Verleihung des Gunzenhäuser Kulturpreises an die Kultband „The Sharks“

von | 17. März 2025 | Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen (red). In Wür­di­gung und Aner­ken­nung ihrer beson­de­ren kul­tu­rel­len Leis­tun­gen für die Stadt und Regi­on Gun­zen­hau­sen nah­men am 6. März 2025 die Musi­ker der Kult­band „The Sharks“ den Kul­tur­preis der Stadt Gun­zen­hau­sen aus den Hän­den des Ers­ten Bür­ger­meis­ters Karl-Heinz Fitz ent­ge­gen. Die Über­ga­be fand im Rah­men einer Fest­ver­an­stal­tung statt.

„Mit einer ful­mi­nan­ten Mix­tur aus Lei­den­schaft und Krea­ti­vi­tät haben die Sharks das kul­tu­rel­le Leben in unse­rer Stadt nach­hal­tig geprägt“, beton­te Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz. „Die Sharks sind nicht nur eine Band, sie sind wesent­li­cher Teil des kul­tu­rel­len Erbes von Gun­zen­hau­sen. Ihre Musik hat Gene­ra­tio­nen geprägt und wird auch in Zukunft die Her­zen der Men­schen errei­chen. Die Band hat es geschafft, sich über den beein­dru­cken­den Zeit­raum von 60 Jah­ren treu zu blei­ben und gleich­zei­tig offen für Neu­es zu sein. Die Fähig­keit, sich der kul­tu­rel­len Ent­wick­lung anzu­pas­sen und den­noch die eige­nen Wur­zeln nicht zu ver­ges­sen, ist eine bewun­derns­wer­te Eigen­schaft. Die Sharks sind gemein­sam mit ihren Fans älter gewor­den, doch auch Jün­ge­re tan­zen und rocken zu den Songs der Musi­ker. Das Enga­ge­ment ist rie­sig und die Band ist für vie­le Nach­wuchs­künst­ler zum Vor­bild gewor­den. Wür­di­ge­re Preis­trä­ger kann es nicht geben.“

Die Band „The Sharks“ wur­de 1963 von Die­ter Grün­steu­del, Karl-Rai­ner Oer­tel, Bernd Wecera, Har­ry Can­bu­lat und Gerd Vor­brugg gegrün­det. Die fünf jun­gen Män­ner hat­ten zwar kei­ne fun­dier­te musi­ka­li­sche Aus­bil­dung, jedoch einen Traum, dem sie sich täg­lich mit Hin­ga­be und einem unbän­di­gen Glau­ben an die eige­ne Krea­ti­vi­tät wid­me­ten. Nach ers­ten Auf­trit­ten in Gun­zen­hau­sen und Umge­bung fei­er­ten die Sharks bald auch über­re­gio­nal Erfol­ge. So etwa im Jahr 1965, als die Band den drit­ten Platz beim baye­ri­schen Ama­teur-Beat-Band-Wett­be­werb beleg­te.

In den 1970er-Jah­ren wur­de es ruhi­ger um die Sharks, doch die Musi­ker nah­men nur einen gro­ßen Anlauf für ein Come­back in den 1980er-Jah­ren. So wur­de stan­des­ge­mäß gefei­ert, 1983 etwa das 20-jäh­ri­ge Band­be­stehen. Eigen­kom­po­si­tio­nen wie „Living in Harm­o­ny“ wur­den für die Fans zum Hit, die Musik brach­te Men­schen zusam­men und schuf ein Gemein­schafts­ge­fühl, das bis heu­te anhält. Bald waren die Sharks fes­ter kul­tu­rel­ler Bestand­teil und wur­den ger­ne für Ver­an­stal­tun­gen gebucht. 1995 erfand sich die Band ein Stück weit neu, denn mit Rein­hard Seu­bert stieß ein Key­boar­der hin­zu.

