Bayerns beste Edelbrände wurden bei Prämierung in Lindau ausgezeichnet – Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf (LLA) holten zweimal Gold und zweimal Silber
Triesdorf – Im Rahmen der diesjährigen Bayern-Brand-Prämierung wurden erneut die besten Edelbrände Bayerns ausgezeichnet. Der renommierte Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und würdigt herausragende Qualität, Regionalität und traditionelle Brennkunst. Ausrichter der Preisverleihung am 13. Mai war in diesem Jahr der Kleinbrennerverband Lindau e.V. Die feierliche Veranstaltung fand auf der Insel Lindau statt.
Bei der Bayernbrand-Prämierung stehen höchste Qualitätsstandards im Mittelpunkt. Zahlreiche Edelbrände und Geiste aus ganz Bayern wurden von der Fachjury sowohl sensorisch als auch analytisch geprüft. Bewertet wurden unter anderem Aroma, Geschmack und Reinheit der Destillate.
Die Prämierung gilt als bedeutender Qualitätswettbewerb für bayerische Brennereien. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem „Reinheitsgebot“ für Edelbrände. Zugelassen sind ausschließlich Destillate ohne Zucker- oder Aromazusätze, hergestellt aus regionalen Früchten. Gleichzeitig unterstreicht die Veranstaltung die große Bedeutung regionaler Streuobstwiesen und der handwerklichen Brennkultur in Bayern.
Auch die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf waren mit vier Edelbränden vertreten. Unter der Leitung von Brenner Michael Böbel wurden vier Destillate ausgewählt und zur zweistufigen Prüfung eingereicht.
Der Apfelbrand im Eichenfass gelagert sowie der Himbeergeist wurden jeweils mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Besonders erfreulich war der Gewinn von gleich zwei Goldmedaillen. Sowohl der Williams-Christ-Birnenbrand als auch der Wildkirschbrand erhielten die höchste Auszeichnung und brachten damit das erste Gold in der Geschichte der Triesdorfer Brände bei der Bayern-Brand-Prämierung nach Hause.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem mit Gold ausgezeichneten Wildkirschbrand zu. Er steht symbolisch für den Generationenwechsel in der Triesdorfer Brennerei, denn er entstand als Gemeinschaftsprojekt der beiden Brenner Armin Billing und Michael Böbel. So durften sich Armin Billing, rund ein Jahr nach seinem Eintritt in den Ruhestand, mit seinem letzten eingereichten Brand sowie Michael Böbel mit seinem ersten eingereichten Brand über ihre jeweils erste Goldmedaille bei der Prämierung freuen.
Bildunterschrift: Die Triesdorfer Brenner Armin Billing (links) und Michael Böbel (rechts) freuen sich gemeinsam mi Destillatprinzessin Denise Meyer und Ulrich Lohmüller (Abteilungsleiter Pflanzenbau und Versuchswesen der LLA) über die begehrte Bayern-Brand-Auszeichnung. Foto: Ulrich Lohmüller (Abteilung Pflanzenbau und Versuchswesen, LLA
Hintergrundinformationen:
Das Bildungszentrum Triesdorf
Das Bildungszentrum Triesdorf ist in der Zusammenstellung der Bildungsangebote einzigartig in Deutschland. Es deckt eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Agrarwirtschaft, Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft sowie Umweltsicherung ab. Mehr als 3.000 Schülerinnen und Schüler sowie Studierende aus dem In- und Ausland nutzen das Angebot der zehn Schulen und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Durch die Konzentration dieser Bildungseinrichtungen und deren intensive Zusammenarbeit werden Ressourcen optimal ausgeschöpft und besondere Kompetenzen geschaffen. Damit kann ein Höchstmaß an Fachwissen in der Lehre angeboten werden. Der Kontakt zwischen Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern und den Studierenden erweitert deren Horizont und Wissen und erleichtert ihnen die Entscheidung für ihren weiteren Ausbildungsweg.
Mittelpunkt des Bildungszentrums sind die Landwirtschaftlichen Lehranstalten (LLA). Sie stellen den Bildungseinrichtungen eine breit angelegte Infrastruktur für eine fundierte praktische Ausbildung zur Verfügung. Zudem werden auch für Externe eine Vielzahl von Fort- und Weiterbildungen angeboten.
Die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf (LLA)
Die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf bilden das Herzstück des Bildungszentrums. Sie sind Bindeglied zwischen Praxis, Lehre und Forschung. Gemeinsam werden Innovationen auf deren Anwendbarkeit und Übertragbarkeit geprüft. In Triesdorf werden 330 ha Ackerland – davon 112 ha ökologisch in Kooperation mit der JVA Lichtenau – für die Versorgung der Tierbestände und des Marktfruchtanbaus genutzt. Den Bildungseinrichtungen stehen neben den Versuchsflächen auch die Stallungen sowie die Technik am Fachzentrum für Energie und Landtechnik zur Verfügung.
Die Fachbereiche teilen sich wie folgt auf: Fachzentrum für Energie und Landtechnik, Tierhaltung mit Tierhaltungsschule, Pflanzenbau und Versuchswesen und Ernährung und Hauswirtschaft.
Darüber hinaus sorgt die LLA für die Verpflegung und Unterbringung der Kurs- und Seminarteilnehmenden sowie der Schülerinnen und Schüler und Studierenden. Um dieses Spektrum abzudecken sind bei den Landwirtschaftlichen Lehranstalten rund 160 Arbeitskräfte beschäftigt.
Die Landwirtschaftlichen Lehranstalten sind eine Einrichtung des Bezirks Mittelfranken.


