Verkauf des ehemaligen Ornbauer Krankenhauses an die Firma Nürminger

von | 20. November 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Sanie­rung des his­to­risch bedeut­sa­men Haus durch regio­na­les Bau­un­ter­neh­men geplant

Orn­bau — Die Stadt Orn­bau freut sich, mit der Fir­ma Nür­min­ger einen regio­nal bekann­ten und renom­mier­ten Part­ner gefun­den zu haben, der das stark sanie­rungs­be­dürf­ti­ge ehe­ma­li­ge Kran­ken­haus an der Stadt­mau­er 5 in den kom­men­den Jah­ren umfas­send sanie­ren wird. Bür­ger­meis­ter Mar­co Mei­er betont: „Wir sind sehr glück­lich, dass die­ses his­to­risch bedeu­ten­de Gebäu­de nun eine Zukunft hat. Nicht nur wird damit ein wich­ti­ges Bau­denk­mal erhal­ten, son­dern auch neu­er Wohn­raum geschaf­fen.“

Ursprüng­lich war geplant, dass die Stadt das Gebäu­de selbst saniert. Der neu gewähl­te Stadt­rat muss­te das vom vor­he­ri­gen Gre­mi­um bereits auf den Weg gebrach­te Pro­jekt im Jahr 2020 jedoch aus finan­zi­el­len Grün­den von der Pro­jekt­lis­te strei­chen. „Die Stadt war durch zahl­rei­che Vor­ha­ben finan­zi­ell sehr stark belas­tet“, so Bür­ger­meis­ter Mar­co Mei­er. „Auch wenn sich die finan­zi­el­le Situa­ti­on inzwi­schen deut­lich sta­bi­li­siert hat, wäre eine Umset­zung die­ses kos­ten­in­ten­si­ven Pro­jekts wei­ter­hin schwie­rig gewe­sen. Umso erfreu­li­cher ist es, dass wir nun einen geeig­ne­ten Inves­tor gefun­den haben.“

Das ehe­ma­li­ge Spi­tal- und Armen­haus wur­de in der zwei­ten Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts im klas­si­zis­ti­schen Bau­stil errich­tet. Es dien­te über vie­le Jahr­zehn­te der Ver­sor­gung bedürf­ti­ger Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Stadt. Wie vie­le ähn­li­che Ein­rich­tun­gen die­ser Zeit stand es im Zei­chen der wohl­fahrts­po­li­ti­schen Ent­wick­lun­gen des 18. Jahr­hun­derts. Aus his­to­ri­schen Urkun­den geht her­vor, dass das Gebäu­de bereits 1792 im Besitz der Orn­bau­er Almo­sen­stif­tung war. Typisch für Bau­wer­ke die­ser Epo­che ist die schlich­te und kla­re For­men­spra­che, die sich bewusst vom ver­spiel­ten Stil des Barock absetzt. In einer spä­te­ren Umbau­pha­se – wohl Mit­te des 19. Jahr­hun­derts – wur­de das ursprüng­lich vor­han­de­ne Fach­werk­un­ter­ge­schoss in Mas­siv­bau­wei­se umge­stal­tet. In den letz­ten Jah­ren war das Gebäu­de nicht mehr bewohn­bar.

Der Erlös aus dem Ver­kauf fließt der Almo­sen­stif­tung der Stadt Orn­bau zu. Mit den Mit­teln aus der Stif­tung plant die Stadt den Bau einer Tages­pfle­ge­ein­rich­tung.

Die Fir­ma Nür­min­ger ist ein regio­na­ler Bau­trä­ger, der im Frän­ki­schen Seen­land und in Nürn­berg tätig ist. Seit über 40 Jah­ren steht das Unter­neh­men für Qua­li­tät am Bau. Das Unter­neh­men ist spe­zia­li­siert auf Denk­mal- und Alt­bau­sa­nie­run­gen sowie Reno­vie­run­gen von Bädern, Woh­nun­gen und gan­zen Häu­sern. Durch die enge Zusam­men­ar­beit mit regio­na­len Hand­wer­kern steht Nür­min­ger für Qua­li­tät, kur­ze Wege und ver­läss­li­che Umset­zung – und trägt so maß­geb­lich zum Erhalt und zur Ent­wick­lung der regio­na­len Bau­sub­stanz bei.

Bild­un­ter­schrift: Auf dem Bild zuse­hen: Anna Nür­min­ger-Gul­den, Bür­ger­meis­ter Mar­co Mei­er sowie Frank und Mar­co Nür­min­ger. Foto: Stadt Orn­bau (Mat­thi­as Rank)