Weißenburg — Die Mitglieder der CSU-Kreistagsfraktion haben sich über den Baufortschritt und die Kostensituation bei der Sanierung des Klinikums Altmühlfranken am Standort Weißenburg informiert. Klinikvorstand Christoph Schneidewin führte die Fraktion über die Baustelle des gerade entstehenden neuen Funktionstraktes, in dem u.a. die Aufnahme, die Operationssäle, die Geburtshilfe und das Labor untergebracht sind. Der Bau befinde sich im Zeitplan, die beteiligten Firmen arbeiteten zuverlässig und man könne davon ausgehen, dass die Arbeiten im 2. Quartal 2027 beendet werden.
Darüber hinaus erläuterte der Klinikvorstand die Entwicklung der Baukosten der Bauabschnitte BA1A und BA1E. Von der ersten Kostenschätzung aus dem Jahr 2021 bis zur aktuellen Kostenberechnung 2026 gab es eine allgemeine Baukostensteigerung von 41,1 Prozent Dies ist dem Baukostenpreisindex zu entnehmen. Zieht man diese Baukostensteigerung heran, würden sich die Kosten für die Gesamtmaßnahme „Sanierung Klinikum Altmühlfranken am Standort Weißenburg“ auf 143,32 Mio. € belaufen. Tatsächlich würden aufgrund einer konsequenten Projekt- und Kostensteuerung, positiver Wettbewerbsergebnisse in den Vergaben, wirtschaftlicher Planung und Ausschreibung sowie einer hohen Kostendisziplin aller Projektbeteiligten für die Gesamtmaßnahme laut Prognose 2026 aber nur 133,20 Mio. Euro veranschlagt.
Die Eigenmittel des Landkreises für die Sanierung (Bauabschnitte BA1A und BA1E) liegen bei 24,8 Mio. Euro anstatt der 2021 geschätzten 22,83 Mio. Euro. Dies bedeutet eine Kostensteigerung bei den Eigenmitteln von 8,63% oder absolut um 1,97 Mio. Euro. Die reale Kostensteigerung der Prognose im Juni 2026 (ca. 9%) liegt demnach weit unter der Steigerung des Baukostenpreisindex (ca. 22,6 Prozent) im genannten Zeitraum.
Zusammenfassend stellt Klinikvorstand Schneidewin fest, dass sich das Bauprojekt wirtschaftlich stabil und innerhalb der Zielvorgaben bewege. Die Gesamtkosten liegen trotz Baupreissteigerung unter der Kostenberechnung von 2022. Auch die Eigenmittel liegen nach derzeitiger Prognose unter dem Zielwert aus der Verwaltungsratssitzung im Dezember 2022.
Ohne Zweifel sieht die CSU-Kreistagsfraktion die Notwendigkeit einer nachhaltigen, und verlässlichen Informationspolitik. Wir Kommunalpolitiker brauchen valide Informationen zum Baufortschritt und der Kostenentwicklung. Transparenz in jedweder Hinsicht ist unabdingbare Voraussetzung für politische Entscheidungen.
Die CSU-Kreistagsfraktion begrüßt den Einwurf von Günter Ströbel (CSU) im Rahmen der letzten Kreisausschusssitzung. Dieser hat den Vorschlag unterbreitet, unter enger Beteiligung der Fraktionsvorsitzenden ein Verfahren zu entwickeln, welches gewährleistet, die Mitglieder des Kreistags über die Entwicklungen bei der Sanierung des Klinikums Altmühlfranken am Standort Weißenburg vollumfänglich zu informieren.
Die CSU-Kreistagsfraktion steht vollumfänglich hinter der Generalsanierung. Wir schätzen die wertvolle Arbeit und das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kommunalunternehmen Klinikum Altmühlfranken und werden diese auch weiterhin politisch unterstützen.
Erfreulich darüber hinaus ist, dass der Bayerische Ministerrat nun auch den zweiten Bauabschnitt ins Jahreskrankenhausprogramm 2029 aufgenommen hat und diesen mit 27,24 Mio. Euro bezuschusst. Ein aus unserer Sicht starkes Zeichen für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum und eine wohnortnahe Versorgung in Altmühlfranken.
Foto: CSU Kreistagsfraktion


