… auf der Freilichtbühne in Muhr am See
Muhr am See – Nach dem gelungenen Start in die diesjährige Theatersaison mit dem Stück „Ziemlich beste Freunde“ nach dem gleichnamigen Film von Olivier Nakache und Éric Toledano lud der Freundeskreis zu einer musikalischen Lesung der besonderen Art auf die Freilichtbühne des Muhrer Bürgerhofes.
Die beiden Vorsitzenden Renate Peiffer und Heiko Schreiner begrüßten die 150 Besucher auf der Tribüne der ausverkauften Freilichtbühne zu einem musikalischen Kulturabend rund um den Songwriter Leonard Cohen. Die Musiker Alessandro Mega (Gesang und Gitarre), Anja Lenz (Piano und Gesang), Franziska Argmann (Violine und Gesang) und Jonas Schmidt (Percussion), interpretierten einfühlsam Cohens Songs. Lieder wie „So Long, Marianne”, „Bird On The Wire”, „Dance Me To The End Of Love” und natürlich „Hallelujah” erzählten von den Höhen und Tiefen, Sehnsüchten und Abgründen aus einem inspirierenden Leben.
Die charakteristische, raue Stimme des italienischen Sängers Alessandro Mega wurde begleitet von den zerbrechlich anmutenden Frauenstimmen von Franziska Altmann und der aus Muhr stammenden Anja Lenz. Das kraftvolle Piano und der treibende Bass harmonierten mit zartem Violinspiel und Gitarrenklängen. Jonas Schmidt rundete mit seinem abwechslungsreichen und einfühlsamen Percussionspiels den musikalischen Eindruck ab. So entstand eine musikalische Landschaft aus Gegensätzen.
Mal düster und melancholisch, mal heiter und voller Ironie.
Ganz so wie das Leben Leonard Cohens, das aus so vielen Facetten bestand:Der Schauspieler und Regisseur Robert Arnold vom Theater Ansbach gab mit seinen Lesebeiträgen einen Einblick in das Leben Cohens aus Kunst und Musik, Spiritualität, Glauben, Sexualität, Leidenschaft und Melancholie. Die Einblicke in die Künstlerbiografie Cohens ergänzten die Songs und sorgten für einen abwechslungsreichen Abend auf den Spuren des berühmten Musikers.
Die Konzertbesucher zeigten sich von Anfang begeistert von der musikalischen Darbietung der Band und der textlichen Gestaltung des Schauspielers und bedankten sich mit mit einem sehr lang anhaltenden Applaus und Standing Ovations. Die Musiker erfüllten natürlich gerne den Wunsch nach Zugaben mit drei Musikstücken.
Zum Schluss wurde es noch etwas melancholisch als sich die Band von ihrem Leser Robert Arnold verabschiedete der in sechs Woche zum Theater nach Wolfsburg wechselt. Er sagte aber zu dass er immer wieder nach Süddeutschland zurückkehren und das Kunstprojekt rund um Leonard Cohen weiter begleiten und am Leben erhalten wird.
Die Besucher hatten ein Konzerterlebnis der besonderen Art das allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Sie gingen mit dem Gefühl eines kulturell hochwertigen und unterhaltsamen Abends nach Hause und genossen den ganzen Abend über die angebotenen Snacks und Getränke des Freundeskreises der Altmühlsee-Festspiele.
Weitere Bilder gibt es online auf der Facebookseite altmühlfranken.online.
Foto: Klaus Heger


