Starkes Engagement von Ehrenamtlichen an der Altmühlseeklinik Gunzenhausen

von | 21. Juli 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen (red).  Ein bun­ter Blu­men­strauß vol­ler Ange­bo­te für die Pati­en­ten der Alt­mühl­see­kli­nik – die­ses Bild steht für die Viel­falt der 36 ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter, die sich regel­mä­ßig für das Wohl der Pati­en­ten enga­gie­ren. Bei einer Fei­er am Frei­tag, 30. Juni wur­den sie nun von der Kli­nik­lei­tung und der Pati­en­ten­be­treu­ung ent­spre­chend gewür­digt.

In sei­ner Begrü­ßung sprach Chef­arzt Dr. Fried­bert Herm den Ehren­amt­li­chen sei­nen Dank und sei­ne Wert­schät­zung aus. „Die Kli­nik soll nicht ein­fach ein ste­ri­ler Bau sein, son­dern ein Ort, wo Men­schen sich wohl­füh­len“, so Herm. Der Anspruch, die Pati­en­ten ganz­heit­lich zu behan­deln, benö­ti­ge vie­le Res­sour­cen, vor allem Zeit. Hier kom­men die Ehren­amt­li­chen mit ihren bun­ten Ange­bo­ten ins Spiel: täg­li­che Andach­ten und Seel­sor­ge, Aus­flü­ge, Veeh-Har­fen-Spiel, Bas­tel­ak­tio­nen sowie Lie­der- und Spie­le­aben­de. Alle Ange­bo­te sind frei­wil­lig für die Pati­en­ten, gel­ten inzwi­schen aber als the­ra­pie­er­gän­zen­de Maß­nah­men bei der Ren­ten­ver­si­che­rung, wie Elfrie­de Stump, Lei­te­rin des Sozi­al­diens­tes der Alt­mühl­see­kli­nik, erläu­ter­te. Dies bedeu­te zwar einen erhöh­ten Ver­wal­tungs­auf­wand, aber eben auch eine Auf­wer­tung der ehren­amt­li­chen Arbeit.

Nach einer Stär­kung mit Bre­zen und Eis lausch­ten alle Gela­de­nen dem Impuls von Dr. Hans-Ulrich Lin­ke, ehe­ma­li­ger Chef­arzt der Alt­mühl­see­kli­nik. Er sprach dar­über, wie Archi­tek­tur, Kunst und The­ra­pie sich sinn­voll in den Gebäu­den der Kli­nik ergän­zen. Dabei stell­te er die Wer­ke des Künst­ler­paars Eva und Sta­nis­lav Vajce im Haupt­haus vor.

Auch Ver­wal­tungs­lei­ter Bela Hans Gerd Kaun­zin­ger bedank­te sich herz­lich bei allen, die sich regel­mä­ßig mit Lei­den­schaft für die Pati­en­ten enga­gie­ren. Er berich­te­te außer­dem von einer beson­de­ren Kli­nik-Part­ner­schaft mit der Ukrai­ne, die ganz frisch auf den Weg gebracht wur­de: Die Alt­mühl­see­kli­nik erhält nun Zuschüs­se der Deut­schen Gesell­schaft für Inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit (GIZ) aus För­der­mit­teln des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ), mit denen sie den Reha­be­reich eines Regio­nal­kran­ken­hau­ses in Pol­ta­wa in der Zen­tralukrai­ne wei­ter­ent­wi­ckelt. In der Ukrai­ne sind die ortho­pä­di­schen Reha-Sta­tio­nen direkt an Schwer­punkt­kran­ken­häu­ser ange­glie­dert. Gera­de auf­grund der Kriegs­ver­letz­ten ist ein Aus­bau der ortho­pä­di­schen, aber auch psy­cho­so­ma­ti­schen Reha­bi­li­ta­ti­on drin­gend erfor­der­lich – mit genau die­sen Schwer­punk­ten punk­tet die Alt­mühl­see­kli­nik. So wird sie in den nächs­ten Mona­ten Sach­gü­ter wie medi­zi­ni­sche Reha­ge­rä­te und Kran­ken­haus­bet­ten beschaf­fen und in die Ukrai­ne trans­por­tie­ren. Außer­dem wer­den Fach­kräf­te der Alt­mühl­see­kli­nik ihr Know-How durch Online-Trai­nings und Tele­me­di­zin an ihre ukrai­ni­schen Kol­le­gen wei­ter­ge­ben.

Beein­druckt von die­sen inter­es­san­ten Ent­wick­lun­gen auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne gehen die ehren­amt­li­chen und haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter auch in Zukunft moti­viert ihrem Dienst am Men­schen nach, um die vie­len posi­ti­ven Akzen­te, die durch die Alt­mühl­see­kli­nik gesetzt wer­den, wei­ter zu ver­stär­ken.

Bild­un­ter­schrift: Die ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ten­de der Alt­mühl­see­kli­nik mit der Kli­nik­lei­tung (2. und 3. von links hin­ten). Foto: Stif­tung Hen­solts­hö­he