Umwelt- und Klimapakt Bayern: Urkundenübergabe an Lithonplus in Gunzenhausen

von | 24. April 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Gun­zen­hau­sen (red). Land­rat Manu­el West­phal war gemein­sam mit der Wirt­schafts­för­de­rung der Zukunfts­in­itia­ti­ve alt­mühl­fran­ken sowie der Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Treucht­lin­gen zu Gast bei der Lithon­plus GmbH & Co. KG in Gun­zen­hau­sen. Der Anlass des Besuchs war die Über­ga­be der Urkun­de für den Umwelt- und Kli­ma­pakt Bay­ern.

Der Geschäfts­füh­rer Gre­go­ry Traut­mann, Ver­kaufs­lei­ter Uwe Dörr und Werks­lei­ter Robin Walch zeig­ten im Rah­men einer Prä­sen­ta­ti­on und eines anschlie­ßen­den Werks­rund­gangs die Ent­wick­lung des Unter­neh­mens und stell­ten den Gäs­ten das viel­fäl­ti­ge Pro­dukt­an­ge­bot vor. Mari­na Stoll, Wirt­schafts­för­de­rin der Stadt Treucht­lin­gen, zustän­dig für das Kom­pe­tenz­feld Natur­stein, Bau­en und Woh­nen des Wirt­schafts­stand­or­tes Alt­mühl­fran­ken, beglei­te­te Land­rat Manu­el West­phal gemein­sam mit der Nach­hal­tig­keits­ma­na­ge­rin Andrea Koch der Land­kreis-Wirt­schafts­för­de­rung zu dem Ter­min.

Lithon­plus ist ein Toch­ter­un­ter­neh­men der Hei­del­berg Mate­ri­als AG und der Schwenk Zement GmbH & Co. KG und zählt zu den füh­ren­den Her­stel­lern von Beton­wa­ren in Deutsch­land. Obwohl zwei gro­ße Betei­li­gun­gen vor­lie­gen, ist das Unter­neh­men mit­tel­stän­disch geführt – mit fla­chen Hier­ar­chien und kur­zen Abstim­mungs­we­gen. Das Unter­neh­men ist mit 18 Stand­or­ten, davon 16 Pro­duk­ti­ons­stand­or­te, deutsch­land­weit ver­tre­ten. Die Fer­ti­gungs­schwer­punk­te des Unter­neh­mens lie­gen zum einen in der Stein­fer­ti­gung – hier­für wur­de im Jahr 2016 auch das neue Werk in Gun­zen­hau­sen errich­tet. Zum ande­ren ist Lithon­plus Spe­zia­list im Bereich der L‑Tec-Fer­ti­gung und Markt­füh­rer im Seg­ment der Stütz­win­kel. Am Stand­ort Gun­zen­hau­sen sind der­zeit etwa 70 Mit­ar­bei­ter im 2‑Schicht-Betrieb tätig.

Ein zen­tra­les Anlie­gen von Lithon­plus ist die För­de­rung inno­va­ti­ver und nach­hal­ti­ger Bau­wei­sen. Unter­mau­ert wur­de dies mit Pra­xis-Bei­spie­len von Kat­rin Ott, tech­ni­sche Lei­tung bei der Bosch Grup­pe Gun­zen­hau­sen. Im Jahr 2020 wur­de ein umfas­sen­des Nach­hal­tig­keits­kon­zept ent­wi­ckelt, das zur Erlan­gung der CSC-Zer­ti­fi­zie­rung (Con­cre­te Sus­taina­bi­li­ty Coun­cil) führ­te. Das CSC ist glo­bal das ein­zi­ge Zer­ti­fi­zie­rungs­sys­tem für ver­ant­wor­tungs­voll her­ge­stell­ten Beton. Es för­dert die Trans­pa­renz über den Her­stel­lungs­pro­zess von Beton – und des­sen Lie­fer­ket­te – sowie deren Aus­wir­kun­gen auf das sozia­le und öko­lo­gi­sche Umfeld. Alle 16 Pro­duk­ti­ons­stand­or­te, ein­schließ­lich Gun­zen­hau­sen, wur­den mit dem Zer­ti­fi­kats­ni­veau „Gold“ aus­ge­zeich­net. Lithon­plus ist deutsch­land­weit der ein­zi­ge Beton­her­stel­ler, der für alle Wer­ke ein Gold-Zer­ti­fi­kat erhal­ten hat.

