Triesdorfer Destillate auf dem Siegertreppchen

von | 28. Mai 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Bay­erns bes­te Edel­brän­de wur­den bei Prä­mie­rung in Lin­dau aus­ge­zeich­net – Land­wirt­schaft­li­che Lehr­an­stal­ten Tri­es­dorf (LLA) hol­ten zwei­mal Gold und zwei­mal Sil­ber

Tri­es­dorf – Im Rah­men der dies­jäh­ri­gen Bay­ern-Brand-Prä­mie­rung wur­den erneut die bes­ten Edel­brän­de Bay­erns aus­ge­zeich­net. Der renom­mier­te Wett­be­werb fin­det alle zwei Jah­re statt und wür­digt her­aus­ra­gen­de Qua­li­tät, Regio­na­li­tät und tra­di­tio­nel­le Brenn­kunst. Aus­rich­ter der Preis­ver­lei­hung am 13. Mai war in die­sem Jahr der Klein­bren­ner­ver­band Lin­dau e.V. Die fei­er­li­che Ver­an­stal­tung fand auf der Insel Lin­dau statt.

Bei der Bay­ern­brand-Prä­mie­rung ste­hen höchs­te Qua­li­täts­stan­dards im Mit­tel­punkt. Zahl­rei­che Edel­brän­de und Geis­te aus ganz Bay­ern wur­den von der Fach­ju­ry sowohl sen­so­risch als auch ana­ly­tisch geprüft. Bewer­tet wur­den unter ande­rem Aro­ma, Geschmack und Rein­heit der Destil­la­te.

Die Prä­mie­rung gilt als bedeu­ten­der Qua­li­täts­wett­be­werb für baye­ri­sche Bren­ne­rei­en. Beson­de­res Augen­merk liegt dabei auf dem „Rein­heits­ge­bot“ für Edel­brän­de. Zuge­las­sen sind aus­schließ­lich Destil­la­te ohne Zucker- oder Aro­ma­zu­sät­ze, her­ge­stellt aus regio­na­len Früch­ten. Gleich­zei­tig unter­streicht die Ver­an­stal­tung die gro­ße Bedeu­tung regio­na­ler Streu­obst­wie­sen und der hand­werk­li­chen Brenn­kul­tur in Bay­ern.

Auch die Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten Tri­es­dorf waren mit vier Edel­brän­den ver­tre­ten. Unter der Lei­tung von Bren­ner Micha­el Böbel wur­den vier Destil­la­te aus­ge­wählt und zur zwei­stu­fi­gen Prü­fung ein­ge­reicht.

Der Apfel­brand im Eichen­fass gela­gert sowie der Him­beer­geist wur­den jeweils mit der Sil­ber­me­dail­le aus­ge­zeich­net. Beson­ders erfreu­lich war der Gewinn von gleich zwei Gold­me­dail­len. Sowohl der Wil­liams-Christ-Bir­nen­brand als auch der Wild­kirsch­brand erhiel­ten die höchs­te Aus­zeich­nung und brach­ten damit das ers­te Gold in der Geschich­te der Tri­es­dor­fer Brän­de bei der Bay­ern-Brand-Prä­mie­rung nach Hau­se.

Eine beson­de­re Bedeu­tung kommt dabei dem mit Gold aus­ge­zeich­ne­ten Wild­kirsch­brand zu. Er steht sym­bo­lisch für den Gene­ra­tio­nen­wech­sel in der Tri­es­dor­fer Bren­ne­rei, denn er ent­stand als Gemein­schafts­pro­jekt der bei­den Bren­ner Armin Bil­ling und Micha­el Böbel. So durf­ten sich Armin Bil­ling, rund ein Jahr nach sei­nem Ein­tritt in den Ruhe­stand, mit sei­nem letz­ten ein­ge­reich­ten Brand sowie Micha­el Böbel mit sei­nem ers­ten ein­ge­reich­ten Brand über ihre jeweils ers­te Gold­me­dail­le bei der Prä­mie­rung freu­en.

