Verstärkung der Hochspannungsleitung zwischen Weißenburg und Preith

von | 27. Juni 2023 | Altmühlfranken, Weißenburg

(red). Die N‑ERGIE Netz GmbH plant, ihre Hoch­span­nungs­lei­tung (110 Kilo­volt) zwi­schen Wei­ßen­burg und Preith bis 2028 zu erneu­ern und zu ver­stär­ken – ein wich­ti­ger Bei­trag zur Ener­gie­wen­de in der Regi­on.

Der geplan­te Ersatz­neu­bau ist Fol­ge des dyna­mi­schen Wachs­tums bei den Erneu­er­ba­ren. Bereits heu­te über­stei­gen die ste­tig wach­sen­den Men­gen rege­ne­ra­tiv erzeug­ter Ener­gie in der Regi­on zeit­wei­se die Kapa­zi­tä­ten des Strom­ver­teil­net­zes. Um mehr erneu­er­ba­ren Strom auf­neh­men zu kön­nen, ist ein deut­li­cher Aus­bau des Net­zes not­wen­dig.

140 neue Strom­mas­ten auf einer Stre­cke von 28 Kilo­me­tern
Die Lei­tung ver­läuft über 28 Kilo­me­ter vom Wei­ßen­bur­ger Orts­teil Hat­ten­hof in süd­öst­li­cher Rich­tung bis zum Umspann­werk Preith (nörd­lich von Eich­stätt). Die N‑ERGIE Netz GmbH erhöht die Über­tra­gungs­leis­tung der Lei­tung deut­lich: Wäh­rend der­zeit ledig­lich ein Lei­tungs­sys­tem auf­ge­legt ist, ermög­li­chen künf­tig zwei Lei­tungs­sys­te­me die Über­tra­gung der sechs­fa­chen Strom­men­ge. Um das zusätz­li­che Gewicht der Lei­ter­sei­le tra­gen zu kön­nen, müs­sen auch die 140 Strom­mas­ten erneu­ert wer­den. Künf­tig kom­men Frei­lei­tungs­mas­ten zum Ein­satz, die zwei bis drei Meter höher und damit ledig­lich leicht höher sind als die bestehen­den Mas­ten.

Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren 2024 geplant
Bevor die N‑ERGIE Netz GmbH 2024 die bei­den not­wen­di­gen Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren bei den Regie­run­gen von Mit­tel­fran­ken und Ober­bay­ern ein­lei­tet, sucht sie das Gespräch mit allen Kom­mu­nen und Grund­stücks­ei­gen­tü­mern, die durch die Tras­sen­füh­rung betrof­fen sind.

Im eigent­li­chen Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren wer­den dann die Plä­ne öffent­lich aus­ge­legt. Bevor die Behör­den die Plä­ne geneh­mi­gen, besteht für alle Bürger*innen noch­mals die Mög­lich­keit, sich zu infor­mie­ren und Stel­lung­nah­men zum Bau­pro­jekt ein­zu­rei­chen. Der Bau könn­te abhän­gig von der Ver­fah­rens­dau­er nach der­zei­ti­gem Pla­nungs­stand frü­hes­tens 2026 begin­nen.

Her­aus­for­de­rung für das Strom­ver­teil­netz
Ein leis­tungs­fä­hi­ges Strom­netz ist die Vor­aus­set­zung für das Gelin­gen der Ener­gie­wen­de. Ganz beson­ders kommt es auf das regio­na­le Ver­teil­netz an, das alle Lei­tun­gen bis zu einer Span­nung von 110 Kilo­volt umfasst. So gut wie alle Erneu­er­ba­re spei­sen hier ein. Im Netz­ge­biet des Ver­teil­netz­be­trei­bers N‑ERGIE Netz GmbH sind das aktu­ell bereits rund 70.000 Anla­gen.

Der dyna­mi­sche Zubau von wei­te­ren Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen, ins­be­son­de­re gro­ßer und leis­tungs­star­ker Solar­kraft­wer­ke, stellt die N‑ERGIE Netz GmbH in den kom­men­den Jah­ren vor eine sehr gro­ße Her­aus­for­de­rung. Da zeit­wei­se – gera­de in den Mit­tags­stun­den – ein Mehr­fa­ches des in der Regi­on benö­tig­ten Stroms erzeugt wird, müs­sen die Kapa­zi­tä­ten im Netz für den Abtrans­port stark erhöht wer­den. Eben­so wird der Umstieg auf Wär­me­pum­pen und Elek­tro­au­tos die Anfor­de­run­gen an das Strom­netz deut­lich erhö­hen. Allein bis 2030 wird die N‑ERGIE Netz GmbH des­halb rund eine Mil­li­ar­de Euro in ihr Strom­netz inves­tie­ren. Die Ver­stär­kung der Hoch­span­nungs­lei­tung zwi­schen Wei­ßen­burg und Preith schlägt dabei mit rund 25 Mil­lio­nen Euro zu Buche.

Strom­netz umfasst 28.000 Kilo­me­ter
Das Strom­netz der N‑ERGIE Netz GmbH umfasst Hoch‑, Mit­tel- und Nie­der­span­nungs­lei­tun­gen und ist rund 28.000 Kilo­me­ter lang. Es erstreckt sich vom Würz­bur­ger Umland im Nor­den bis Eich­stätt im Süden, sowie von Wei­kers­heim im Wes­ten bis nach Sulz­bach-Rosen­berg im Osten.

Foto: Pix­a­bay