Viel Sympathie für Takis Würger

von | 4. Dezember 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Mit dem Vor­ha­ben mit „Für Poli­na“ eine „ordent­li­chen Lie­bes­ge­schich­te“ zu schrei­ben hat Takis Wür­ger ein gro­ßes Publi­kum erreicht

Gun­zen­hau­sen — Eine Aus­zeich­nung gibt es schon für Takis Wür­ger und sei­nen aktu­el­len Roman „Für Poli­na“. Die Lie­bes­ge­schich­te wur­de zum Lieb­lings­buch des Deutsch­schwei­zer Buch­han­dels gekürt. Beim Publi­kum in der Stadt- und Schul­bü­che­rei Gun­zen­hau­sen hat er wohl auch einen Preis abge­räumt: Schöns­tes Lese­er­leb­nis und nah­bars­ter Autor des Jah­res! Viel­leicht lag es ein wenig an der unbe­schwer­ten Mode­ra­ti­on Mel­e­na Ren­ners von der Buch­hand­lung am Fär­ber­turm, die gemein­sam mit Bet­ti­na Balz von der Buch­hand­lung Stoll zu der Lesung ein­ge­la­den hat­te.

Seit 40 Wochen tourt Takis Wür­ger durchs Land und kommt mit den Lese­rin­nen und Lesern über sein neu­es Buch ins Gespräch. In Gun­zen­hau­sen war er bei Lesung Num­mer 100 ange­kom­men und dies war die letz­te in die­sem Jahr. Trotz die­ser Dau­er­schlei­fe durchs eige­ne Buch kam er mit Spaß am Lesen und am Aus­tausch über „Für Poli­na“ auf die klei­ne Lese­büh­ne in der Büche­rei. 

Han­nes Pra­ger ist mit Gabe einer gro­ßen Musi­ka­li­tät geseg­net. Das Kla­vier­spiel und die Kom­po­si­ti­on bestim­men in jun­gen Jah­ren sein Leben. Eben­so inten­siv wie die Welt der Klän­ge und Melo­dien erlebt er sei­ne Lie­be zu Poli­na, sei­ne Freun­din von den ers­ten Kin­der­ta­gen an. Nach einem „Schick­sals­schlag“ – so for­mu­liert es Takis Wür­ger bei der Lesung, um nicht zu viel vor­weg zu neh­men, ent­schließt er sich, die Musik auf­zu­ge­ben. Die Lie­be zu Poli­na trägt er in sei­nem Her­zen, doch nach Jah­ren der Lee­re möch­te er Poli­na für sich zurück­zu­ge­win­nen…

Im Gespräch mit Mel­e­na Ren­ner sprach Takis Wür­ger über die Idee zu die­sem Roman, an dem der in Leip­zig leben­de Autor drei­ein­halb Jah­re lang gear­bei­tet hat: Am Anfang stand der Satz: „Wann war Musik jemals etwas ande­res als Zau­be­rei?“ und die Idee, über einen Musi­ker zu schrei­ben, ließ den Autor nicht mehr los.

Takis Wür­ger gab den Lese­rin­nen und Lesern einen Ein­blick in den Schreib­pro­zess, sprach über die Anstren­gung, das rich­ti­ge Tem­po für einen Roman zu fin­den. Und er sprach auch über sein Glück, bei Dio­ge­nes eine Lek­to­rin gefun­den zu haben, die ihm die schlimms­ten Irr­we­ge in der Hand­lungs­füh­rung aus­re­den kann. An man­chen Tagen sei er doch zu begeis­tert von sei­nem eige­nen Text: „Wie ein glück­li­cher Idi­ot“, schmun­zelt Takis Wür­ger. Am nächs­ten Tag kön­ne es pas­sie­ren, dass sol­che Tex­te kom­plett wie­der ver­wor­fen wer­den.  

Foto: Stadt Gunzenhausen/Babett Gut­h­mann