zen­häu­ser Dia­ko­nie­kauf­haus hört sich zwar nach viel an, aller­dings ist der Bedarf deut­lich grö­ßer. Die Gemein­schaft freut sich daher immer über zusätz­li­che hel­fen­de Hän­de. Wer ger­ne aktiv sein möch­te, der kann wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten zum Schnup­pern kom­men oder sich unter der Tele­fon­num­mer 09831/612156 über das Dia­ko­nie­kauf­haus infor­mie­ren.

Alle Mit­ar­bei­te­rin­nen beka­men von den anwe­sen­den Schü­lern der Grund­schu­le Süd rote Rosen über­reicht. Die Grund­schu­le Süd wur­de vor nicht all­zu lan­ger Zeit als ers­te Fair-Trade-Grund­schu­le im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen zer­ti­fi­ziert. Dazu haben die Kin­der der Ethik-Grup­pe einen gro­ßen Bei­trag geleis­tet. Rek­to­rin Ingrid Papp­ler ist zurecht stolz: „Wir wol­len die Welt jeden Tag ein klei­nes biss­chen bes­ser machen. Rosen kom­men meist aus Afri­ka, wo die Fel­der in der Regel von Frau­en bear­bei­tet wer­den. Die­se haben meist schlech­te­re Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen als Män­ner. Heu­te ver­schen­ken wir fai­re Rosen von Frau­en für Frau­en.“

Foto: Stadt Gun­zen­hau­sen