Viele hundert Schafe, Lämmer und Ziegen zwängen sich durch das historische Markttor

von | 4. Mai 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Alt­mühl­ta­ler Lamm-Auf­trieb auf die Som­mer­wei­de im Alt­mühl­tal – ein tie­ri­sches Spek­ta­kel der beson­de­ren Art

Die Markt­ge­mein­de Mörns­heim ver­an­stal­tet vom 15. bis 17. Mai 2026 bereits zum 22. Mal den „Alt­mühl­ta­ler Lamm“-Auftrieb mit Schä­fer- und Natur­wa­ren­markt

  • Als Schirm­herr fun­giert Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­ter Alo­is Rai­ner
  • Inter­na­tio­na­les Hir­ten­jahr 2026 wird mit Über­ga­be Hir­ten­stab für BAYERN gefei­ert
  • „Wei­de­auf­trie­be“ sams­tags um 15 Uhr, Sonn­tag um 14.00 Uhr.
  • Vie­le „natür­li­che“ Aktio­nen und Kin­der­pro­gramm rund ums „Alt­mühl­ta­ler Lamm“ geplant
  • Musik­ka­ba­rett am Sams­tag mit Sara Brandhuber’s Pro­gramm „a schee­ner Schmarrn“

Mörns­heim — Ein sehens­wer­tes Ereig­nis alle­mal ist der „Alt­mühl­ta­ler Lamm“-Auftrieb in der Markt­ge­mein­de Mörns­heim, die sich im west­li­chen Land­kreis Eich­stätt im Alt­mühl­tal, am Drei­län­der­eck zu Schwa­ben und Fran­ken, befin­det.

Schon tra­di­tio­nell und mitt­ler­wei­le bereits zum 22. Male wird die gro­ße Her­de von Scha­fen, Läm­mern, vor allem neu gebo­re­ne, sowie ein gro­ßer Anteil an Zie­gen über die Gail­ach­brü­cke durch das mit­tel­al­ter­li­che Markt­tor am Kas­ten­hof auf den Rat­haus­platz und durch die engen Gas­sen des Mark­tes auf die Som­mer­wei­de, den Mager­ra­sen mit sei­ner arten­rei­chen Flo­ra und Fau­na, getrie­ben. Das alles unter den Augen einer gro­ßen „Men­schen­her­de“, die das Schau­spiel inter­es­siert ver­folgt. Danach kön­nen alle Pro­duk­te vom „Alt­mühl­ta­ler Lamm“ beim Schä­fer- und Natur­wa­ren­markt bestaunt, das Hand­werk live ver­folgt und die inter­es­san­ten Pro­duk­te käuf­lich erwor­ben wer­den. Die Verei­ne und Wir­te der Gemein­de ver­kös­ti­gen die Besu­cher – natür­lich mit „Alt­mühl­ta­ler Lamm“. Am Kast­ner­platz gibt Lamm­bra­ten, Lamm-Brat­würs­te und Lamm-Gyros. Aus­nah­men gibt es mit vege­ta­ri­schen Gerich­ten und frisch gegrill­ten Makre­len. Der Pfarr­ge­mein­de­rat wird im Haus des Gas­tes Kaf­fee und Kuchen kre­den­zen, dane­ben gibt es güns­ti­ge Bücher am Bücher­floh­markt der Gemein­de­bü­che­rei. Vie­le Kin­der­ak­tio­nen, dar­un­ter Fil­zen, Malen und Bas­teln, sowie diver­se Spie­le, eine Ausstel­lung zum The­ma „Alt­mühl­ta­ler Lamm“ und vie­les mehr kön­nen die Gäs­te an den bei­den Lam­m­er­leb­nis­ta­gen im Gail­ach­tal erle­ben.

Die Eröff­nung fin­det am Sams­tag um 14.00 Uhr mit der Begrü­ßung durch Ers­ten Bür­ger­meis­ter statt. Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­ter Alo­is Rai­ner konn­te als Schirm­herr gewon­nen wer­den. Er wird den „Alt­mühl­ta­ler Lamm“-Auftrieb eröff­nen. Land­rat Alex­an­der Anets­ber­ger wird eben­so ein Gruß­wort spre­chen wie Bür­ger­meis­ter Jür­gen Bau­ern­feind und die neue Alt­mühl­ta­ler Lamm-Köni­gin Anna. Musi­ka­lisch umrahmt wird die Eröff­nung und der Sams­tag­nach­mit­tag von der Rög­lin­ger Blas­ka­pel­le. Auf­grund des inter­na­tio­na­len Hir­ten­jah­res wird auch der Vor­sit­zen­de des Lan­des­ver­bands der Bay­er. Schaf­hal­ter, Dr. Chris­ti­an Mel­del, ein Gruß­wort spre­chen und den Hir­ten­stab an den Schä­fer­ver­bands­vor­sit­zen­den für das Bun­des­land Bay­ern über­ge­ben.

Gegen 15.00 Uhr wird Schä­fer Sascha Gäb­ler sei­ne gro­ße Her­de von Scha­fen, Läm­mern und Zie­gen durch das Markt­tor und den Ort füh­ren. Bereits ab 11.00 Uhr nimmt der umfang­rei­che Schä­fer- und Natur­wa­ren­markt sei­nen Betrieb auf und ört­li­che Ver­ei­ne und Gas­tro­no­men bie­ten Kuli­na­ri­sches vom „Alt­mühl­ta­ler Lamm“ an. Nach dem Auf­trieb fin­det um 15.30 Uhr eine geführ­te Wan­de­rung „Auf den Spu­ren von Scha­fen und Schä­fer“ auf Tro­cken­ra­sen und Wachol­der­hei­den statt, sowie eine Vor­füh­rung der Schaf­schur um 16.00 Uhr am Rat­haus­platz.