2013 fei­er­te die Band ihren 50sten in der Gun­zen­häu­ser Stadt­hal­le. Die Atmo­sphä­re war groß­ar­tig und die Künst­ler wag­ten einen musi­ka­li­schen Blick zurück. Die Fans waren begeis­tert und zeig­ten ein­mal mehr, welch hohen Stel­len­wert die Sharks bei den Men­schen genie­ßen. 2023 fei­er­te Gun­zen­hau­sen gro­ßes Stadt­ju­bi­lä­um und natür­lich durf­ten auch die Sharks nicht bei den Fest­lich­kei­ten feh­len. An einem unver­gess­li­chen Abend gestal­te­ten die Musi­ker den Abschluss des Fest­akts und bewie­sen ein­mal mehr ihre her­aus­ra­gen­de Rol­le in und für die Stadt Gun­zen­hau­sen.

Von den Grün­dungs­mit­glie­dern ist Gerd Vor­brugg noch heu­te dabei, er ist die per­so­ni­fi­zier­te Geschich­te der Sharks. Die wei­te­ren akti­ven Musi­ker sind Rein­hard Seu­bert, Erich Neid­hardt, Tino Vor­brugg, Oli­ver Lan­ger und Dr. Her­wig Hög­ner.

Ehre wem Ehre gebührt und so wur­de der Fest­vor­trag vom pro­fes­sio­nel­len Gitar­ris­ten und Buch­au­tor Chris­tof Leim gehal­ten. Der ehe­ma­li­ge Chef­re­dak­teur des erfolg­rei­chen Metal Ham­mer-Maga­zins ord­ne­te das 60-jäh­ri­ge Wir­ken der Sharks in den Kon­text der Rock­ge­schich­te ein. Wie er fest­stell­te, waren in der Grün­dungs­zeit ins­be­son­de­re Bands wie die Rol­ling Stones und die Beat­les, aber auch Aus­nah­me­mu­si­ker wie Chuck Ber­ry oder Eric Clap­ton eine gro­ße Inspi­ra­ti­on. Von „John­ny B. Goo­de“, über „Satis­fac­tion“ bis hin zu „Won­derful Tonight“ wer­den Songs heu­te noch von den Sharks auf Kon­zer­ten gespielt. Das Feu­er ist da und so for­mu­lier­te Chris­tof Leim am Ende fol­ge­rich­tig: „Rock´n Roll geht nicht weg, die Umstän­de ändern sich nur!“

Der Kul­tur­preis der Stadt Gun­zen­hau­sen wur­de vom renom­mier­ten Bild­hau­er Chris­ti­an Rös­ner gestal­tet und zeigt eine weib­li­che Figur, die einen Vogel in die Frei­heit ver­lässt. Der Preis wur­de zusam­men mit einer Urkun­de an die Band „The Sharks“ über­ge­ben. Dane­ben tru­gen sich die Musi­ker ins Gol­de­ne Buch der Stadt Gun­zen­hau­sen ein. „Sie sind ein leuch­ten­des Bei­spiel für das, was Musik in den Her­zen der Men­schen bewir­ken kann. Für Gun­zen­hau­sen ist Ihr Wir­ken ein gro­ßes Geschenk und es ist eine gro­ße Ehre, Ihnen den Kul­tur­preis der Stadt Gun­zen­hau­sen ver­lei­hen zu dür­fen“, so Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz.

Musi­ka­lisch beglei­tet wur­de der Abend durch die Band Acou­stic Blend mit „Lod­dy“ Mül­ler-Beer und Andre­as Spran­ger. Zum Abschluss for­mu­lier­te der Ers­te Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz dann noch einen Wunsch: „Möge die Musik der Sharks wei­ter­hin in unse­ren Ohren erklin­gen und uns beglei­ten, so wie sie es seit 60 Jah­ren tut.“

Bild­un­ter­schrift: Die Preis­trä­ger mit Gun­zen­hau­sens Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz (re.). Foto: Stadt Gunzenhausen/Manuel Gros­ser