Bild­un­ter­schrift: Die Tri­es­dor­fer Bren­ner Armin Bil­ling (links) und Micha­el Böbel (rechts) freu­en sich gemein­sam mi Destil­lat­prin­zes­sin Deni­se Mey­er und Ulrich Loh­mül­ler (Abtei­lungs­lei­ter Pflan­zen­bau und Ver­suchs­we­sen der LLA) über die begehr­te Bay­ern-Brand-Aus­zeich­nung. Foto: Ulrich Loh­mül­ler (Abtei­lung Pflan­zen­bau und Ver­suchs­we­sen, LLA

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen:

Das Bil­dungs­zen­trum Tri­es­dorf

Das Bil­dungs­zen­trum Tri­es­dorf ist in der Zusam­men­stel­lung der Bil­dungs­an­ge­bo­te ein­zig­ar­tig in Deutsch­land. Es deckt eine Viel­zahl an Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten im Bereich Agrar­wirt­schaft, Ernäh­rungs- und Lebens­mit­tel­wirt­schaft sowie Umwelt­si­che­rung ab. Mehr als 3.000 Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie Stu­die­ren­de aus dem In- und Aus­land nut­zen das Ange­bot der zehn Schu­len und der Hoch­schu­le Wei­hen­ste­phan-Tri­es­dorf. Durch die Kon­zen­tra­ti­on die­ser Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und deren inten­si­ve Zusam­men­ar­beit wer­den Res­sour­cen opti­mal aus­ge­schöpft und beson­de­re Kom­pe­ten­zen geschaf­fen. Damit kann ein Höchst­maß an Fach­wis­sen in der Leh­re ange­bo­ten wer­den. Der Kon­takt zwi­schen Aus­zu­bil­den­den, Schü­le­rin­nen und Schü­lern und den Stu­die­ren­den erwei­tert deren Hori­zont und Wis­sen und erleich­tert ihnen die Ent­schei­dung für ihren wei­te­ren Aus­bil­dungs­weg.
Mit­tel­punkt des Bil­dungs­zen­trums sind die Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten (LLA). Sie stel­len den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen eine breit ange­leg­te Infra­struk­tur für eine fun­dier­te prak­ti­sche Aus­bil­dung zur Ver­fü­gung. Zudem wer­den auch für Exter­ne eine Viel­zahl von Fort- und Wei­ter­bil­dun­gen ange­bo­ten.

Die Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten Tri­es­dorf (LLA)

Die Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten Tri­es­dorf bil­den das Herz­stück des Bil­dungs­zen­trums. Sie sind Bin­de­glied zwi­schen Pra­xis, Leh­re und For­schung. Gemein­sam wer­den Inno­va­tio­nen auf deren Anwend­bar­keit und Über­trag­bar­keit geprüft. In Tri­es­dorf wer­den 330 ha Acker­land – davon 112 ha öko­lo­gisch in Koope­ra­ti­on mit der JVA Lich­ten­au – für die Ver­sor­gung der Tier­be­stän­de und des Markt­frucht­an­baus genutzt. Den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ste­hen neben den Ver­suchs­flä­chen auch die Stal­lun­gen sowie die Tech­nik am Fach­zen­trum für Ener­gie und Land­tech­nik zur Ver­fü­gung.

Die Fach­be­rei­che tei­len sich wie folgt auf: Fach­zen­trum für Ener­gie und Land­tech­nik, Tier­hal­tung mit Tier­hal­tungs­schu­le, Pflan­zen­bau und Ver­suchs­we­sen und Ernäh­rung und Haus­wirt­schaft.

Dar­über hin­aus sorgt die LLA für die Ver­pfle­gung und Unter­brin­gung der Kurs- und Semi­nar­teil­neh­men­den sowie der Schü­le­rin­nen und Schü­ler und Stu­die­ren­den. Um die­ses Spek­trum abzu­de­cken sind bei den Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten rund 160 Arbeits­kräf­te beschäf­tigt.

Die Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten sind eine Ein­rich­tung des Bezirks Mit­tel­fran­ken.