WaldDürreMonitor zeigt tagesaktuell die Bodenfeuchte in Bayerns Wäldern

von | 16. Mai 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

Frei­sing (red).  Ab sofort stellt die Baye­ri­sche Lan­des­an­stalt für Wald und Forst­wirt­schaft  (LWF) aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zur Boden­feuch­te in Bay­erns Wäl­der für jeder­mann digi­tal zur Ver­fü­gung. Wie tro­cken ist es im Wald? Lei­den die Bäu­me unter Tro­cken­stress oder gibt es noch aus­rei­chend Was­ser im Boden? Die­se Fra­gen stel­len sich Wald­be­sit­zer und Umwelt­in­ter­es­sier­te aber auch die Trink­was­ser­ver­sor­ger ange­sichts stei­gen­der Tem­pe­ra­tu­ren und zuneh­mend län­ge­rer Tro­cken­pe­ri­oden ohne Nie­der­schlä­ge immer häu­fi­ger.

Des­halb stel­len die Frei­sin­ger For­scher eine inno­va­ti­ve Inter­net­sei­te zur Ver­fü­gung, die bay­ern­wei­te Infor­ma­tio­nen zur Boden­feuch­te und Was­ser­ver­sor­gung der Wäl­der lie­fert. Der Wald­Dür­re­Mo­ni­tor Bay­ern bie­tet ab sofort eine tages­ak­tu­el­le Online-Dar­stel­lung der Boden­feuch­te in baye­ri­schen Wäl­dern – über­sicht­lich und mit hoher räum­li­cher Auf­lö­sung – das heißt, man kann bis zu sei­nem Ort oder sei­nem Wald­grund­stück hin­ein zoo­men.

Nut­ze­rin­nen und Nut­zer kön­nen zwi­schen sechs ver­schie­de­nen Kar­ten wäh­len. Dazu gehö­ren unter ande­rem der Füll­stand der Boden­was­ser­spei­cher und die Saug­span­nung, also die Kraft, die die Bäu­me auf­wen­den müs­sen, um Was­ser aus dem Boden auf­zu­neh­men. Ein wei­te­rer Kenn­wert zeigt, wie vie­le Tage die Wald­bäu­me noch ohne neue Nie­der­schlä­ge aus­kom­men kön­nen. All die­se Infor­ma­tio­nen sind wich­tig für die Beur­tei­lung des Tro­cken­stres­ses unse­rer Wäl­der und hel­fen Wald­be­sit­zern, fun­dier­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen.

Die Vita­li­tät unse­rer Wäl­der ist stark von der Was­ser­ver­sor­gung abhän­gig. Ins­be­son­de­re in hei­ßen und tro­cke­nen Som­mern ist die Fra­ge nach der Boden­feuch­te von zen­tra­ler Bedeu­tung. Wenn es in den Wäl­dern zu tro­cken wird, sind die Bäu­me oft anfäl­li­ger für Schäd­lin­ge und im Extrem­fall kön­nen sie sogar ver­trock­nen.

Der Wald­Dür­re­Mo­ni­tor nutzt ein an der LWF spe­zi­ell ent­wi­ckel­tes Was­ser­haus­halts­mo­dell für Wäl­der. Die meteo­ro­lo­gi­schen Daten stam­men vom Deut­schen Wet­ter­dienst (DWD). Das Sys­tem soll in Zukunft kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den.

„Mit dem Wald­Dür­re­Mo­ni­tor Bay­ern bie­ten wir sowohl Fach­leu­ten als auch der inter­es­sier­ten Öffent­lich­keit einen flä­chen­de­cken­den Ein­blick in die aktu­el­le Was­ser­ver­füg­bar­keit unse­rer Wäl­der an,“ erklärt Dr. Peter Pröbs­t­le, Prä­si­dent der LWF. „Und ich bin schon auch ein wenig stolz auf unse­re LWF und dass wir heu­te online gehen!“, so Dr. Pröbs­t­le.

Mehr Infor­ma­tio­nen fin­den sie unter www.lwf.bayern.de und der online-Zugang zum Wald­Dür­re­Mo­ni­tor ist: www.waldduerremonitor.de

Die bei­gefüg­te Abbil­dung kann – bei Nen­nung des Autors – kos­ten­frei ver­wen­det wer­den.

Bild­un­ter­schrift: Ein­blick in den Wald­Dür­re­Mo­ni­tor Bay­ern: Was­ser­vor­rat bis 40 cm Boden­tie­fe der den Wäl­dern in Bay­ern zur Zeit zur Ver­fü­gung steht (= %nFK, d.h. Pro­zent­an­teil der nutz­ba­ren  Feld­ka­pa­zi­tät); Quel­le: Axel Well­pott, LWF