Gunzenhausen — Welche Rolle spielt KI in modernen Landmaschinen, und welche zukünftigen Entwicklungen sind zu erwarten? Wie werden Qualität und Sicherheit durch Smart Farming gewährleistet? Im Rahmen der Reihe „Servus, KI!“ stellte Torben Töniges von der Firma CLAAS – einem weltweit führenden Hersteller von Landmaschinen – am 24.03.26 im Bildungszentrum der Volkshochschule Gunzenhausen konkrete Beispiele vor, wie KI-basierte Lösungen technische Innovationen auf das Feld bringen.
Ob Mähdrescher, Feldhäcksler oder Traktor – KI dient in der Landwirtschaft dazu, mit großen Datenmengen umzugehen, in komplexen Umgebungen zu arbeiten und beste Qualität zu liefern. Automatisiert wird das Fahren auf dem Feld – das spart Sprit und führt zur Personalentlastung. Automatisiert werden auch Prozesse wie die Beikrautbekämpfung – was wiederum zu deutlich geringerem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln führt. Die Rettung von Wildtieren wird durch Drohneneinsatz ermöglicht und vorhersagende Wartung kann dem Landwirt vorab sagen, wann Komponenten getauscht werden müssen.
Torben Töniges, der nach seiner Promotion in den Ingenieurwissenschaften an der Universität Bielefeld seine Karriere bei CLAAS als Entwicklungsingenieur für Umfeldwahrnehmung begann und nun die Abteilung „AI / Analytics Products“ leitet, stellte die verschiedenen Einsatzbereiche von KI in der Landwirtschaft vor. 70 Interessierte online und 50 Zuhörer in Gunzenhausen – darunter Studierende der der Technikerschule Triesdorf – diskutierten mit dem Referenten unter anderem praktische Fragen des Einsatzes der KI und Fragen Datenschutzes im landwirtschaftlichen Betrieb sowie Herausforderungen des internationalen Marktes.
Die bayerischen Volkshochschulen haben gemeinsam mit mehreren Wissenschaftseinrichtungen die Tour „Servus, KI! Der Bayern-Dialog zu Künstlicher Intelligenz“ durch den Freistaat initiiert: Allgemein verständliche Vorträge und anschließende Diskussionen laden die Teilnehmenden ein, verschiedene Anwendungsfelder, Chancen und Herausforderungen von KI kennenzulernen, mitzureden und weiterzudenken. Dabei wird deutlich, welche Themen, Erwartungen und Ideen die Menschen in Bayern beim Thema Künstliche Intelligenz bewegen. An ausgewählten Volkshochschulen kommen Bürgerinnen und Bürger mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis ins Gespräch. Akademischer Partner war bei dieser Veranstaltung acatech, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften.
Foto: Volkshochschulen Gunzenhausen und Weißenburg


