Standing Ovations für Leonard Cohen Tribute

von | 18. Juni 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

… auf der Frei­licht­büh­ne in Muhr am See

Muhr am See – Nach dem gelun­ge­nen Start in die dies­jäh­ri­ge Thea­ter­sai­son mit dem Stück „Ziem­lich bes­te Freun­de“ nach dem gleich­na­mi­gen Film von Oli­vi­er Naka­che und Éric Toled­a­no lud der Freun­des­kreis zu einer musi­ka­li­schen Lesung der beson­de­ren Art auf die Frei­licht­büh­ne des Muhrer Bür­ger­ho­fes.

Die bei­den Vor­sit­zen­den Rena­te Peif­fer und Hei­ko Schrei­ner begrüß­ten die 150 Besu­cher auf der Tri­bü­ne der aus­ver­kauf­ten Frei­licht­büh­ne zu einem musi­ka­li­schen Kul­tur­abend rund um den Song­wri­ter Leo­nard Cohen. Die Musi­ker Ales­san­dro Mega (Gesang und Gitar­re), Anja Lenz (Pia­no und Gesang), Fran­zis­ka Arg­mann (Vio­li­ne und Gesang) und Jonas Schmidt (Per­cus­sion), inter­pre­tier­ten ein­fühl­sam Cohens Songs. Lie­der wie „So Long, Mari­an­ne”, „Bird On The Wire”, „Dance Me To The End Of Love” und natür­lich „Hal­le­lu­jah” erzähl­ten von den Höhen und Tie­fen, Sehn­süch­ten und Abgrün­den aus einem inspi­rie­ren­den Leben.
Die cha­rak­te­ris­ti­sche, raue Stim­me des ita­lie­ni­schen Sän­gers Ales­san­dro Mega wur­de beglei­tet von den zer­brech­lich anmu­ten­den Frau­en­stim­men von Fran­zis­ka Alt­mann und der aus Muhr stam­men­den Anja Lenz. Das kraft­vol­le Pia­no und der trei­ben­de Bass har­mo­nier­ten mit zar­tem Vio­lin­spiel und Gitar­ren­klän­gen. Jonas Schmidt run­de­te mit sei­nem abwechs­lungs­rei­chen und ein­fühl­sa­men Per­cus­sionspiels den musi­ka­li­schen Ein­druck ab. So ent­stand eine musi­ka­li­sche Land­schaft aus Gegen­sät­zen.
Mal düs­ter und melan­cho­lisch, mal hei­ter und vol­ler Iro­nie.

Ganz so wie das Leben Leo­nard Cohens, das aus so vie­len Facet­ten bestand:Der Schau­spie­ler und Regis­seur Robert Arnold vom Thea­ter Ans­bach gab mit sei­nen Lese­bei­trä­gen einen Ein­blick in das Leben Cohens aus Kunst und Musik, Spi­ri­tua­li­tät, Glau­ben, Sexua­li­tät, Lei­den­schaft und Melan­cho­lie. Die Ein­bli­cke in die Künst­ler­bio­gra­fie Cohens ergänz­ten die Songs und sorg­ten für einen abwechs­lungs­rei­chen Abend auf den Spu­ren des berühm­ten Musi­kers.

Die Kon­zert­be­su­cher zeig­ten sich von Anfang begeis­tert von der musi­ka­li­schen Dar­bie­tung der Band und der text­li­chen Gestal­tung des Schau­spie­lers und bedank­ten sich mit mit einem sehr lang anhal­ten­den Applaus und Stan­ding Ova­tions. Die Musi­ker erfüll­ten natür­lich ger­ne den Wunsch nach Zuga­ben mit drei Musik­stü­cken.

Zum Schluss wur­de es noch etwas melan­cho­lisch als sich die Band von ihrem Leser Robert Arnold ver­ab­schie­de­te der in sechs Woche zum Thea­ter nach Wolfs­burg wech­selt. Er sag­te aber zu dass er immer wie­der nach Süd­deutsch­land zurück­keh­ren und das Kunst­pro­jekt rund um Leo­nard Cohen wei­ter beglei­ten und am Leben erhal­ten wird.

Die Besu­cher hat­ten ein Kon­zert­er­leb­nis der beson­de­ren Art das allen noch lan­ge in Erin­ne­rung blei­ben wird. Sie gin­gen mit dem Gefühl eines kul­tu­rell hoch­wer­ti­gen und unter­halt­sa­men Abends nach Hau­se und genos­sen den gan­zen Abend über die ange­bo­te­nen Snacks und Geträn­ke des Freun­des­krei­ses der Alt­mühl­see-Fest­spie­le.

Wei­te­re Bil­der gibt es online auf der Face­book­sei­te altmühlfranken.online.

Foto: Klaus Heger