Tag der Rückengesundheit am 15. März — Aktiv gegen Rückenschmerz

von | 14. März 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Die Ursa­chen für Rücken­schmer­zen sind viel­fäl­tig: Ein­sei­ti­ge oder schwe­re kör­per­li­che Belas­tun­gen, aber auch psy­chi­sche Über­for­de­rung und Stress sind mög­li­che Grün­de. Las­sen sich für die Beschwer­den kei­ne ein­deu­ti­gen Aus­lö­ser fin­den, spricht man von unspe­zi­fi­schen Rücken­schmer­zen. Die Beschwer­den ver­schwin­den meist nach eini­ger Zeit von selbst. Doch rund ein Drit­tel der Betrof­fe­nen hat inner­halb eines Jah­res erneut Rücken­schmer­zen. „Pro­ble­ma­tisch ist, dass die Geplag­ten sich häu­fig scho­nen und Bewe­gung ver­mei­den, weil sie Angst vor den Schmer­zen haben“, weiß Bewe­gungs­exper­tin Lin­da Schäff von der AOK in Mit­tel­fran­ken. Schon­hal­tun­gen und Bewe­gungs­man­gel ver­stär­ken jedoch die Beschwer­den und erhö­hen das Risi­ko, dass die Rücken­schmer­zen chro­nisch wer­den.

Regel­mä­ßi­ge Bewe­gung zur Vor­beu­gung und Lin­de­rung

Bewe­gung und Sport kön­nen Rücken­schmer­zen zwar nicht immer völ­lig besei­ti­gen, aber oft lin­dern – bei wie­der­keh­ren­den Beschwer­den sogar um fast 50 Pro­zent. Zudem ver­bes­sern sich Beweg­lich­keit und Fit­ness durch sport­li­che Akti­vi­tät. Bewährt haben sich Kräf­ti­gungs- und Sta­bi­li­sie­rungs­übun­gen für Bauch‑, Rücken‑, Rumpf- und Becken­mus­ku­la­tur sowie Dehn­übun­gen und Aus­dau­er­trai­ning. Aber auch Spa­zie­ren­ge­hen kann bereits zur Lin­de­rung bei­tra­gen. „Vie­les lässt sich in den All­tag ein­bau­en, etwa Trep­pen­stei­gen statt Auf­zug­fah­ren, in der Mit­tags­pau­se spa­zie­ren gehen, beim Tele­fo­nie­ren auf und ab gehen, Wege mög­lichst zu Fuß oder per Fahr­rad zurück­le­gen“, so Lin­da Schäff. Wem es schwer­fällt, dran­zu­blei­ben, hilft es viel­leicht, Gesund­heits­kur­se an fes­ten Ter­mi­nen zu besu­chen oder sich mit ande­ren zum Sport zu ver­ab­re­den.

Auch wenn Kreuz­schmer­zen sel­ten Anzei­chen für ernst­haf­te Erkran­kun­gen sind, kann es kon­kre­te kör­per­li­che Aus­lö­ser geben, etwa einen Band­schei­ben­vor­fall oder eine Ver­en­gung des Wir­bel­ka­nals. Dann han­delt es sich um spe­zi­fi­sche Rücken­schmer­zen. Ihnen kön­nen Abnut­zungs­er­schei­nun­gen, Ent­zün­dun­gen, Ver­let­zun­gen oder bestimm­te Erkran­kun­gen zugrun­de lie­gen. Wer bei­spiels­wei­se Läh­mun­gen, Krib­beln oder Taub­heits­ge­füh­le in den Bei­nen ver­spürt oder Rücken­schmer­zen nach einem Unfall hat, soll­te dies ärzt­lich abklä­ren las­sen.

AOK-Ange­bot für alle

Wer den Rücken stär­ken will, soll­te sich regel­mä­ßig bewe­gen. Aktiv sein beugt Schmer­zen vor und kann sie auch lin­dern. Mit dem „AOK-Rücken­trai­ner“ hat die AOK zusam­men mit dem Sport­wis­sen­schaft­ler und Phy­sio­the­ra­peu­ten Patri­cio Escher ein nied­rig­schwel­li­ges Trai­nings­kon­zept ent­wi­ckelt. „In ins­ge­samt sechs Video­se­quen­zen, die auch Nicht-Ver­si­cher­ten kos­ten­los im Inter­net zur Ver­fü­gung ste­hen, zeigt Patri­cio Escher geziel­te Kräf­ti­gungs- und Beweg­lich­keits­übun­gen, die sich ein­fach und ohne Hilfs­mit­tel in den All­tag inte­grie­ren las­sen“ so Lin­da Schäff. Jede Woche umfasst zwei Trai­nings­ta­ge. Die Teil­neh­men­den ent­schei­den selbst, wann sie am bes­ten trai­nie­ren möch­ten.

Inter­net-Tipp:

www.aok.de/bayern/rueckentraining

Bild­un­ter­schrift: Rücken­schmer­zen gehö­ren zu den häu­figs­ten kör­per­li­chen Beschwer­den in Deutsch­land. Foto: Pan­ther­Me­dia / fiz­kes