The Drums of Japan

von | 2. Februar 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Inter­view mit dem musi­ka­li­schen Lei­ter Herr Chia­ki Toya­ma

Herr Toya­ma, Sie sind Direk­tor und musi­ka­li­scher Lei­ter von KOKUBU. Was führt Sie dies­mal nach Deutsch­land?

Guten Tag mein Name ist Chia­ki Toya­ma. Ich bin der musi­ka­li­sche Lei­ter und Direk­tor von KOKUBU und kom­po­nie­re auch alle Wer­ke. Ich bin der­zeit in Deutsch­land um mich mit unse­rer Kon­zert­agen­tur MIRO LIVE zu tref­fen, um die bevor­ste­hen­den Kon­zer­te 2024 vor­zu­be­rei­ten.

Dies ist mein 13. Besuch in Deutsch­land. In 2019, 2020 sowie 2023 und 2024 haben wir mit KOKUBU über 200 Gast­spie­le in Deutsch­land mit über 120.000 begeis­ter­ten Zuschau­ern spie­len dür­fen. Ich den­ke immer noch mit viel Freu­de an die­se phan­tas­ti­schen Auf­trit­te. Aus­ver­kauf­te Häu­ser u.a. in Köln(Theater am Tanz­brun­nen und Phil­har­mo­nie), Essen (Thea­ter Col­lo­se­um und Licht­burg), Pader­born ( Stadt­hal­le), Mag­de­burg( Altes Thea­ter), Düs­sel­dorf ( Capi­tol) , Wis­mar ( Thea­ter) und vie­le ande­re Städ­te und ein wun­der­ba­res Publi­kum blei­ben für immer in mei­ner Erin­ne­rung.

Was ist das beson­de­re an KOKUBU?

Unse­re Spie­ler sind jung. Das Alter liegt zwi­schen 18 und 28 Jah­ren. Durch stän­di­ges Pro­ben, trai­nie­ren wir nicht nur die tech­ni­sche und kör­per­li­che Fähig­keit, son­dern wei­ten auch die geis­ti­ge – spi­ri­tu­el­le Sen­si­bi­li­tät aus. Auf die­ser Basis wer­den die Stü­cke kom­po­niert und arran­giert. Durch das Taiko­spie­len ler­nen wir vie­les und möch­ten die­se Erfah­run­gen in die gan­ze Welt trans­por­tie­ren. Das ist unse­re Phi­lo­so­phie.

Was fas­zi­niert Sie an der japa­ni­schen Trom­mel­kunst und an der Arbeit mit den Musi­kern?

Wa-Dai­ko, japa­ni­sche Trom­meln zu spie­len, ist nicht nur die Tech­nik mit Kraft und Kon­di­ti­on zu beherr­schen, son­dern auch der Geist muss aus­ge­bil­det wer­den. Auf die­se Art kann die Japa­ni­sche Kunst und Tra­di­ti­on fort­ge­führt werden.Ohne guten Anstand erklin­gen kei­ne schö­nen Töne. Auf die­se Din­ge ach­te ich sehr und bin hier­bei auch streng in der Sache.

Was ist die Bedeu­tung von KOKUBU, was sind die his­to­ri­schen und spi­ri­tu­el­len Hin­ter­grün­de?

„KO“ bedeu­tet Trom­meln, „KU“ bedeu­tet Schrei­en und die chi­ne­si­sche Ton­lei­ter, „BU“ heißt Tanz, Damit auch mit dem Publi­kum zusam­men soviel Spaß ent­steht, dass alle mit Freu­de Tan­zen wer­den. Es gibt tra­di­tio­nel­le Stü­cke und eige­ne Kom­po­si­tio­nen. Das Wich­tigs­te ist die See­le und die see­li­sche Vor­be­rei­tung der Spie­ler. Durch gutes Beneh­men, eine gesit­te­te Spra­che und Respekt, ent­wi­ckeln wir unse­ren Geist und See­le wei­ter und höher. Das ist mei­ne Über­zeu­gung und so leh­re ich auch.

Taiko Trom­mel­kunst ist kraft­voll und ganz weich, tief­grei­fend und flie­ßend, von kom­ple­xer Syn­chro­ni­tät und dann wie­der sehr ein­fach. Macht das einen Teil von KOKUBU aus?

Es gibt ver­schie­de­ne Taiko-Trom­meln. Die gro­ße O‑Daiko, Chuu-Dai­ko, Miya-Dai­ko, Shi­me-Dai­ko, bei der das Fell sehr stark bespannt ist und einen sehr hohen Ton erzeugt. Es gibt unzäh­li­ge Spiel­mög­lich­kei­ten. Tie­fe Töne als auch hohe Töne – alle Klän­ge haben eine See­le. Damit errei­chen wir die Her­zen unse­rer Hörer. Tie­fe Bass­tö­ne der gro­ßen Taiko, hohe Töne der klei­nen Taiko – wel­che beim Hörer ein Hoch­ge­fühl aus­löst – jeder Klang wirkt anders.

Wel­che Trom­meln kom­men bei Ihren Kon­zer­ten zum Ein­satz?

O‑Daiko, die gro­ße Trom­mel hat einen Durch­mes­ser von1,5 Meter. Chuu-Dai­ko, gefer­tigt aus dem japa­ni­schen Keyaki-Baum, die Oke­do-Dai­ko, bei der das unte­rer und obe­rer Fell mit einem Seil ver­bun­den und gespannt wird. Das gan­ze wird gespielt in der Anord­nung ähn­lich eines Schlagzeugs.Dann noch die Shi­me-Dai­ko, wel­che einen sehr hohen Ton erzeugt. Somit kön­nen die unter­schied­lichs­ten Ton­far­ben und Laut­stär­ken erzeugt wer­den.