Am Sonn­tag­mor­gen beginnt um 10.30 Uhr ein Got­tes­dienst in der Wallfahrts­kirche “Maria-End” in Alten­dorf statt. Im Nach­gang erscheint die gro­ße Schaf­her­de samt Schä­fer am Tro­cken­ra­sen bei der Wall­fahrts­kir­che und erhält den kirch­li­chen Segen.

Um 11:00 Uhr star­tet der Schä­fer- und Natur­wa­ren­markt eröff­net, ab 14.00 Uhr unter­hält die Schern­fel­der Blä­ser­grup­pe „Stoi­z­wi­cker“. Zeit­gleich wird um kurz nach 14.00 Uhr die Her­de an Scha­fen, Läm­mern und Zie­gen durch den Markt zie­hen.

Um 15.30 Uhr wird erneut eine geführ­te Wan­de­rung ange­bo­ten. Danach ist gegen 16.00 Uhr wie­der für ein aus­ge­wähl­tes Lamm „Fri­seur­ter­min“ ange­sagt.

Der Schä­fer­markt bie­tet neben der Vor­füh­rung von al­tem Hand­werk und dem Feil­bie­ten von Schaf­woll- und Kunst­pro­duk­ten, sowie Schaf- und Zie­gen­kä­se auch ein reich­hal­ti­ges Kinder­programm mit vie­len Aktio­nen von meh­re­ren Ver­ei­nen und Ver­bän­den. Infos und ausführli­ches Pro­gramm unter www.moernsheim.de.

Musik­ka­ba­rett mit Sara Brand­hu­ber; Pro­gramm „a schee­ner Schmarrn“ 

Bereits am Frei­tag, 15. Mai wird Baye­ri­sches Musik­ka­ba­rett gebo­ten.

Die Her­zen der Bay­ern hat sie längst erobert und ihre bei­den ers­ten Erfolgs­pro­gramme haben Sara Brand­hu­ber nicht nur begeis­ter­te Zuschau­er, son­dern auch den baye­ri­schen Dia­lekt­preis beschert. Höchs­te Zeit für neue Her­aus­for­de­run­gen! Dar­um hat sie kur­zer­hand beschlos­sen, sich neben Ihrer Gitar­re künf­tig auch ein 20 Kilo schwe­res E‑Piano für ihre Auf­trit­te anzu­schaf­fen und sich zum Schlep­pen dafür sogar ein paar Extra­mus­keln antrainiert…und Kla­vier­spie­len gelernt.

Wie Pip­pi Lang­strumpf hat auch Sara immer schon gemacht, wor­auf sie Lust hat­te. Und nicht sel­ten kam als Reak­ti­on: „So ein Schmarrn!“. Wenn es sich jetzt aber um einen beson­ders schö­nen Schmarrn han­delt, dann ist das fürs Publi­kum ein Hoch­ge­nuss, den man sich unbe­dingt mal gön­nen soll­te.

Zum Glück flie­gen Brand­hu­ber die absur­den Ideen von ganz allei­ne zu: Ob beim Frust­shop­pen im Bau­markt, oder im Kri­sen­ge­spräch mit der Gift­not­ruf­zen­tra­le, weil sie sich aus Ver­se­hen im Dark­net die fal­schen Schwam­merl bestellt hat. Da freut sie sich ins­ge­heim, weil sie spä­ter mit die­sen Geschich­ten auf der Büh­ne wie­der eine Unmen­ge Geld ver­die­nen wird.

Sie sehen schon: Vie­les bleibt, wie man es von ihr gewohnt ist. Sara Brand­hu­ber beleuch­tet poin­tiert die lus­ti­gen Abgrün­de und Absur­di­tä­ten des All­tags. Frech, bai­risch und char­mant. Wenn Sie also Lust auf einen urko­mi­schen und musi­ka­li­schen Abend haben, wenn Sie ihr Gehirn ein­fach ger­ne mal wie­der auf Werks­ein­stel­lung zurück­set­zen möch­ten, oder wenn Sie schon immer die Wahr­heit dar­über erfah­ren woll­ten, wer nun wirk­lich die Kokos­nuss geklaut hat: Dann soll­ten sie sich drin­gend ein Ticket kau­fen! Und auch Sie wer­den sich am Ende sicher­lich fra­gen: „Wie fällt die­ser Frau nur immer so ein „schee­na Schmarrn“ ein!“

Beginn ist um 19:30 Uhr im Haus des Gas­tes in Mörns­heim auf. Ein­lass ist ab 19.00 Uhr, Kar­ten gibt es zum Preis von 22 € in der Gemein­de­ver­wal­tung in Mörns­heim oder an der Abend­kasse.

Aus­stel­lung „Alt­mühl­ta­ler Lamm“

Die Aus­stel­lungs­ta­feln wur­den vom Land­schafts­pfle­ge­ver­band mit Gebiets­be­treu­er Peter Riegg neu kon­zi­piert und 2024 erst­mals der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt. Die Schau­ta­feln stel­len die Ent­wick­lung der öko­lo­gi­schen Schaf­be­wei­dung, den Wert der Wei­de­tier­hal­tung, das Gebiet im Land­kreis Eich­stätt mit der arten­rei­chen Flo­ra und Fau­na, sowie die Maß­nah­men zum Erhalt des Tro­cken­ra­sens und die Arbeit der Gebietsbe­treuer dar.

Foto: Markt Mörns­heim