Vorbereitende Arbeiten haben begonnen

von | 3. November 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Bun­des­stra­ße 2: Höhen­frei­er Umbau der Eich­stät­ter Kreu­zung in Wei­ßen­burg

Wei­ßen­burg — Nach meh­re­ren Jah­ren inten­si­ver Pla­nung hat das Staat­li­che Bau­amt Ans­bach mit dem Abbruch des Gebäu­des Würz­bur­ger Weg 2 im Osten Wei­ßen­burgs die ers­te sicht­ba­re Maß­nah­me zum anste­hen­den höhen­frei­en Kreu­zungs­um­bau beauf­tragt. Die Abbruch­ar­bei­ten haben am 19. Okto­ber begon­nen.

Die soge­nann­te „Hörn­lein­kreu­zung“ ist ein zen­tra­ler Ver­kehrs­kno­ten­punkt im Osten von Wei­ßen­burg. Er ver­bin­det die in Nord-Süd-Rich­tung ver­lau­fen­de Bun­des­stra­ße 2 (B 2) höhen­gleich mit der von Eich­stätt kom­men­den Bun­des­stra­ße 13 (B 13) und der
ins Stadt­zen­trum füh­ren­den Kreis­stra­ße WUG 1. Die Kreu­zung ist wegen der sehr hohen Ver­kehrs­stär­ken per­ma­nent über­las­tet und obgleich die Kreu­zung beam­pelt ist, ist sie seit vie­len Jah­ren eine Unfall­häu­fungs­stel­le. Für die drin­gend not­wen­di­ge
nach­hal­ti­ge Ver­bes­se­rung der Ver­kehrs­si­cher­heit und der Leis­tungs­fä­hig­keit ist ein grund­le­gen­der Umbau erfor­der­lich.

Die Pla­nun­gen für den Umbau rei­chen dabei schon Jahr­zehn­te zurück – bereits im Jahr 2003 wur­de damit begon­nen. Seit­dem wur­den unter­schied­lichs­te Vari­an­ten geprüft, mit­ein­an­der ver­gli­chen und letzt­lich eine Vor­zugs­lö­sung in Form eines
Kreis­ver­kehrs über der tie­fer­ge­leg­ten B 2 her­aus­ge­ar­bei­tet. Die bau­recht­li­che Geneh­mi­gung des Vor­ha­bens wur­de durch Plan­fest­stel­lungs­be­schluss der Regie­rung von Mit­tel­fran­ken vom 27. Juni 2024 erteilt. Im Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren wur­den die
sich auf­drän­gen­den Vari­an­ten erneut betrach­tet und nach allen rele­van­ten Gesichts­punk­ten abge­wo­gen.

Bevor mit den eigent­li­chen Umbau­ar­bei­ten an der Kreu­zung begon­nen wer­den kann, sind umfang­rei­che Vor­ar­bei­ten erfor­der­lich, um den Ver­kehrs­fluss wäh­rend der Bau­zeit auf­recht­zu­hal­ten. Ein zen­tra­ler Bestand­teil des Ver­kehrs­kon­zepts ist die tem­po­rä­re bau­zeit­li­che Umfah­rung für die B 2. Die­se wird öst­lich der B 2 errich­tet. Sie wird wäh­rend der Umbau­ar­bei­ten den Ver­kehr der B 2 auf­neh­men. Wie eine regu­lä­re Stra­ße wird die­se mit Abbie­ge­spu­ren aus­ge­stat­tet, damit die Ver­bin­dung mit der B 13 nach Eich­stätt sowie zur Kreis­stra­ße WUG 1 ins Stadt­ge­biet wei­ter­hin mög­lich ist.

Noch in die­sem Jahr steht dafür der Abbruch des Gebäu­des „Würz­bur­ger Weg 2“ auf der Agen­da. Im kom­men­den Jahr erfol­gen umfang­rei­che Ver­le­gun­gen von Lei­tun­gen. Schließ­lich tref­fen sich an der „Hörn­lein­kreu­zung“ nicht nur vie­le Ver­kehrs­strö­me,
son­dern es befin­den sich auch zahl­rei­che Lei­tun­gen unter und neben der Stra­ße. Nach der­zei­ti­gem Pla­nungs­stand sol­len die vor­be­rei­ten­den Arbei­ten durch den Bau der tem­po­rä­ren bau­zeit­li­chen Umfah­rung im Jahr 2028 abge­schlos­sen sein. Anschlie­ßend
kön­nen die eigent­li­chen Umbau­ar­bei­ten im Kreu­zungs­be­reich mit der Tie­fer­le­gung der B 2 star­ten. Die­se wer­den so koor­di­niert, dass die Kreis­stra­ße WUG 1 eben­so wie die B 13 auch wäh­rend der mehr­jäh­ri­gen Bau­pha­se an die B 2 ange­bun­den ist.

Die nun begon­ne­nen Abbruch­ar­bei­ten nah­men poli­ti­sche Man­dats­trä­ger und das Staat­li­che Bau­amt Ans­bach zum Anlass, sich vor Ort zu tref­fen. Der Wei­ßen­bur­ger Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Artur Auern­ham­mer, der die Maß­nah­me im Vor­feld auf Bun­des­ebe­ne unter­stützt hat­te, freu­te sich über den Bau­be­ginn: „Für den Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen ist die B 2 die zen­tra­le Ver­kehrs­ach­se. Der höhen­freie Umbau ist ein wich­ti­ger Bestand­teil für eine zukunfts­fä­hi­ge Ver­kehrs­in­fra­struk­tur.“

Auch Land­rat Mar­kus Glä­ser beton­te erneut den gro­ßen Mehr­wert der Maß­nah­me: „Der Land­kreis inves­tiert mit sei­nem Kos­ten­an­teil in die Zukunft. Eine ver­kehrs­si­che­re und leis­tungs­fä­hi­ge B 2 kommt dem gan­zen Land­kreis zugu­te.“

Und auch Wei­ßen­burgs Ober­bür­ger­meis­te­rin Eva Reich­stadt zeig­te sich zufrie­den und ver­wies ins­be­son­de­re auf die Erreich­bar­keit der Wohn­quar­tie­re öst­lich der B 2: „Die Stadt begrüßt es, dass wäh­rend der Bau­ar­bei­ten auch die fuß­läu­fi­ge Ver­bin­dung in die
Stadt berück­sich­tigt wird.“

Gleich meh­re­re Vor­tei­le der Absen­kung der B 2 hob Bau­di­rek­tor Mar­tin Assum, Bereichs­lei­ter Stra­ßen­bau am Staat­li­chen Bau­amt Ans­bach, her­vor: „Durch die künf­ti­ge Tief­la­ge der B 2 im Bereich der Kreu­zung ermög­li­chen wir einen ste­ten Ver­kehrs­fluss auf der B 2 und kön­nen gleich­zei­tig eine Abschir­mung für die direk­ten Anlie­ger errei­chen. Außer­dem kön­nen wir mit Hil­fe des Pro­jek­tes die
Ver­kehrs­si­cher­heit an der hoch­be­las­te­ten Kreu­zung nach­hal­tig ver­bes­sern.“


Bild­un­ter­schrift: Der Abbruch des Gebäu­des auf dem Gelän­de des Wülz­bur­ger Weg 2 in Wei­ßen­burg steht dem­nächst bevor – einer von zahl­rei­chen Schrit­ten zum Umbau der „Hörn­lein­kreu­zung“. Foto: Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen / Nico Kögel