Wel­che Instru­men­te kom­men noch zum Ein­satz?

Die Shakuha­chi Flö­te aus Bam­bus, als auch die Shi­no­bue Quer­flö­te, wel­che auch aus Bam­bus gefer­tigt ist kom­men haupt­säch­lich zum Ein­satz. Zudem kommt das Zupf­in­stru­ment KOTO, von einer Frau gespielt, zum Ein­satz. Chap­pa – klei­ne Hand­cym­bals und eine Tsu­ga­ru – Shami­sen kom­men in unse­ren Kon­zer­ten auch vor.

KOKUBU wird in den kom­men­den Jah­ren wei­ter in Euro­pa gas­tie­ren. Das Tour­ma­nage­ment hat MIRO LIVE über­nom­men. Wie kam es zu der Zusam­men­ar­beit?

Wir haben die ange­se­he­ne Kon­zert­agen­tur MIRO LIVE ken­nen­ler­nen dür­fen. Ich hat­te bereits viel Posi­ti­ves von MIRO LIVE gehört und so kam es zu aus­führ­li­chen Gesprä­chen. Wir konn­ten einen lang­fris­ti­gen Ver­trag abschlie­ßen und somit unse­ren Wunsch ver­wirk­li­chen. Wir spie­len 2024 auch eini­ge Ter­mi­ne in der Schweiz, Bel­gi­en und Luxem­burg.

Wenn Sie an die bevor­ste­hen­de Tour­nee 2025 den­ken – wie wird das deut­sche Publi­kum Ihre Musik auf­neh­men? Wel­che Erwar­tun­gen haben Sie an Deutsch­land?

Wir wol­len vie­le Orte in Deutsch­land besu­chen. Das deut­sche Publi­kum war uns immer sehr sym­pa­thisch. Wir durf­ten groß­ar­ti­ge Reak­tio­nen erle­ben und waren stets ange­tan von der Offen­heit. Ich bin über­zeugt, dass dies so bleibt und freue mich jetzt schon auf die bevor­ste­hen­de Tour­nee.

Wor­auf freu­en Sie sich beson­ders, wenn Sie an die kom­men­de Tour­nee den­ken?

Auf Euro­pa. Beson­ders in Deutsch­land freu­en wir uns sehr auf die Begeg­nung mit dem Publi­kum. Wir wol­len mit unse­rer Taiko-Kunst das Publi­kum glück­lich machen und die Freu­de tei­len. Von die­sen Begeg­nun­gen kön­nen wir ler­nen und uns wei­ter­ent­wi­ckeln – es kann auch Neu­es ent­ste­hen. Dar­auf freu­en wir uns sehr!

Trom­meln, die den Boden beben las­sen

K OKUBU ist eine der bekann­tes­ten Taiko-Trom­mel­grup­pen welt­weit. Mit ihrer beein­dru­cken­den Dar­bie­tung wird die japa­ni­sche Kul­tur und Ener­gie ver­eint. Ihr Mar­ken­zei­chen ist die per­fek­te Sym­bio­se von tra­di­tio­nel­lem Hand­werk und moder­nem Enter­tain­ment, die Zuschau­er jeden Alters begeis­tert. Die Tromm­ler von KOKUBU sind nicht nur Vir­tuo­sen auf ihren Instru­men­ten, son­dern auch Meis­ter der Insze­nie­rung, die mit spek­ta­ku­lä­ren Cho­reo­gra­phien und beein­dru­cken­den Licht­ef­fek­ten eine magi­sche Atmo­sphä­re schaf­fen. Neben der authen­ti­schen und hyp­no­tisch – fas­zi­nie­ren­den Ener­gie die­ser spek­ta­ku­lä­ren Show ver­folgt KOKUBU noch einen wei­te­ren Ansatz: die tief­grei­fen­de Spi­ri­tua­li­tät Japans wird mit jedem Ton erleb­bar gemacht. Dafür sorgt Masa­mit­su Taka­sa­ki als

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen:

https://www.miro-live.de/kokubu

https://www.kokubu.eu

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Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen

Über KOKUBU

Das Ensem­ble KOKUBU wur­de 1998 von Shakuha­chi-Meis­ter Chia­ki Toya­ma in Osa­ka (Japan) gegrün­det. Das der­zeit 17-köp­fi­ge Ensem­ble ist heu­te welt­weit unter­wegs und bie­tet bei sei­nen Shows etwas für Ohren und Augen zugleich. In wech­seln­den Grup­pie­run­gen und mit­tels unter­schied­lich gro­ßer Röh­ren­trom­meln (Taikos) bringt es in atem­be­rau­ben­der Syn­chro­ni­zi­tät oder auch kon­tras­tie­rend einen Rhyth­mus auf die Büh­ne, der die Zuhö­rer in sei­nen Bann zieht.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: https://www.kokubu.eu

Pres­se­stim­men:

„ein Event, von sel­te­ner Inten­si­tät“ (Soes­ter Anzei­ger)

„Tromm­ler sor­gen für Begeis­te­rungs­stür­me“ (Badi­sche Zei­tung)

„Alle waren fas­zi­niert.“ (Frän­ki­sche Nach­rich­ten)

„Ste­hen­de Ova­tio­nen für kraft­vol­le Tromm­ler“ (Schwä­bi­sche Zei­tung)

„die hohe Kunst des Taiko-Spiels“ (West­deut­sche Zei­tung)

Foto: Koku­bu