Stadt Gunzenhausen – Fairtrade-Steuerungsgruppe zu Gast in der Fairtrade-Grundschule Süd

von | 17. April 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen (red). „Als Schu­le wol­len wir die Welt ein klei­nes biss­chen bes­ser machen!“ Rek­to­rin Ingrid Papp­ler bringt es auf den Punkt, denn die Grund­schu­le Süd setzt regel­mä­ßig Zei­chen in Sachen Nach­hal­tig­keit und Umwelt­schutz. Für ihre Bemü­hun­gen wur­de die Schu­le 2021 mit dem Baye­ri­schen Bio­di­ver­si­täts­preis belohnt. Ein Jahr spä­ter wur­de die Gun­zen­häu­ser Lehr­an­stalt als ers­te Grund­schu­le im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen offi­zi­ell als Fair­trade-School aus­ge­zeich­net. Ein paar Mona­te spä­ter zog dann die Stadt Gun­zen­hau­sen nach und wur­de von der Fair­trade-Bewe­gung offi­zi­ell als Fair­trade-Town zer­ti­fi­ziert. Mitt­ler­wei­le wur­de der Titel erfolg­reich ver­tei­digt, die ört­li­che Steue­rungs­grup­pe macht also einen guten Job und setzt immer wie­der Akzen­te für eine glo­ba­le Gleich­be­hand­lung. „Wir möch­ten etwas ändern und vie­le Men­schen unter­stüt­zen unse­re Idee“, erklärt Kers­tin Zels, Spre­che­rin der Gun­zen­häu­ser Fair­trade-Steue­rungs­grup­pe. „Das macht natür­lich stolz, jedoch gibt es wei­ter­hin viel zu tun. Wich­tig ist die gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung, nur gemein­sam wer­den wir lang­fris­tig etwas bewe­gen kön­nen. Von den enga­gier­ten Grund­schul­kin­der der Süd haben wir schon viel gehört. Jetzt woll­ten wir uns mal anse­hen, was die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in Sachen Fair­trade auf die Bei­ne gestellt haben.“

Immer mon­tags betrei­ben die Ethik­schü­le­rin­nen und ‑schü­ler aus den vier­ten Klas­sen einen Fair­trade-Kiosk in der Pau­se. Dort dür­fen alle ein­kau­fen, die Kin­der orga­ni­sie­ren selbst­stän­dig den Ver­kauf. Rek­to­rin Ingrid Papp­ler muss nur für regel­mä­ßi­gen Nach­schub an Snacks sor­gen und das Geld ver­wal­ten. „Die Kin­der sind mit dem Kopf und dem Her­zen dabei, sie wis­sen um die Unge­rech­tig­keit in der Welt und set­zen mit klei­nen Aktio­nen Zei­chen“, erklärt die Schul­lei­tung. „Das Fair­trade-Kiosk ist nur ein Teil der Bemü­hun­gen. Wir machen regel­mä­ßig auf das The­ma auf­merk­sam und sen­si­bi­li­sie­ren wann immer mög­lich. Fair­trade ist zum wich­ti­gen Bestand­teil unse­res Schull­all­tags gewor­den.“

Die Kin­der haben mitt­ler­wei­le ein gro­ßes Wis­sen über die glo­ba­le Bewe­gung ange­häuft. Sie gehen mit gutem Bei­spiel vor­an und unter­stüt­zen auch die Steue­rungs­grup­pe regel­mä­ßig bei Aktio­nen rund um das The­ma. So war die Grund­schu­le Süd schon beim Bür­ger­fest dabei, als das Tor­wand­schie­ßen mit fair gehan­del­ten Fuß­bäl­len gro­ße und klei­ne Kin­der begeis­ter­te. Dane­ben bas­teln sie in der Vor­weih­nachts­zeit Fair­trade-Geschenk­tü­ten für das Gun­zen­häu­ser Christ­kind oder ver­tei­len fair gehan­del­te Rosen am Welt­frau­en­tag an ehren­amt­lich täti­ge Frau­en. „Unser Gun­zen­hau­sen ist lebens- und lie­bens­wert. Uns geht es gut, doch was wir ein­for­dern, soll­te auch für Men­schen in ärme­ren Regio­nen gel­ten“, so Spre­che­rin Kers­tin Zels. „Die Kin­der gehen mit gutem Bei­spiel vor­an und das ist groß­ar­tig. Die Idee braucht Unter­stüt­zer, denn nur dann lässt sich irgend­wann der Sta­tus quo ändern. Vie­len Dank für das gro­ße Enga­ge­ment.“

Natür­lich durf­ten auch die Mit­glie­der der Fair­trade-Steue­rungs­grup­pe am Kiosk eine klei­ne Köst­lich­keit kau­fen. Die Kin­der freu­ten sich und wer­den sich sicher auch künf­tig für fai­ren Welt­han­del ein­set­zen. Die Fair­trade-Steue­rungs­grup­pe wird eben­falls dar­an arbei­ten, dass sich nach und nach ein Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein für nach­hal­ti­gen Kon­sum, gerech­te Arbeits­be­din­gun­gen und fai­re Ent­loh­nung ent­wi­ckelt. Wer hier­bei unter­stüt­zen möch­te, der kann sich unter www.gunzenhausen.de infor­mie­ren. Ansprech­part­ner inner­halb der Ver­wal­tung ist Wirt­schafts­för­de­rer Mat­thi­as Hörr, erreich­bar unter der Tel. 09831/508 131 oder per E‑Mail an wifoe@gunzenhausen.de.

Foto: Stadt Gunzenhausen/Manuel Gros­ser