Mit den Pro­dukt­li­ni­en Lithon Blue und Lithon Geo­Clean bie­tet das Unter­neh­men nach­hal­ti­ge Beton­pro­duk­te an. Lithon Blue steht für nach­hal­ti­ge Beton­stei­ne mit einem um 42 Pro­zent redu­zier­ten CO2-Fuß­ab­druck. Durch den Ein­satz von Spe­zi­al­ze­ment und effi­zi­en­ten Her­stel­lungs­tech­ni­ken wird der CO2-Aus­stoß signi­fi­kant gesenkt. Zudem wer­den bis zu 40 Pro­zent Recy­cling­ma­te­ri­al ver­wen­det, was die natür­li­chen Res­sour­cen schont und die Kreis­lauf­wirt­schaft för­dert. Die Lithon Blue-Pro­duk­te sind zu 100 Pro­zent recy­cling­fä­hig und wer­den unter Ein­satz regio­na­ler Res­sour­cen her­ge­stellt. Lithon Geo­Clean bie­tet Lösun­gen zur Boden­ent­sie­ge­lung und zum Grund­was­ser­schutz.

Das Gun­zen­hau­se­ner Werk bezieht sei­nen Ener­gie­be­darf voll­stän­dig aus phy­si­scher Wind­kraft und ver­fügt über geschlos­se­ne Was­ser­kreis­läu­fe, in denen Pro­zess­was­ser voll­stän­dig auf­be­rei­tet und wie­der­ver­wen­det wird. Die Mit­ar­bei­ter sind aktiv in die The­men Nach­hal­tig­keit und Arbeits­si­cher­heit ein­ge­bun­den. Außer­dem mini­miert das Unter­neh­men die Lärm­be­läs­ti­gung für Anwoh­ner durch ver­schie­de­ne Maß­nah­men.

Aktu­ell arbei­tet Lithon­plus gemein­sam mit der Mut­ter­ge­sell­schaft Hei­del­berg­Ma­te­ri­als an einem For­schungs­pro­jekt, u.a. in Zusam­men­ar­beit mit der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg und der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen, das die Ent­wick­lung von CO2-neu­tra­lem Beton zum Ziel hat. Hier­bei wird CO2 im Aus­här­te­pro­zess durch Kar­bo­na­ti­sie­rung in den Stein ein­ge­bracht und dort dau­er­haft gebun­den.

„Lithon­plus setzt mit sei­nem umfas­sen­den Nach­hal­tig­keits­kon­zept und inno­va­ti­ven Pro­duk­ten Maß­stä­be in der Beton­in­dus­trie. Die Aus­zeich­nung mit der Urkun­de Umwelt- und Kli­ma­pakt Bay­ern und dem Gold-Zer­ti­fi­kat des Con­cre­te Sus­taina­bi­li­ty Coun­cil bele­gen nicht nur das Enga­ge­ment des Unter­neh­mens für umwelt­freund­li­che Her­stel­lungs­pro­zes­se, son­dern auch die Ver­ant­wor­tung gegen­über zukünf­ti­gen Gene­ra­tio­nen. Wir sind stolz dar­auf, einen so zukunfts­ori­en­tier­ten Part­ner in unse­rer Regi­on zu haben, der aktiv zur För­de­rung nach­hal­ti­ger Bau­wei­sen bei­trägt“, so Manu­el West­phal wäh­rend der Über­ga­be.

Bild­un­ter­schrift: (v. li.) Mari­na Stoll (Wirt­schafts­för­de­rung Stadt Treucht­lin­gen), Andrea Koch (Wirt­schafts­för­de­rung der Zukunfts­in­itia­ti­ve alt­mühl­fran­ken), Uwe Dörr (Ver­kaufs­lei­tung Lithon­plus), Land­rat Manu­el West­phal, Gre­go­ry Traut­mann (Geschäfts­lei­tung Lithon­plus), Rou­ven Schwartz (Sales Mana­ger Sus­taina­bi­li­ty Lithon­plus), Kat­rin Ott (Tech­ni­sche Lei­tung Fa. Bosch & Co. GmbH), Robin Walch (Tech­ni­sche Werks­lei­tung Lithon­plus). Foto: Lithon­plus GmbH & Co. KG