Traditionelle Herbstfahrt

von | 6. Oktober 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Die tra­di­tio­nel­le Herbst­fahrt des Jura­haus­ver­ein e. V. führt ins Herz Mit­tel­fran­kens. Alle Inter­es­sier­ten sind dazu ein­ge­la­den. Der Herbst­aus­flug “Schwe­den­haus und Hohen­zol­lern­burg” fin­det am Sonn­tag, 13. Okto­ber, 10.00 bis ca. 17.00 Uhr statt. Treff­punkt ist Nürn­berg-Grioß­reuth h. d. Ves­te, Groß­reu­ther Stra­ße 98.

Am Vor­mit­tag zei­gen uns die Nürn­ber­ger Bau­ern­haus­freun­de e.V. ihr „Schwe­den­haus“ in Nürn­berg-Groß­reuth, das sie gera­de sanie­ren. Das Schwe­den­haus ent­stand 1557 als das letz­te in Nürn­berg. Es unter­schei­det sich von den ande­ren bekann­ten Nürn­ber­ger Schwe­den­häu­sern auf Grund sei­ner klei­nen Grö­ße und dem feh­len­den Innen­ge­rüst (hier tra­gen die Außen­wän­de die Last des Daches). Ver­mut­lich war das klei­ne Wohn­stall­haus Teil eines grö­ße­ren bäu­er­li­chen Gehöf­tes und wur­de allem Anschein nach zur Bau­zeit als Hof­häus­lein / Aus­trags­häus­lein für die Alt­bau­ern genutzt. Spä­ter könn­te das Häus­lein ver­mie­tet gewe­sen sein. Die Gemein­de Groß­reuth hin­ter der Ves­te erwarb es 1825 als Wohn­haus für den Gemein­de­hir­ten. Noch im 19. Jh. wur­de es ver­kauft und als rei­nes Wohn­haus bis in die 1990er-Jah­re genutzt. Seit 2018 wird das Schwe­den­haus von den Nürn­ber­ger Bau­ern­haus­freun­den e. V. mit viel ehren­amt­li­cher Eigen­ar­beit instand­ge­setzt. Nach der Fer­tig­stel­lung ist ange­dacht, hier ein Muse­um (The­men: Schwe­den­häu­ser und Dorf­ge­schich­te) ein­zu­rich­ten.

Nach dem Mit­tag­essen in einer tra­di­tio­nel­len frän­ki­schen Wirt­schaft erhal­ten wir eine Füh­rung durch die Cadolz­burg, den ehe­ma­li­gen Sitz der Hohen­zol­lern, mit Schwer­punkt auf der Bau­ge­schich­te des impo­san­ten Gebäu­des: „Buckel­qua­der, Fach­werk und Beton“ zur wech­sel­vol­len Bau­ge­schich­te der Cadolz­burg. Am 13.10. ist gleich­zei­tig „Hohen­zoll­ern­tag“ auf der Burg, mit Kin­der­pro­gramm, Falk­ne­rei-Vor­füh­run­gen etc.

Die Burg wur­de 1157 erst­mals urkund­lich erwähnt. Die Burg­gra­fen von Nürn­berg aus dem Haus der Hohen­zol­lern hat­ten seit dem 15. Jahr­hun­dert hier ihren Herr­schafts­sitz. Sie, die Mark­gra­fen von Bran­den­burg-Ans­bach, stell­ten 1701 den preu­ßi­schen König und 1871 den Deut­schen Kai­ser.

Am 17.4.1945 brann­te die Burg durch Kriegs­hand­lun­gen bis auf die Außen­mau­ern nie­der. 1979 beschloss der Baye­ri­sche Land­tag den Wie­der­auf­bau, der 2017 abge­schlos­sen wur­de.

Die Kos­ten für die Füh­rung in der Cadolz­burg wer­den auf die Teil­neh­men­den umge­legt.

Foto: Nürn­ber­ger Bau­ern­haus­freun­de e. V.